Ford B-Max
Ford 1.6L Duratec Ti-VCT 120 PS (88 kW). Used in Focus III, Focus II facelift and B-Max.
Stadtvan mit Komfort
Automatik im B-Max macht das Stadtleben einfach. Kein Fahrspaß, aber praktisch und komfortabel.
Motor-Schwachstellen 6
Der 1.6 Ti-VCT hat zu enge Ölbohrungen im Zylinderkopf (Fertigung bis 2007). Der Phasensteller verölt und rasselt beim Kaltstart. Ford verbesserte die Konstruktion ab Frühjahr 2007; ältere Motoren häufiger betroffen.
Symptome: Dieselartiges Rasseln beim Kaltstart, das nach dem Warmlaufen verschwindet; Leistungsabfall bei starker Beschleunigung
Die Sigma/Ti-VCT-Stiftzündspulen versagen bei ca. 100.000–140.000 km. Typisch bei 1.500–2.500 U/min unter Last. Aftermarket-Spulen (BERU) gelten als zuverlässiger als preisgünstige Handelsmarken.
Symptome: Ruckeln und Leistungsverlust im mittleren Drehzahlbereich, Fehlercode P030x im OBD, rauer Motorlauf
Der 1.6 Ti-VCT leidet unter Verschmutzung des nicht ersetzbaren VCT-Filters im Zylinderkopf. Metallspäne setzen den Filter zu und blockieren den Ölfluss zu den VCT-Magnetventilen, was besonders im Kaltzustand zu Ruckeln führt.
Symptome: Ruckeln und Leistungsverlust beim Kaltstart, unrunder Leerlauf unter 2000 U/min, Motorkontrollleuchte
Die elektronische Drosselklappe des 1,6-Duratec (z.B. Focus Mk2 Benziner) versagt häufig ab 150.000 km durch Potentiometerverschleiß oder Feuchtigkeit. Fehlercodes P2108 und P2176 erscheinen; die Originaleinheit kostet 550 €.
Symptome: Sporadische Motorstörungsmeldung, Motor nimmt kein Gas an, Leerlaufschwankungen, sporadisch auftretende Aussetzer beim Anfahren
Der elektronisch gesteuerte Thermostat des Ti-VCT neigt zu Defekten: Ohren des Gehäuses brechen ab, Klappe schließt nicht mehr vollständig. Motor bleibt unter Betriebstemperatur, Verbrauch steigt.
Symptome: Temperaturanzeige bleibt dauerhaft niedrig, Heizung liefert kaum Wärme, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Auch im 1,6-Duratec fallen Einzel-Zündspulen wiederholt aus. Nutzer berichten von mehrfach aufeinanderfolgenden Defekten. Gleichzeitiger Tausch aller Zündspulen und Zündkerzen spart Folgekosten und verhindert Katalysatorschäden.
Symptome: Ruckeln und Motoraussetzer beim Beschleunigen, Fehlzündungsgeräusche, Motorkontrollleuchte, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Das 6-Gang-Powershift-Getriebe (6DCT450) neigt zu hakeligen Schaltvorgängen, Ruckeln beim Anfahren, defekten Kunststoffkorb-Abstandshaltern und Ölverlust. Getriebeölwechsel alle 50.000–60.000 km ist zwingend.
TÜV-Berichte zeigen, dass ältere B-Max-Modelle mehr als doppelt so häufig wie der Durchschnitt mit defekten Federn und Dämpfern beanstandet werden. Lenkgelenke verschleißen ebenfalls schnell. Typisch nach 80.000–120.000 km.
Laut TÜV-Bericht sind beim B-Max häufig Lenkgelenke und Spurstangenköpfe bei Hauptuntersuchungen beanstandet. Frühzeitiger Verschleiß führt zu Spiel in der Lenkung.
Die Gummidichtungen der hinteren Schiebetüren des B-Max lösen sich mit der Zeit oder reißen ein. Die Führungsschienen setzen sich mit Sand und Laub zu, was Kratzgeräusche und Klemmen verursacht. Regelmäßige Pflege mit Silikonöl ist zwingend nötig.
Ältere B-Max-Exemplare fallen bei TÜV-Inspektionen überdurchschnittlich häufig mit rostiger Auspuffanlage auf. Die Schäden betreffen besonders den mittleren und hinteren Bereich des Abgassystems. Typisch ab sieben Jahren bzw. 100.000 km.
Elektrische Fensterheber des B-Max fallen aus, besonders die hinteren. Die Plastikführungsschienen der Scheiben brechen oder die Motoren geben auf. Das Problem ist verbreitet ab 60.000–100.000 km und betrifft überwiegend die hinteren Türen ohne B-Säule.
Die Start-Stopp-Automatik versagt häufig durch eine schwächelnde Starterbatterie, besonders bei Kurzstreckenfahrern. Der Fehler tritt sporadisch auf und zeigt die Grenzen der AGM-Batterie.