Ford Edge
2.0L EcoBoost im Ford Edge. Großes SUV mit viel Gewicht. Teilt 2.0 EcoBoost-typische Schwächen, Kraftstoffpumpe und Karbonablagerungen bei hohen Laufleistungen.
Starker EcoBoost-Edge
245 PS EcoBoost im Edge: für einen großen SUV gut motorisiert. Kein Fahrspaß, aber souverän.
Motor-Schwachstellen 6
Die im Tank sitzende Niederdruck-Kraftstoffpumpe ist eine bekannte Schwachstelle aller 2.0 EcoBoost-Motoren. Verstopfter Kraftstofffilter erhöht Pumpenbelastung bis zum Ausfall.
Symptome: Stotterer und Leistungsabfall unter Last, schwieriges Starten, Code P0087, plötzlicher Motorstillstand.
Ältere 2.0 EcoBoost-Motoren zeigen bei hohen Laufleistungen Haarrisse im Open-Deck-Block mit Kühlmitteleintritt. Problem bestand bis ca. 2019, neuerer Block robuster.
Symptome: Kühlmittelverlust ohne sichtbare Leckage, unrunder Kaltstart, Öl-Kühlmittel-Gemisch.
Konstruktiver Serienfehler bis Mitte 2019: Haarriss im Zylinderblock zwischen den Zylindern lässt Kühlmittel in den Brennraum eindringen. Ford hat den Block ab Mitte 2019 überarbeitet.
Symptome: Kühlmittelverlust ohne äußere Leckage; rauer Motorlauf beim Kaltstart; weißer Qualm aus Auspuff; Kühlmittel milchig.
Das Boost-Kontrollmagnetventil oder Wastegate kann Ladedruckinstabilität verursachen. Code P0299 (Turbo-Unterboost) ist häufig dokumentiert, insbesondere bei höheren Laufleistungen.
Symptome: Code P0299, spürbarer Leistungsabfall beim Beschleunigen, Motorwarnleuchte.
Der 2.0 EcoBoost nutzt ausschließlich Direkteinspritzung, wodurch Ölnebel aus dem Kurbelgehäuse die Einlassventile verkokt. Reinigung alle 60.000–80.000 km empfohlen.
Symptome: Leistungsverlust im mittleren Drehzahlbereich; erhöhter Kraftstoffverbrauch; Ruckeln bei 2.000–3.000 U/min; unrunder Leerlauf.
Direkteinspritzung führt zu Koksablagerungen an Einlassventilen. Ohne Saugrohrspülung akkumulieren sich Ablagerungen über die Jahre und reduzieren den Durchflussquerschnitt messbar.
Symptome: Ruckeln beim Kaltstart, nachlassende Beschleunigung, leicht erhöhter Kraftstoffverbrauch ab ca. 80.000 km.
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Das 6-Gang-Powershift-Doppelkupplungsgetriebe (6DCT450) im Edge II neigt zu hakeligen Schaltvorgängen, Ölundichtigkeiten und Limp-Mode. Regelmäßige Getriebeölwechsel alle 50.000–60.000 km sind entscheidend.
Beim Edge II mit LED-Kurvenlicht aus dem Produktionszeitraum Dezember 2015 bis März 2016 konnte ein Softwarefehler im Steuergerät zum plötzlichen Totalausfall beider Scheinwerfer führen. Ein Software-Update des Scheinwerfer- und BCM-Moduls behebt den Fehler.
Beim Edge II werden Öllecks an der Zylinderkopfdeckeldichtung und am Ölfiltergehäuse berichtet. Das undichte Öl tropft auf heiße Motorteile und kann Rauchentwicklung und im Extremfall Brandgefahr verursachen.
Hintere Türen des Edge II haben durch lang nach unten gezogene Türaußenspiegel mangelhafte Dichtung im Unterbereich. Feuchtigkeit und Streusalz greifen die Türunterkante an. Unterboden rostet ohne Schutzbehandlung ungewöhnlich schnell.
Beim Edge II versagen Steuergeräte der adaptiven Matrix-Scheinwerfer. Außerdem können hintere Lichteinheiten undicht werden und Wasser eindringen, was zu Korrosion an den Leuchtmitteln führt.
Das Infotainmentsystem des Edge II neigt zu schwarzem Bildschirm, Einfrieren und Ausfällen der Rückfahrkamera. Betroffene Fahrzeuge benötigen oft Software-Updates oder Steuergeräte-Austausch.
Das Spindelmotor-System der elektrischen Heckklappe des Edge II versagt häufig. Die Heckklappe lässt sich weder per Taste noch per Fernbedienung öffnen oder schließen. Auch Sprachsystemsprache wechselt bei Bordbatterie-Unterspannung.