Ford Galaxy
2.0 EcoBoost 149 kW/203 PS PowerShift, Galaxy II facelift (WA6 2010-2015)
Kräftiger WA6
202 PS Diesel mit Automatik: überzeugend gut motorisierter Großvan für lange Strecken.
Motor-Schwachstellen 7
Der 2.0L EcoBoost TNWA (S-Max MK2, Galaxy MK3) kann wie andere 2.0 EcoBoost-Varianten von Haarrissen im Motorblock betroffen sein. Kühlwasserverlust vor dem Kauf prüfen.
Symptome: Sinkender Kühlmittelstand, unrunder Kaltstart, weißer Auspuffrauch
Das PowerShift-Doppelkupplungsgetriebe im S-Max/Galaxy mit 2.0 EcoBoost TNWA zeigt bekannte Schaltruck-Problematik. Getriebeöl-Wechsel alle 60.000 km ist kritisch für Langlebigkeit.
Symptome: Rucken beim Anfahren, schleifende niedrige Gänge, Getriebe-Warnleuchte
Der 2.3 EcoBoost des Focus ST Mk4 ist baugleich mit dem Mustang-Motor und teilt dessen Anfälligkeit für Zylinderkopfdichtungsschäden unter hoher thermischer Belastung.
Symptome: Kühlmittelverlust ohne äußere Leckage, weiße Abgase, süßlicher Geruch, gelegentliche Zündaussetzer unter Last.
Die Kupplungsdruckplatte des 2.3 EcoBoost neigt bei sportlichem Einsatz zu Rissen. Ford rief Fahrzeuge für Softwareupdates zurück, in manchen Fällen musste die komplette Kupplung ersetzt werden.
Symptome: Vibrieren beim Anfahren, Kupplung rutscht durch, laute Geräusche beim Einlegen der Gänge.
Konstruktiver Serienfehler bis Mitte 2019: Haarriss im Zylinderblock zwischen den Zylindern lässt Kühlmittel in den Brennraum eindringen. Ford hat den Block ab Mitte 2019 überarbeitet.
Symptome: Kühlmittelverlust ohne äußere Leckage; rauer Motorlauf beim Kaltstart; weißer Qualm aus Auspuff; Kühlmittel milchig.
Der 2.0 EcoBoost TNWA mit Direkteinspritzung neigt zu Koksablagerungen an den Einlassventilen. Im schweren S-Max/Galaxy mit Anhängerbetrieb beschleunigt sich die Ablagerungsbildung.
Symptome: Leistungsverlust, unrunder Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Der 2.0 EcoBoost nutzt ausschließlich Direkteinspritzung, wodurch Ölnebel aus dem Kurbelgehäuse die Einlassventile verkokt. Reinigung alle 60.000–80.000 km empfohlen.
Symptome: Leistungsverlust im mittleren Drehzahlbereich; erhöhter Kraftstoffverbrauch; Ruckeln bei 2.000–3.000 U/min; unrunder Leerlauf.
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Überlaufende Scheibenwaschflüssigkeit schädigt den Kabelbaum unterhalb des Behälters. Folgen sind Motorabstellen, Klimaausfall und Diagnosefehler. Reparatur einzelner Kabel günstiger als Gesamttausch.
Das Ford Powershift-Doppelkupplungsgetriebe 6DCT450 im Galaxy WA6 (ab Facelift 2010) ist für ruckelhafte Gangwechsel, Ölverlust und Kupplungspaketversagen bekannt. Nasse Kupplungen verschleißen schnell, die Kunststoff-Abstandshalter im Kupplungskorb brechen, was kostspielige Reparaturen erfordert.
Die Heck-Klimaanlage des Galaxy WA6 verliert Kühlmittel am Expansionsventil. Mehrere Nachfüllungen helfen meist nur kurzfristig. In dokumentierten Fällen wurde dasselbe System dreimal in der Garantiezeit repariert.
Der Galaxy WA6 zeigt an Schwellern, Radkästen und Unterbodenkomponenten überdurchschnittliche Korrosion. Die werksseitige Versiegelung ist vor allem bei frühen Modellen nicht ausreichend, sodass Salz und Feuchtigkeit in Hohlräume eindringen.
Beim Galaxy WA6 berichten Besitzer von ungewöhnlich hohem Reifenverschleiß mit Reifenwechseln bereits nach 20.000–23.000 km. Fahrwerksverschleiß und fehlerhafte Sturzwerte sind häufige Ursachen.
Der Ford Galaxy WA6 leidet unter erhöhtem Ruhestrom, der die Batterie bei mehrtägigem Stehen tiefentlädt. Defekte Wegfahrsperrenmodule und diverse Steuergeräte können den Ruhestrom erhöhen. Mehrfacher Batteriewechsel innerhalb kurzer Zeit ist ein typisches Beschwerdebild.
Spurstangenköpfe, Koppelstangen und Querlenkerlager des Galaxy WA6 verschleißen überdurchschnittlich. TÜV-Prüfer beanstanden Fahrwerkskomponenten regelmäßig. Das Fahrzeug ist schwer, was den Verschleiß der Lenkungsgelenke beschleunigt.