Ford Ka 1.3i
Ford 1.3L Endura-E OHV Schiebermotor. Fiesta JH 1.3 mit 59 PS (43 kW) und 68 PS (50 kW). Ka RBT 50 PS (37 kW) und 60 PS (44 kW). Einfache, robuste Technik ohne elektronische Komplexität.
Basis-Ka
69 PS im Ka: knapp über dem Minimum. Stadtverkehr geht, alles andere ist mühsam.
Motor-Schwachstellen 6
Der 1.3 Endura-E OHV neigt bei höheren Laufleistungen zu undichten Zylinderkopfdichtungen. Weißer Rauch aus dem Auspuff und Kühlwasserverlust ohne sichtbare Leckage sind typische Anzeichen.
Symptome: Weißer Rauch aus dem Auspuff, Kühlwasserspiegel sinkt, Öl-Wasser-Emulsion im Motoröl sichtbar
Endura-E-Motoren bis Ende 1997 wiesen zu weiche Nockenwellen auf. Ford überarbeitete die Nockenwelle, ältere Exemplare können bei vernachlässigten Ölwechseln erheblichen Verschleiß zeigen.
Symptome: Klappernde Geräusche aus dem Ventiltrieb, unrunder Lauf, Leistungsabfall bei höheren Drehzahlen
Der klassische Zündverteiler des Endura-E altert und verschleißt. Feuchtigkeit, Risse im Verteilerkappe und abgenutzte Kontakte führen zu Zündaussetzern. Regelmäßiger Wechsel empfehlenswert.
Symptome: Ruckeln und Aussetzer im Leerlauf und unter Last, erschwertes Kaltstart, unrunder Motorlauf
Der Endura-E OHV-Motor verliert bei höheren Laufleistungen durch poröse Ventilschaftdichtungen Motoröl in die Brennkammer. Blaurauch beim Kaltstart ist typisch. Wechsel ohne Kopfdemontage mit Spezialwerkzeug möglich.
Symptome: Blaurauch aus dem Auspuff besonders beim Kaltstart oder nach Schubphasen, leicht erhöhter Ölverbrauch
Der OHV-Endura-E 1.3 neigt zur Nockenwelleneinlaufschäden, besonders bei unregelmäßiger Ölwechselhistorie. Reduzierter Ventilhub führt zu starkem Leistungsverlust. Ventilspieleinstellung alle 20.000 km Pflicht.
Symptome: Deutlicher Leistungsverlust; maximale Geschwindigkeit 120 km/h trotz gutem Zustand; unrunder Lauf bei mittleren Drehzahlen; metallisches Tickern aus dem Ventiltrieb.
Undichte Ventilschaftdichtungen im Endura-E 1.3 führen zu Ölverschmutzung der Zündkerzen. Kerzenbilder zeigen schwarzen Ölruss. Ursache meist verschlissene Ventilschaftdichtungen bei höheren Laufleistungen.
Symptome: Zündaussetzer bei kaltem Motor; schwarze ölige Ablagerungen auf Zündkerzen; Blaurauch beim Anfahren nach längerem Standgas.
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Nahezu alle älteren Ka RBT zeigen starken Rost an Einstiegsleisten, Türecken, Tankdeckelrahmen und Heckklappenscharnier. Fehlende Hohlraumversiegelung ab Werk begünstigt frühzeitigen Durchrost.
Das Kreuzgelenk der Lenksäule verschleißt und führt zu ruckartigem, schwerem Lenkgefühl. Dauerhaft hilft nur der Austausch des Kreuzgelenks, Schmieren bringt nur kurzfristig Besserung.
Der Ka RBT rostet besonders stark am Unterboden, an den Schwellern und im Tankdeckelbereich. Die mangelnde Werksversiegelung begünstigt frühe Korrosion. Ältere Exemplare benötigen häufig Schweißarbeiten an tragenden Teilen, was den Wert erheblich mindert.
Verschlissene Federbeinlager und Querlenkerbuchsen vorne verursachen Klappern und Poltern über Fahrbahnunebenheiten. Stabilisatorpendelstützen sind ebenfalls ein bekannter Schwachpunkt.
Die Stabilisatorstreben und Koppelstangen des Ford Ka RBT verschleißen früh und verursachen charakteristische Klopfgeräusche. Typisch ab 50.000–80.000 km, besonders bei Stadtbetrieb mit vielen Unebenheiten. Günstige Reparatur, aber häufig nötig.
Der automatische Nachsteller der hinteren Trommelbremse des Ka RBT setzt sich durch Korrosion fest. Die Bremsen blockieren beim Lösen oder werden nicht gleichmäßig nachgestellt. Spezialwerkzeug nötig, Reinigung ohne Schmierung ist die korrekte Lösung.
Das Heizungsventil des Ka RBT versagt häufig und führt zu ungleichmäßiger Temperaturverteilung im Innenraum. Nur ein Original-Ersatzventil bringt eine dauerhafte Lösung. Der Einbau ist aufwändig da das Armaturenbrett teilweise ausgebaut werden muss.