Ford Mondeo
2.0L EcoBoost im Mondeo CD391. Neuere Generation mit verbessertem Block ab 2019. Teilt grundlegende EcoBoost-Schwächen, strukturelle Riss-Problematik bei frühen Modellen.
Turbo-Benziner
200 PS EcoBoost im BA7: flott und angenehm, aber kein Sportler.
Motor-Schwachstellen 6
Die im Tank sitzende Niederdruck-Kraftstoffpumpe ist eine bekannte Schwachstelle aller 2.0 EcoBoost-Motoren. Verstopfter Kraftstofffilter erhöht Pumpenbelastung bis zum Ausfall.
Symptome: Stotterer und Leistungsabfall unter Last, schwieriges Starten, Code P0087, plötzlicher Motorstillstand.
Ältere 2.0 EcoBoost-Motoren zeigen bei hohen Laufleistungen Haarrisse im Open-Deck-Block mit Kühlmitteleintritt. Problem bestand bis ca. 2019, neuerer Block robuster.
Symptome: Kühlmittelverlust ohne sichtbare Leckage, unrunder Kaltstart, Öl-Kühlmittel-Gemisch.
Konstruktiver Serienfehler bis Mitte 2019: Haarriss im Zylinderblock zwischen den Zylindern lässt Kühlmittel in den Brennraum eindringen. Ford hat den Block ab Mitte 2019 überarbeitet.
Symptome: Kühlmittelverlust ohne äußere Leckage; rauer Motorlauf beim Kaltstart; weißer Qualm aus Auspuff; Kühlmittel milchig.
Das Boost-Kontrollmagnetventil oder Wastegate kann Ladedruckinstabilität verursachen. Code P0299 (Turbo-Unterboost) ist häufig dokumentiert, insbesondere bei höheren Laufleistungen.
Symptome: Code P0299, spürbarer Leistungsabfall beim Beschleunigen, Motorwarnleuchte.
Der 2.0 EcoBoost nutzt ausschließlich Direkteinspritzung, wodurch Ölnebel aus dem Kurbelgehäuse die Einlassventile verkokt. Reinigung alle 60.000–80.000 km empfohlen.
Symptome: Leistungsverlust im mittleren Drehzahlbereich; erhöhter Kraftstoffverbrauch; Ruckeln bei 2.000–3.000 U/min; unrunder Leerlauf.
Direkteinspritzung führt zu Koksablagerungen an Einlassventilen. Ohne Saugrohrspülung akkumulieren sich Ablagerungen über die Jahre und reduzieren den Durchflussquerschnitt messbar.
Symptome: Ruckeln beim Kaltstart, nachlassende Beschleunigung, leicht erhöhter Kraftstoffverbrauch ab ca. 80.000 km.
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Rückruf wegen defekter Kupplungsdruckplatte beim 1.6 EcoBoost. Überhitzung kann zu Fahrzeugbrand führen. Rückrufstatus unbedingt vor Kauf prüfen.
Achsaufhängungsgelenke und Lenkgelenke schlagen bei höherer Laufleistung aus. TÜV beanstandet häufig Radlager, Spurstangen und Stabilisatoren. Fahrwerk des MK4 anfällig bei Fahrzeugen über 150.000 km.
Verstopfte Kondenswasserabläufe führen zu stehendem Wasser im Fußraum. Fehlende Dichtungsgummis verstärken das Problem. Schimmelgefahr und Elektronikschäden möglich.
Dieselmodelle des Mondeo Mk4 (1.8 und 2.0 TDCi) leiden typisch ab 150.000 km an Zweimassenschwungrad-Verschleiß. Plastikteile im Korbgetriebe des Powershift können brechen und Splitter im Getriebe verteilen. Ohne Powershift ist nur das ZMS betroffen.
Rückleuchten fallen überdurchschnittlich häufig aus und werden im TÜV beanstandet. Navigationssystem Travelpilot FX zeigt Abstürze und veraltete Karten. Rückfahrkamera versagt.
Im Frontleitungssatz des Mondeo Mk4 kommt es durch Materialmüdigkeit zu Kabelbrüchen, besonders an beweglichen Stellen. Betroffen sind Scheibenwischer, Scheinwerfer und Vorglühanlage. Das Problem tritt bevorzugt bei frühen Baujahren 2007–2009 auf.
Berichte & Tests
Achsaufhängung, Lenkgelenke und Ölverlust belasten den Mondeo IV bei der HU. Die Beleuchtung fällt ebenfalls negativ auf.