Ford Ranger
2.2 Liter Fünfzylinder-Diesel 2198 ccm. Duratorq TDCi. Ranger III 2011-2018 in 125, 150 oder 160 PS. Für europäischen und globalen Markt.
Ranger-Diesel
131 PS: für den Pickup-Alltag ausreichend. Robust und zuverlässig.
Motor-Schwachstellen 6
Defekte Injektoren führen zu Überfettung einzelner Zylinder und Kolbenschäden (Riss im Kolbenboden). Das 2.2L Duratorq hat eine hohe Rate an Motorschäden durch dieses Schadensbild, besonders bei frühen Baujahren. Ford empfiehlt Premium-Diesel für diesen Motor.
Symptome: Klopfgeräusche, starker Leistungsverlust, weißer oder schwarzer Rauch, Motorausfall
Beim Ranger 2.2 TDCi kann die Ölpumpe ausfallen und zu sofortigem Druckverlust führen. Konsequenz ist Kurbelwellenlager- und Turboladerschaden. Ungewöhnliche Geräusche aus dem Motorraum sind das erste Anzeichen.
Symptome: Klopfen aus dem Motor, Öldruckwarnleuchte, Leistungsverlust, Turbogeräusche
Verkokende Injektoren erzeugen ein ungleichmäßiges Einspritzbild, das lokale Überhitzung und Kolbenrisse verursacht. Betroffen vor allem Transit 2006–2011; Inspektion alle 50.000 km empfohlen.
Symptome: Starkes Rauchen, Motorstottern, Leistungsverlust, Motorstörung, im schlimmsten Fall Motorschaden durch Kolbenriss.
Beim Ford 2,2-Duratorq-TDCi (hauptsächlich Transit) verkohlende Injektoren erzeugen ungleichmäßige Einspritzung und beschädigen Kolben sowie Brennräume. Einspritzdrucküberhöhung unter Volllast begünstigt Kolbenlochfraß.
Symptome: Rauchentwicklung, unrunder Lauf, Leistungsverlust unter Last, Fehlercodes zu Einspritzmenge, im schlimmsten Fall Motorschaden
Das AGR-System des 2,2-Duratorq leitet unter ungünstigen Bedingungen vermehrt Rußpartikel in die mittleren Zylinder. Kolbenringe schleifen Ruß in die Zylinderwand ein; ab 100.000 km Kompressionsverlust möglich.
Symptome: Leistungsabfall, starke Rauchentwicklung, erhöhter Ölverbrauch, Fehlercodes zur AGR, Kompressionstest zeigt Druckabfall in mittleren Zylindern
Das AGR-Ventil des 2.2 TDCi verkokst bei Kurzstreckenbetrieb. Im Transit und Ranger häufig als Folge von überwiegendem Stadtbetrieb beobachtet. Reinigung verlängert die Lebensdauer deutlich.
Symptome: Leistungsverlust, Ruckeln, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Motorkontrollleuchte
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Defekte Ölpumpen der 3.2L- und 2.2L-TDCi-Dieselmotoren des Ranger III verursachen ungewöhnliche Motorgeräusche und können bei Nichtbeachtung zu schwerem Lagerschaden führen. Zusammenhang mit überfälligen Ölwechseln oder falscher Ölviskosität.
Nahezu alle Ranger-III-Generationen kämpfen mit Rost, da der Unterbodenkorrosionsschutz ab Werk schwach ist. Schlecht versiegelte Kanten und Hohlräume begünstigen frühzeitigen Rostbefall, besonders an Rahmen, Schwellern und Türunterkanten.
Das Zweimassenschwungrad des 3.2L Diesels gibt bekannte Schwingungsgeräusche und versagt frühzeitig. Vibration und Klackergeräusche beim Kaltstart oder beim Kuppeln sind typische Warnsignale. Austausch häufig zusammen mit Kupplung.
Beim Ranger III mit 3.2L Diesel sind defekte AGR-Ventile und undichte Ladeluftkühler bekannt. AGR-Kühler und Ansaugkrümmerrisse sind weitere Schwachpunkte. Vorbeugend empfiehlt sich regelmäßige Reinigung des AGR.
Die Hinterachse des Ranger III nutzt Blattfedern, die bei häufigem Beladungsbetrieb oder schlechten Straßen früh ermüden. Gebrochene Blattfederblätter und undichte Stoßdämpfer ab 80.000–100.000 km sind typische Werkstattbefunde.
Beim Ranger III rosten die Kabel und Stecker der Raddrehzahlgeber im Radhaus durch. Ungeschützte Verkabelung im Radhaus ist ab Werk schwach. Fehlausgelöste ABS-Warnleuchte und ABS-Deaktivierung sind typische Folgen.