Ford Ranger
2.0 Liter Vierzylinder EcoBlue Diesel 1997 ccm. Ersetzt im Ranger III Facelift 2019 die alten Duratorq-Motoren. 170 oder 213 PS.
Moderner Ranger
170 PS EcoBlue: effizienter und leiser als der Vorgänger.
Motor-Schwachstellen 7
Continental-Injektoren mit fehlerhafter interner Beschichtung (Fahrzeuge Bj. Feb.–Sep. 2019). Die Beschichtung löst sich und blockiert den Injektor. Ford-Servicemaßnahme: kostenloser Injektor-Tausch (Ford TSB-20-2335). Betroffene Fahrzeuge: Transit, Ranger, Focus, Mondeo, S-Max, Galaxy, Edge.
Symptome: Ruckeln, schlechter Leerlauf, Leistungsminderung, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Notlauf
Defekte Injektoren erzeugen erhöhten Rußanteil, der den DPF vorzeitig verstopft. Bei Hochleistungsvariante (190 PS) blockiert Ruß auch den Niederdruckfilter des dualen AGR-Systems. Reparatur erfordert gleichzeitigen Tausch von Injektoren UND DPF (TSB-20-2335). Alleiniger DPF-Tausch löst das Problem nicht dauerhaft.
Symptome: Fehlercode P2002, P02EC, P02FA, Motorkontrollleuchte, Leistungsreduzierung
Der im Ölbad laufende Steuerriemen zersetzt sich und setzt mit Abriebpartikeln das Sieb der Ölpumpe zu. Der Motor stirbt an Mangelschmierung — Lager, Kurbelwelle, Nockenwelle und Turbolader werden zerstört.
Symptome: Keine Vorwarnung: Öldruck fällt ab, Motorlauf wird unruhig, dann Totalschaden. Riemen selbst kann optisch intakt wirken.
Turbolader des 2.0 EcoBlue fällt teils schon vor 50.000 km aus. Ursache: Riemenpartikel im Ölkreislauf oder zu lange Ölwechselintervalle verstopfen die Ölzufuhr zum Turbolager.
Symptome: Pfeifendes Geräusch beim Beschleunigen, spürbarer Leistungsverlust, Blaurauch. Turbo-Warnleuchte kann ausbleiben.
Konstruktionsbedingte Ungleichverteilung der AGR-Abgase führt zu überhöhtem Rußeintrag in die mittleren Zylinder. Rußpartikel verursachen Abrasionsverschleiß durch Kolbenringe — Kompressionsverlust und Motoraustausch.
Symptome: Unruhiger Leerlauf, erhöhter Ölverbrauch, weißer oder schwarzer Rauch, hoher Kraftstoffkorrekturwert im Fehlerspeicher.
Der NOx-Sensor des SCR-Abgasnachbehandlungssystems fällt vorzeitig aus. Fehlercode P20EE ist typisch. Der AdBlue-Verbrauch steigt messbar an, da das System auf Grundeinstellung zurückfällt. Sensoraustausch ist verhältnismäßig günstig.
Symptome: Motorkontrollleuchte P20EE, erhöhter AdBlue-Verbrauch, gelegentliche Startsperre nach vielen km
Defekte Einspritzventile verhindern vollständige DPF-Regeneration; der Filter verstopft vor 100.000 km. Ford hat betroffene Injektoren und DPFs im Rückruf bis 160.000 km kostenlos ersetzt.
Symptome: DPF-Warnleuchte, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Motorlaufruckeln, Notlaufprogramm aktiv.
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Defekte Ölpumpen der 3.2L- und 2.2L-TDCi-Dieselmotoren des Ranger III verursachen ungewöhnliche Motorgeräusche und können bei Nichtbeachtung zu schwerem Lagerschaden führen. Zusammenhang mit überfälligen Ölwechseln oder falscher Ölviskosität.
Nahezu alle Ranger-III-Generationen kämpfen mit Rost, da der Unterbodenkorrosionsschutz ab Werk schwach ist. Schlecht versiegelte Kanten und Hohlräume begünstigen frühzeitigen Rostbefall, besonders an Rahmen, Schwellern und Türunterkanten.
Das Zweimassenschwungrad des 3.2L Diesels gibt bekannte Schwingungsgeräusche und versagt frühzeitig. Vibration und Klackergeräusche beim Kaltstart oder beim Kuppeln sind typische Warnsignale. Austausch häufig zusammen mit Kupplung.
Beim Ranger III mit 3.2L Diesel sind defekte AGR-Ventile und undichte Ladeluftkühler bekannt. AGR-Kühler und Ansaugkrümmerrisse sind weitere Schwachpunkte. Vorbeugend empfiehlt sich regelmäßige Reinigung des AGR.
Die Hinterachse des Ranger III nutzt Blattfedern, die bei häufigem Beladungsbetrieb oder schlechten Straßen früh ermüden. Gebrochene Blattfederblätter und undichte Stoßdämpfer ab 80.000–100.000 km sind typische Werkstattbefunde.
Beim Ranger III rosten die Kabel und Stecker der Raddrehzahlgeber im Radhaus durch. Ungeschützte Verkabelung im Radhaus ist ab Werk schwach. Fehlausgelöste ABS-Warnleuchte und ABS-Deaktivierung sind typische Folgen.