Hyundai i20
Solider Vierzylinder-Saugmotor mit Steuerkette. Zuverlässig und genügsam, ausreichend für den Stadtverkehr.
Vernünftiger Kleinwagen
Der i20 GB fährt sich angenehm, ohne wirklich aufzufallen. Zuverlässig und gut verarbeitet.
Motor-Schwachstellen 5
Kleinstturbo des 1.0 T-GDi arbeitet thermisch stark beansprucht. Ölwechselintervalle unter 10.000 km dringend empfohlen. Abstellvorgang ohne Nachlaufzeit schädigt Turbolager.
Symptome: Pfeifgeräusch bei Volllast, reduzierte Boost-Leistung, Ölaustritt am Turbolader.
Trotz kleinem Hubraum akkumuliert Kappa 1.0 T-GDi Ruß auf Einlassventilen durch Direkteinspritzung. Kurzstreckenfahrten begünstigen Verkokung erheblich.
Symptome: Leerlaufruckeln, verzögertes Anspringen, Leistungsdelle, Kaltstart-Misfires.
Der Kettenspanner des 1.4-L-Kappa verliert bei langen Ölwechselintervallen Funktion. Kaltstartrasseln ist typisches Warnsignal; bei Vernachlässigung springt die Kette und verbiegt Ventile.
Symptome: Metallisches Rasseln direkt nach dem Kaltstart für wenige Sekunden, Motorkontrolllampe bei starkem Verschleiß.
Die Wasserpumpe des G4LA hat eine begrenzte Lebensdauer; Undichtigkeiten führen zu Kühlmittelverlust. Bei vernachlässigtem Kühlmittelstand droht Überhitzung und Zylinderkopfschaden.
Symptome: Kühlmittelverlust, Überhitzungsanzeige, süßlicher Geruch, Kühlmittelflecken unter dem Fahrzeug.
In den USA wurde eine Klassenklage gegen Hyundai wegen übermäßigem Ölverbrauch bei Kappa-Motoren eingereicht. Hyundai erklärt bis zu 1 L/1.000 Meilen als "normal"; in der Praxis führt das zu Motorschäden.
Symptome: Ölstandsabfall unter 1.000 Meilen (ca. 1.600 km), Blaurauch beim Beschleunigen, gelegentliches Motorstottern.
Fahrzeug-Schwachstellen 10
Kupplung des i20 GB verschleißt im Stadtbetrieb frühzeitig. Bei sportiver Fahrweise oder häufigem Stop-and-go ist mit verkürzter Lebensdauer zu rechnen. Kupplungsrupfen und Schlupf sind typische Symptome.
Hintere Trommelbremsen oder Scheibenbremsen klemmen im i20 GB bei stadtlastigem Betrieb, da sie selten stark belastet werden. TÜV beanstandet regelmäßig die Bremsleistung hinten.
Unter der Heckklappe-Dichtgummis bildet sich Rost, da dort Feuchtigkeit eingeschlossen wird. Typische Hyundai-Schwachstelle dieser Generation. Frühzeitige Erkennung und Versiegelung empfohlen.
Fahrer des i20 GB berichten von ungleichmäßigem Reifenverschleiß, der auf mangelhafte Spur- oder Sturzeinstellung hindeuten kann.
TÜV beanstandet beim i20 GB regelmäßig Abblendlicht, Rückleuchten und Blinker. Birnenausfälle, Steckerkorrosion und nachlassende Dichtungen im Scheinwerfer sind typische Schwachstellen.
Hintere Bremsen werden im Stadtverkehr kaum beansprucht und klemmen dadurch. Bremsscheiben und -beläge können schon nach 30.000–40.000 km vorzeitig verschlissen sein.
Wie beim Vorgänger knarzen die elektrischen Außenspiegel beim Verstellen oder Einparken. Ein typisches i20-Erbübel durch Kunststoffspiel im Spiegelgehäuse.
Außenspiegel des i20 GB erzeugen Knarr- und Quietschgeräusche beim Fahren, besonders bei tiefen Temperaturen. Ursache sind Kunststoffclips und Gummidichtungen, die im Alter spröde werden.
Abblendlicht, hintere Beleuchtung und Blinker werden überdurchschnittlich häufig beim TÜV bemängelt. Leuchtmittelausfälle und falsch eingestellte Scheinwerfer treten regelmäßig auf.
Sitzbezüge bilden im Laufe der Zeit Wellen. Außenspiegel knarzen bei Temperaturschwankungen. Scheibenwaschanlage ist ungünstig positioniert.
Berichte & Tests
Der zweite i20 zeigt in jungen Jahren überdurchschnittlich wenige Mängel bei der HU.
Der i20 GB zeigt durchschnittliche Pannenwerte mit leichten Schwächen bei der Starterbatterie.