Hyundai Kona
Aufgeladener Dreizylinder mit Direkteinspritzung. Lebhaft und sparsam, aber Turbo und GDI erfordern aufmerksame Wartung.
Kleines SUV für den Alltag
Der Kona OS ist ein kompakter Crossover, der seinen Job solide erledigt — Fahrspaß steht hier nicht im Vordergrund.
Motor-Schwachstellen 6
Der kleine Turbo des G3LC ist sehr ölqualitätssensibel. Zu lange Ölwechselintervalle oder verbranntes Öl führen zu Lagerverschleiß. Turboausfälle ab 80.000 km sind im Forum gut dokumentiert.
Symptome: Pfeifende Geräusche aus dem Turbobereich, Leistungsabfall, Blaurauch beim Beschleunigen, erhöhter Ölverbrauch.
Die Steuerkette des 1.0 T-GDi Kappa II kann bei vernachlässigten Ölwechseln schon unter 30.000 km beschädigt werden. Kia/Hyundai hat 2020 einen überarbeiteten Kettenspanner eingeführt.
Symptome: Rasseln beim Kaltstart, Motorkontrolllampe, im schlimmsten Fall überspringende Kette mit Ventilschaden.
Der G3LC 1.0 T-GDI Kappa II zeigt eine deutliche Neigung zur Steuerkettenlängung schon ab 40.000–66.000 km. Verschlissene Kettenspanner und Führungsschienen sind ursächlich für das Rasseln beim Kaltstart.
Symptome: Metallisches Rasseln aus dem Motorraum beim Kaltstart, das sich bei Betriebstemperatur verbessert; in fortgeschrittenem Stadium dauerhaftes Geräusch und unrunder Lauf
Direkteinspritzung verhindert, dass Kraftstoff die Einlassventile reinigt. Karbonablagerungen bauen sich ab ca. 60.000–80.000 km auf und mindern Leistung und Effizienz.
Symptome: Ruckeln im Teillastbereich, schlechteres Ansprechverhalten, erhöhter Kraftstoffverbrauch, gelegentliche Fehlzündungen.
Hoher Turbolader-Druck in Relation zum kleinen Motorvolumen belastet die Kolbenringe. Ölverbrauch bis 0,5 L/1.000 km bei sportlicher Fahrweise wird als normal eingestuft; darüber hinaus ist der Motor defekt.
Symptome: Regelmäßiger Ölstandsabfall, leichter Blaurauch unter Last, Ölgeruch aus dem Auspuff.
Der kleine Turbolader des G3LC zeigt gelegentlich Wastegate-Aussetzer durch lockere Stecker an der Steuereinheit. Folge sind ein schwankender Ladedruck und sporadischer Leistungsverlust bei mittleren bis hohen Drehzahlen.
Symptome: Unregelmäßiger Leistungsabruf, Rasseln aus dem Turbobereich im Kaltbetrieb, sporadisches Einliefern in den Notlaufmodus
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Kona-Modelle des Baujahrs 2018 wurden wegen eines elektrischen Kurzschlusses mit Brandgefahr zurückgerufen. Vor Kauf unbedingt Rückruf-Status prüfen.
Einzelne Kona EV-Exemplare zeigen ungewöhnlich schnellen Akku-Kapazitätsverlust oder kurzzeitige Ausfälle. Hyundai hat Ladekapazität zunächst auf 90 % begrenzt, betroffene Fahrzeuge bekamen neue Batterie.
Fahrzeuge aus 2018–2020 mit LG-Energiespeicher-Zellen wurden wegen erhöhtem Kurzschluss- und Brandrisiko zurückgerufen. Betroffen sind weltweit über 77.000 Fahrzeuge; bei vollgeladenem Akku besteht auch im Stand Brandgefahr.
Kona OS-Modelle aus 2020 sind von einem Rückruf betroffen, weil das Notrufsystem (eCall) bei Airbag-Auslösung die Fahrzeugidentifikationsnummer nicht korrekt überträgt. Software-Update behebt das Problem.
Die Start-Stopp-Automatik des Kona OS ist fehleranfällig, häufig durch unzureichende Batterieladung bei Kurzstreckenfahrten.
Beim Kona OS (Facelift ab 2020) wird das Abblendlicht bei dreijährigen Fahrzeugen häufiger beanstandet als beim Klassendurchschnitt.
Elektro- und Hybridvarianten des Kona OS nutzen Rekuperation statt mechanischer Bremse, dadurch rosten Bremsscheiben bei wenig Nutzung. Schleifgeräusche und ungleichmäßige Abbremsung entstehen.
Berichte & Tests
Der Kona OS liefert in allen Altersklassen überdurchschnittlich gute TÜV-Ergebnisse.
Der Kona OS überzeugt mit niedrigen Pannenwerten im Kompakt-SUV-Segment.