Hyundai Kona Hybrid
Atkinson-Zyklus-Motor optimiert für Hybridantrieb. Hoher Wirkungsgrad im Zusammenspiel mit dem Elektromotor.
Agiles Kompakt-SUV mit Turbo
Der Kona OS mit 1.6 T-GDI ist überraschend agil und macht auf kurvigen Strecken Spaß trotz des höheren SUV-Schwerpunkts.
Motor-Schwachstellen 6
Die Luftkühlung der Hochvoltbatterie im Ioniq HEV kann bei extremen Außentemperaturen (>35°C) oder verstopftem Luftfilter versagen. Das BMS reduziert dann die Ladeleistung und E-Reichweite stark.
Symptome: Batterie-Temperaturwarnung, drastisch reduzierte E-Reichweite im Sommer, langsames Laden, Hybrid-Warnleuchte.
Als reiner GDI-Motor ohne Einlass-Benzinwäsche neigt der G4LE zur Karbonisierung der Einlassventile. Im Hybridbetrieb mit viel E-Anteil beschleunigt sich der Prozess durch häufiges Kaltstart-GDI.
Symptome: Ruckeln beim Kaltstart, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Leistungsverlust unter 2000 U/min, Motorstottern.
GDI-Hybridmotoren wie der G4LE laufen häufig in teillastigen Kurzzyklen, was die Kolbenringe nicht ausreichend einlaufen lässt. Folge ist messbar erhöhter Ölverbrauch ab ca. 80.000 km.
Symptome: Ölstand sinkt zwischen Wechseln, leichter Blaurauch beim Warmlaufen, Ölflecken im Auspuffrohr.
Der G4LE 1.6 GDi Hybridmotor hat bekannte Probleme mit dem Nockenwellensensor (Fehlercode P034000). Einzelne Fahrzeuge mussten den Sensor zwei- bis dreimal innerhalb weniger Jahre ersetzen lassen.
Symptome: Motorkontrollleuchte, Fehlercode P034000, unrunder Motorlauf, Startprobleme bei Warmstart
Kappa 1.4 MPI Saugmotor mit Steuerkette. Wie alle Kappa-Motoren anfällig für Spanner-Verschleiß bei verzögertem Ölwechsel. Insgesamt robuste Einheit für den Stadtbetrieb.
Symptome: Rasseln beim Kaltstart, nachlassend nach dem Warmlaufen; selten ernsthafte Folgeschäden.
Ioniq-Hybrid-Modelle vor dem Modelljahr 2019 haben keinen Partikelfilter. Der G4LE GDi erzeugt messbar höhere Partikelemissionen als Euro-6d-konforme Nachfolger. Fahrverbote in bestimmten Umweltzonen möglich.
Symptome: Keine direkten Fahrerleistungsmerkmale; erhöhte Partikelabgabe messbar beim Test; Probleme in Umweltzonen
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Das DCT des Kona OS zeigt Ruckeln beim Schalten und später nachlassende Beschleunigung. Besonders in der Stadt hohe Belastung für die Kupplung.
Kona-Modelle des Baujahrs 2018 wurden wegen eines elektrischen Kurzschlusses mit Brandgefahr zurückgerufen. Vor Kauf unbedingt Rückruf-Status prüfen.
Einzelne Kona EV-Exemplare zeigen ungewöhnlich schnellen Akku-Kapazitätsverlust oder kurzzeitige Ausfälle. Hyundai hat Ladekapazität zunächst auf 90 % begrenzt, betroffene Fahrzeuge bekamen neue Batterie.
Fahrzeuge aus 2018–2020 mit LG-Energiespeicher-Zellen wurden wegen erhöhtem Kurzschluss- und Brandrisiko zurückgerufen. Betroffen sind weltweit über 77.000 Fahrzeuge; bei vollgeladenem Akku besteht auch im Stand Brandgefahr.
Das 7-Gang-DCT des Kona OS neigt bei Stadtfahrten zu ruckligen Schaltvorgängen und verzögertem Ansprechen beim Anfahren. Kupplungsverschleiß bei Kurzstrecke und Anhängerbetrieb erhöht.
Kona OS-Modelle aus 2020 sind von einem Rückruf betroffen, weil das Notrufsystem (eCall) bei Airbag-Auslösung die Fahrzeugidentifikationsnummer nicht korrekt überträgt. Software-Update behebt das Problem.
Die Start-Stopp-Automatik des Kona OS ist fehleranfällig, häufig durch unzureichende Batterieladung bei Kurzstreckenfahrten.
Beim Kona OS (Facelift ab 2020) wird das Abblendlicht bei dreijährigen Fahrzeugen häufiger beanstandet als beim Klassendurchschnitt.
Elektro- und Hybridvarianten des Kona OS nutzen Rekuperation statt mechanischer Bremse, dadurch rosten Bremsscheiben bei wenig Nutzung. Schleifgeräusche und ungleichmäßige Abbremsung entstehen.
Berichte & Tests
Der Kona OS liefert in allen Altersklassen überdurchschnittlich gute TÜV-Ergebnisse.
Der Kona OS überzeugt mit niedrigen Pannenwerten im Kompakt-SUV-Segment.