Hyundai Santa Fe
GDI-Saugmotor mit guter Leistung. Direkteinspritzung erfordert gelegentliche Ansaugreinigung.
Premium-SUV, kein Sportwagen
Der Santa Fe TM bietet hohen Komfort und gute Ausstattung — für Kurvendynamik ist er zu schwer.
Motor-Schwachstellen 5
Theta II 2.4 GDi ebenfalls von weltweitem Hyundai-Rückruf betroffen. 3,9 Millionen Fahrzeuge eingeschlossen. Garantieverlängerung auf 15 Jahre/150.000 Meilen für Pleuellager.
Symptome: Klopfgeräusche aus dem Motor, Öldruckabfall, plötzlicher Motorstillstand, Brandgefahr durch Metallspäne.
Der G4KJ 2,4L GDi ist Teil der Hyundai Theta-II-Rückrufreihe. Metallspäne aus der Kurbelwellenfertigung blockieren Ölkanäle und verursachen Pleuellagerschäden. Betroffen sind diverse Sonata-, Santa Fe- und ix35-Modelljahre.
Symptome: Metallisches Klopfen, Motorwarnung, Öldruckabfall, Motorstillstand
Wie alle Theta-II-Motoren neigt der G4KJ zu Steuerkettendehnung bei vernachlässigten Ölwechseln. Eine übergesprungene Kette trifft Ventile an Kolben. Werkstattreparatur umfasst kompletten Kettensatz und oft Zylinderkopfinstandsetzung.
Symptome: Kettenrasseln beim Kaltstart, Leistungseinbruch, Motorfehlerzündung
Wie alle GDi-Direkteinspritzer bildet G4KJ Ablagerungen auf Einlassventilen. Regelmäßige Motorspülung oder Walnut-Blasting alle 60.000–80.000 km empfohlen.
Symptome: Unrunder Leerlauf, Beschleunigungsruckeln, P030x-Zündfehler, Motorleistungsverlust.
Der G4KJ neigt ab 100.000 Meilen zu messbar erhöhtem Ölverbrauch durch Kolbenring- und Dichtungsverschleiß. Das Sammmelklageverfahren gegen Hyundai wegen überhöhten Ölverbrauchs schloss explizit den Theta-Motor ein.
Symptome: Steigender Ölverbrauch auf 0,5–1 l/1.000 km, Öldruckwarnung, Blaurauch
Fahrzeug-Schwachstellen 10
Schmutz und Feuchtigkeit können ins ABS-Modul eindringen und einen Kurzschluss verursachen, der zur Brandgefahr führt. Weltweit 91.900 Fahrzeuge betroffen, davon 2.778 in Deutschland.
Fehlerhafte Ansteuerung der elektrischen Ölpumpe führt zu Druckabfall im Doppelkupplungsgetriebe und Antriebskraftverlust. Rückruf 21D155 betrifft Produktion März 2021 bis April 2022, 1.701 Fahrzeuge in Deutschland.
Lenkrad kann sich während der Fahrt von der Lenksäule trennen und zum vollständigen Verlust der Fahrzeugkontrolle führen. Rückruf NHTSA 18V118000 betrifft 41.070 Fahrzeuge.
Rückruf am Santa Fe TM wegen mangelhafter Kraftstofftank-Verstärkung, die bei bestimmten Unfallszenarien eine Brandgefahr darstellt. Betroffene Fahrzeuge erhielten Verstärkungsbleche.
Beim 2.0 CRDi wurden eingelaufene Nockenwellenlager bereits ab etwa 33.000 km dokumentiert. Ein Materialfehler am Zylinderkopf führt ohne erkennbare Warnung zu starken Laufgeräuschen und Motorschäden.
Das hohe Fahrzeuggewicht von über 1.900 kg belastet die Bremsanlage überproportional. Hintere Bremsscheiben und -beläge verschleißen schneller als erwartet und müssen früher gewechselt werden.
Hinterlegte Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN) im eCall-Notrufsystem kann fehlerhaft sein und im Notfall falsche Fahrzeugdaten übermitteln. Korrektur durch Händler per Software.
Beim Santa Fe TM werden undichte Wellendichtringe an der Getriebe-Antriebswelle gemeldet. Braun-rostiges Getriebeöl tritt aus, Dichtring muss mehrfach ersetzt werden wenn Welle verschlissen ist.
Querlenker-Kugelgelenke und Manschetten verschleißen beim Santa Fe TM durch das hohe Fahrzeuggewicht. Erste Knackgeräusche nach 40.000–80.000 km, TÜV beanstandet Achsgelenke.
Feststellbremse des Santa Fe TM betätigt die Hinterräder ungleichmäßig. TÜV-Auswertungen zeigen Beanstandungen der Parkbremse als bekannte Schwachstelle. Typisch nach 50.000 km.
Berichte & Tests
Der Santa Fe TM erreicht durchschnittliche Pannenwerte im Mittelklasse-SUV-Segment.