Lancia Lybra 839
Schwachstellen, Motorenbewertung und Kaufberatung
Der Lancia Lybra war von 1999 bis 2005 Lancias Angebot in der Mittelklasse, ein biederer, betont komfortorientierter Wagen im Fiat/Alfa-Verbund, der als Limousine und als Kombi (SW) angeboten wurde. Er sollte an die große Lancia-Tradition anknüpfen, blieb aber kommerziell blass und wirkt heute wie ein solide gemachtes, aber wenig begehrtes Auto. Wer den Lybra fahren will, sucht Komfort und eigenwilligen Charme, keine sportlichen Ambitionen. Als Youngtimer ist er günstig, aber Teileversorgung und Werkstatt-Know-how sind der eigentliche Knackpunkt.
Technisch teilt sich der Lybra die Antriebe mit Alfa 156 und Konzerngeschwistern. Bei den Benzinern ist der 1.8 16V mit rund 130 PS der vernünftige Kompromiss aus Fahrleistung und Verbrauch, der 1.6 16V ist zuverlässig, aber für das Gewicht knapp motorisiert. Der 2.0 20V Fünfzylinder mit rund 150 PS läuft seidig und ist der Charaktermotor der Baureihe, ohne brachial zu sein. Auf der Dieselseite dominieren die JTD-Common-Rail-Aggregate: Die früheren 1.9 JTD haben noch Kinderkrankheiten der ersten Rail-Generation, die späteren Ausbaustufen (85 kW) gelten als die ausgereiftesten. Die großen 2.4 JTD Fünfzylinder sind komfortable Langstreckenmotoren mit sattem Drehmoment.
Bei allen Motoren gilt: Der Zahnriemen ist Pflichtprogramm und muss im Intervall gewechselt werden, da es sich um Interferenzmotoren handelt. Reißt er, ist der Motor hin. Typisch sind außerdem verkokte AGR-Ventile, klemmende VTG-Leitschaufeln bei den Turbodieseln und bei den Benzinern Phasensteller-Verschleiß und sich lösende Steckverbindungen an den Steuergeräten. Verklebte Zündkerzen und -stecker sind ein wiederkehrendes Ärgernis.
Am Fahrzeug selbst sind die Schwächen typisch für Fiat-Konzernautos dieser Zeit. Die Climatronic mit ihren Stellmotoren und der Elektronik fällt gern aus, Fensterheber verabschieden sich über Gleitzungen und Seilzug, der unterdimensionierte Heckwischermotor gibt häufig auf. An der Vorderachse verschleißen Stabilisatorbuchsen und Spurstangen. Korrosion trifft Schwellerendkappen, Türgriffe, Bremsleitungen und die Massekabel im Motorraum. Bei den JTD-Varianten verschleißt die Kupplung früh, und der Thermostat ist ein bekannter Ausfallkandidat.
Fazit: Der Lybra ist ein ehrliches, komfortables Auto mit eigenständigem Charakter, aber ohne Wertsteigerungspotenzial und mit einer Elektrik, die Geduld verlangt. Empfehlenswert ist ein gepflegter 1.8 16V oder ein später 1.9 JTD (85 kW) mit lückenloser Zahnriemenhistorie. Wer die Wartung ernst nimmt und einen Schrauber mit Alfa/Lancia-Erfahrung an der Hand hat, bekommt ein günstiges, angenehm zu fahrendes Auto. Wer eine sorglose Alltagskarre sucht, ist woanders besser aufgehoben.
150 PS
Lybra · Benzin
Fünfzylinder-Charme
Macht Spaß!110–116 PS
1.9L JTD Diesel
3 Schwachstellen
Gute WahlKarosserie-Varianten
Den Lancia Lybra 839 gibt es als Limousine und Kombi — wähle deine Karosserie für spezifische Versicherungsdaten:
Motoren-Übersicht
Der Lancia Lybra 839 ist mit 8 Motorisierungen erhältlich — von 103 PS bis 150 PS. Bei 2 Motorisierungen gab es einen Motorwechsel — hier ist das Baujahr entscheidend.
Frühe Generation des Common-Rail-Vierzylinderdiesels mit rund 1,9 Litern — echte Pioniertechnik ihrer Zeit, aber mit den Kinderkrankheiten der ersten Rail-Systeme. Die Einspritzventile sind der wunde Punkt und fallen bei schlechtem Kraftstoff oder verschlepptem Filterwechsel aus. Der Antrieb ist ein Interferenzmotor, dessen Zahnriemen strikt im Pflichtintervall zu wechseln ist, sonst droht der kapitale Schaden. Turbolader und Wellendichtungen wollen mit Blick auf Öldruck und Ölqualität gepflegt sein. Ein charaktervoller Diesel, der jedoch penible Wartung einfordert.
- !! Zahnriemen Pflichtintervall 60.000 km ab 60.000 km
Der Zahnriemen des 2.0 Twin Spark AR32302 muss alle 60.000 km gewechselt werden. Motorschaden bei Riss. Wasserpumpe immer mitschöpfen.
Symptome: Kein direktes Symptom — Pflichtintervall. Geräusche vom Riemenbereich können auf Verschleiß hinweisen - !! Phasensteller-Verschleiß und Klopfen ab 100.000 km
Der Nockenwellen-Phasensteller des 2.0 Twin Spark AR32302 schlägt durch Verschleiß und erzeugt charakteristisches Klopfen bei Leerlauf. Kosten für Materialien ca. 400 EUR, mit Lohn bis 1.000 EUR.
Symptome: Klopfen bei Leerlauf das verschwindet wenn Drehzahl steigt, Motorlauf wie Diesel bei Kaltstart - ! Zündkerzen verkleben im Gewinde ab 60.000 km
Die acht Zündkerzen des Twin Spark AR32302 verkleben durch Korrosion und thermische Ausdehnung mit den Gewinden. Zündkerzenwechsel ohne Spezialwerkzeug kann teuer werden.
Symptome: Zündaussetzer, Motorstottern nach längerem Betrieb, rauer Lauf bei Kaltstart
Dieser überarbeitete 1,9-Liter-JTD-Common-Rail-Diesel bietet gegenüber dem Vorgänger eine leicht gesteigerte Leistung bei gleicher, bewährter Grundtechnik und verbesserter Einspritzung. Kräftiges Drehmoment und guter Verbrauch machen ihn zum soliden Alltagsdiesel, doch die üblichen Verschleißpunkte bleiben: Injektoren verlieren mit der Zeit an Präzision, das AGR-Ventil verkokt durch Ruß, und beim VTG-Turbolader können die Leitschaufeln durch Ölkohle blockieren, was Leistungsverlust oder Notlauf auslöst. Der Zahnriemen ist ein striktes Pflichtintervall. Regelmäßige Ölwechsel und gelegentliche Autobahnfahrten halten Turbo und Abgasstrecke frei. Grundsolide und reparaturfreundlich.
- !! Zahnriemen Pflichtintervall ab 120.000 km
Der Zahnriemen des 2.4 JTD AR37101 muss alle 120.000 km gewechselt werden. Immer Wasserpumpe und Spannrollen mitschöpfen. Riemenriss führt zu Motorschaden.
Symptome: Kein direktes Symptom — Pflichtintervall. Fehlender Wartungsnachweis ist Kaufrisiko - !! VTG-Turbo Leitschaufeln blockieren ab 120.000 km
Die variablen Leitschaufeln des VTG-Turbos im 2.4 JTD AR37101 verklemmen durch Ablagerungen. Leistungsverlust bei mittleren Drehzahlen ist das typische Symptom.
Symptome: Schlechte Beschleunigung, Pfeifgeräusch, Leistungsloch im mittleren Drehzahlbereich, Rauch - ! AGR-Ventil Koksablagerungen ab 100.000 km
Das AGR-Ventil des 2.4 JTD AR37101 setzt sich durch Koks zu und verursacht Leistungsabfall. Reinigung alle 60.000 km nötig; EGR-Blanking-Plates sind eine gängige Nachrüstlösung.
Symptome: Ruckeln bei Teillast, Fehlerspeicher P0401, unruhiger Leerlauf, Leistungsabfall
Späte Ausbaustufe des 1.9-JTD-Common-Rail-Diesels und die ausgereifteste der 1.9-Generationen. Turbo und Einspritzung gelten als langlebig, sofern das Öl regelmäßig gewechselt wird, und der Zahnriemen läuft im komfortablen Langintervall. Die typischen Schwachstellen sind das AGR-Ventil, das durch Rußablagerungen Fehlfunktionen zeigt, sowie das Stellglied des VTG-Turboladers, das durch Verkokung träge wird oder ganz ausfällt. Bei sehr hoher Laufleistung lässt die Injektorpräzision nach, was sich durch unruhigen Lauf ankündigt. Insgesamt ein dankbarer, robuster Selbstzünder.
- !! VTG-Turbo Stellglied defekt ab 100.000 km
Das Vakuum-Stellglied des VTG-Turboladers des 937A2000 verschleißt oder wird durch poröse Schläuche undicht. Zu niedriger Ladedruck und Leistungsabfall sind die Folge.
Symptome: Schlechte Beschleunigung, Leistungsabfall ab 2.000 U/min, Motorkontrollleuchte, Pfeifgeräusch - !! Injektor-Verschleiß bei hohen Laufleistungen ab 160.000 km
Die Injektoren des 1.9 JTD 937A2000 verschleißen bei hohen Laufleistungen und verursachen unruhigen Motorlauf. Einzelner Injektor ca. 250 EUR; Neuprogrammierung ist immer erforderlich.
Symptome: Unruhiger Motorlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Rauchen aus dem Auspuff - ! AGR-Ventil Fehlfunktion ab 80.000 km
Das AGR-Ventil des 1.9 JTD 937A2000 (Lancia Lybra/Alfa 156) setzt sich mit Koks zu und verursacht Ruckeln sowie Fehlercodes. Reinigung oder Tausch alle 60.000–80.000 km empfohlen.
Symptome: Fehlerspeicher P0401, Ruckeln bei Teillast, Leistungsabfall, unruhiger Leerlauf
Großer Fünfzylinder-Common-Rail-Diesel mit rund 135 PS und sattem, tiefem Drehmoment — ein komfortabler Langstreckenmotor mit ruhigem Lauf. Der Zahnriemen läuft im Interferenzmotor und muss strikt nach Pflichtintervall gewechselt werden, sonst droht kapitaler Schaden. Teuer im Fehlerfall sind die Injektoren, die intern lecken und Druck verlieren, was sich in Startproblemen und unrundem Lauf zeigt. Auch der Phasensteller kann mit Klopfen und Verschleiß auffallen. Gebrauchtkauf lohnt nur mit belegter Wartung und geprüfter Einspritzanlage, dann ein souveräner Reisebegleiter.
- !! Zahnriemen Pflichtintervall ab 60.000 km
Der Zahnriemen des 2.0 Twin Spark 839A5000 muss alle 60.000 km oder 5 Jahre gewechselt werden. Bei Riss droht Motorschaden. Wasserpumpe immer mitschöpfen.
Symptome: Kein direktes Symptom — Pflichtintervall. Fehlender Nachweis ist erhebliches Kaufrisiko - !! Phasensteller-Klopfen und Verschleiß ab 100.000 km
Der Nockenwellen-Phasensteller des 2.0 Twin Spark 839A5000 (Lancia Lybra) schlägt durch Verschleiß und erzeugt Klopfgeräusche. Typisches Problem ab 100.000 km.
Symptome: Klopfen bei Leerlauf das bei höherer Drehzahl verschwindet, Motorlauf wie Diesel - !! Injektoren — interne Leckage und Druckverlust ab 130.000 km
Die Common-Rail-Injektoren des 2.4 JTD verlieren bei hoher Laufleistung ihre Abdichtung. Kraftstoff gelangt unkontrolliert zurück, der Raildruck sinkt. Besonders beim Kaltstart macht sich der Druckverlust bemerkbar.
Symptome: Schwieriger Kaltstart, langer Anlasserversuch, weißer Qualm nach dem Start, unrunder Leerlauf.
Mittlere Leistungsstufe des Fünfzylinder-JTD mit rund 140 PS und Zehnventil-Kopf. Ein solider Langstreckendiesel mit gutem Drehmoment und ruhigem Lauf, der bei ordentlicher Pflege hohe Kilometerstände erreicht. Der Zahnriemen ist ein striktes Pflichtintervall und am Fünfzylinder aufwändig. Als Schwachstellen gelten der Verschleiß des Phasenstellers sowie ein durch Ruß verkokendes AGR-Ventil, das sich mit schlechter Gasannahme meldet. Injektoren und Turbolader bei hoher Laufleistung kontrollieren. Ein Wagen mit regelmäßigen Autobahnetappen ist einem reinen Kurzstreckenauto deutlich vorzuziehen.
- !! Zahnriemen Pflichtintervall ab 60.000 km
Der Zahnriemen des 1.8 Twin Spark 839A6000 muss alle 60.000 km oder 5 Jahre gewechselt werden. Motorschaden bei Riss. Wasserpumpe immer mitschöpfen.
Symptome: Kein direktes Symptom — Pflichtintervall. Geräusche vom Riemenbereich als Warnsignal - ! Phasensteller-Verschleiß ab 100.000 km
Der Nockenwellen-Phasensteller des 1.8 Twin Spark 839A6000 kann durch Verschleiß Klopfgeräusche entwickeln. Problem tritt meist nach 80.000–100.000 km auf.
Symptome: Klopfen oder Rasseln bei Leerlauf, Motorlauf wie Diesel, nachlässt bei hoher Drehzahl - ! AGR-Ventil verrußt — schlechte Gasannahme ab 90.000 km
Das Abgasrückführventil und der Ansaugtrakt des 2.4 JTD verkoken durch Rußablagerungen. Besonders bei häufigem Stadtbetrieb nimmt der Motor das Gas schlecht an und ruckelt bei Teillast. Regelmäßige Reinigung verlängert die Lebensdauer.
Symptome: Schlechte Gasannahme, Ruckeln im Teillastbereich, Motorwarnleuchte, Leistungsverlust bei niedrigen Drehzahlen.
Fünfzylinder-Common-Rail-Diesel mit rund 150 PS, eng verwandt mit den bekannten Alfa-Aggregaten dieser Ära. Solider Grundmotor mit sattem Drehmoment und angenehmem Klang, aber ausgesprochen wartungsintensiv. Der Zahnriemen läuft in einem Interferenzmotor — reißt er, ist der Schaden kapital, deshalb striktes Intervall einhalten. Weitere Klassiker sind ein verkoktes AGR-Ventil, abbrechende Saugrohr-Drallklappen, die angesaugt werden und Motorschäden verursachen, sowie interne Injektorleckagen. Gebrauchtkauf nur mit lückenlosem Wartungsnachweis wirklich empfehlenswert.
- !! Zahnriemenabriss — Interferenzmotor ab 120.000 km
Der 2.4 JTD ist ein Interferenzmotor: Reißt der Zahnriemen, kollidieren Ventile und Kolben. Wechselintervall 120.000 km oder 4 Jahre. Kosten inkl. Spannrollen und Wasserpumpe 500–1.300 €.
Symptome: Plötzlicher Motorstillstand ohne Vorwarnung, lautes Schlagen aus dem Motorraum, kein Neustart möglich. - !! Saugrohrklappen brechen ab — Motorschaden ab 130.000 km
Metallene Saugrohrklappen verharzen durch EGR-Ablagerungen und können abbrechen. Bruchstücke gelangen in den Brennraum und verursachen schwere Kolben- und Ventilschäden.
Symptome: Metallisches Klackern, plötzlicher Leistungsverlust, Motorfehlercodes im Saugrohrbereich, im schlimmsten Fall Motorstillstand. - !! Interne Injektorleckage ab 150.000 km
Erste Generation Common-Rail-Injektoren des 2.4 JTD neigen zu interner Leckage: Kraftstoff entweicht am Nadelventil, statt eingespritzt zu werden. Folge: Raildruck fällt, Startprobleme und Leistungsverlust.
Symptome: Schlechtes Kaltstartverhalten, langer Anlasser-Zug, unrunder Leerlauf, Leistungsverlust, erhöhter Kraftstoffverbrauch.
+ 1 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Vierzylinder aus der Pratola-Serra-Familie mit 16 Ventilen, zuverlässig und wartungsarm, für die Fahrzeugklasse allerdings eher knapp motorisiert. Solider Alltagsmotor ohne große Überraschungen. Der Zahnriemen ist Interferenz-kritisch und muss strikt im Intervall gewechselt werden, sonst drohen bei Riss teure Ventilschäden. Die Phasensteller der Nockenwellenverstellung verschleißen mit der Zeit und machen sich durch Rasseln bemerkbar. Zündkerzen und Kerzenstecker verkleben und lassen sich später schwer lösen — regelmäßig prüfen und mit etwas Fett wieder montieren.
- !! Zahnriemen Pflichtintervall ab 60.000 km
Der Zahnriemen des 2.0 20V Twin Spark muss alle 60.000 km oder 5 Jahre gewechselt werden. Bei Riss springt die Steuerkette, was zu Totalschaden führt. Beim Wechsel Wasserpumpe mitschöpfen.
Symptome: Kein direktes Symptom — Pflichtintervall. Geräusche vom Riemenbereich können auf Verschleiß hinweisen - !! Phasensteller-Verschleiß ab 100.000 km
Der Nockenwellen-Phasensteller des 2.0 20V Twin Spark verschleißt und erzeugt ein Klopfen ähnlich einem Dieselmotor. Typisches Problem ab 100.000 km, oft mit Zahnriemenwechsel kombiniert.
Symptome: Klopfen bei Leerlauf das verschwindet wenn Drehzahl steigt, Motorlauf wie Diesel bei Kaltstart - ! Zündkerzen und Zündkerzenstecker verkleben ab 60.000 km
Die acht Zündkerzen des Twin Spark verkleben mit den Zylinderrohr-Innengewinden durch Korrosion und thermische Ausdehnung. Zündkerzenwechsel kann dadurch sehr teuer werden.
Symptome: Zündaussetzer, Motorstottern, rauer Lauf besonders nach Kaltstart, hoher Kraftstoffverbrauch
Ausgewogener 1,8-Liter-Sechzehnventiler mit rund 130 PS, in seiner Klasse der Vernunftbenziner mit gutem Kompromiss aus Fahrleistung und Verbrauch. Der Zahnriemen will im kürzeren Intervall gewechselt werden, dabei die Spannrolle gleich mit — deren Lager versagen sonst und gefährden den Riemen. Nach hoher Laufleistung klappern die Hydrostößel im kalten Zustand. Weitere bekannte Themen sind ein sich lösender Stecker am Einspritzsteuergerät sowie sporadische Fehler von Kurbelwellensensor und AGR. Gebrauchtkauf mit dokumentiertem Riemenwechsel und geprüfter Elektrik sinnvoll.
- !! Spannrollenlagern des Zahnriemens versagen ab 120.000 km
Die Spannrolle und Umlenkrollen des Zahnriementriebs im 2.4 JTD können durch Lagerverschleiß versagen. Beim Riemenwechsel müssen alle Rollen zwingend mitgetauscht werden.
Symptome: Quietschen vom Riemenbereich, unregelmäßige Motorgeräusche, im Versagensfall Riemenriss und Totalschaden - !! Einspritzsteuergerät-Stecker löst sich ab 80.000 km
Ein bekanntes Qualitätsproblem des Lancia Lybra 2.4 JTD: Der Verbindungsstecker am Einspritzsteuergerät lockert sich und verursacht sporadischen Motorausfall oder Startprobleme.
Symptome: Plötzliches Abstellen des Motors, intermittierende Startprobleme, keine Fehlermeldung, Liegenbleiben - ! Kurbelwellensensor und AGR-Fehler ab 100.000 km
Der Kurbelwellensensor des 2.4 JTD fällt mit dem AGR-Sensor auf. Fehlercodes für Nockenwellen/Kurbelwellensignal-Synchronisation sind bekannt und können Startprobleme verursachen.
Symptome: Startprobleme, Fehlerspeicher AGR-Signal, Motorkontrollleuchte, gelegentlicher Motorausfall
Kultivierter Zweiliter-Fünfzylinder mit 20 Ventilen und rund 150 PS. Bekannt für seidigen Lauf und gute Laufruhe, ein Motor, der eher durch Charakter als durch brachiale Leistung punktet. Der Zahnriemen ist ein Pflichtintervall und wird sinnvoll mit der Wasserpumpe zusammen erneuert. Der Variator der Nockenwellenverstellung sollte auf Geräusche kontrolliert werden. Auf der Abgasseite finden sich Koksablagerungen im AGR-Ventil und verklemmende Leitschaufeln, wobei letztere eher bei den aufgeladenen Ableitungen dieser Baureihe kritisch sind. Sauberes Öl und Wartungsdisziplin halten ihn lange fit.
- !! Zahnriemen Pflichtintervall ab 120.000 km
Der Zahnriemen des 2.4 JTD 20V 185A8000 muss regelmäßig gewechselt werden. Fehlende Wartungsnachweise sind ein erhebliches Kaufrisiko. Immer Wasserpumpe und Spannrollen mitschöpfen.
Symptome: Kein direktes Symptom — Präventivwechsel alle 120.000 km. Riemenriss: Totalschaden - !! VTG-Leitschaufeln verklemmen ab 120.000 km
Die variablen Leitschaufeln des VTG-Turboladers können durch Ablagerungen verklemmen. Über das Unterdrucksystem lassen sich die Schaufeln nicht mehr bewegen; Leistungsverlust und Rauch sind die Folge.
Symptome: Schlechte Beschleunigung, Pfeifgeräusch, Rauch, Leistung fehlt im mittleren Drehzahlbereich - ! AGR-Ventil Koksablagerungen ab 100.000 km
Das AGR-Ventil des 2.4 JTD 20V 185A8000 (Lybra/Thesis) setzt sich durch Koks zu und verursacht Leistungsabfall und Fehlercodes. Reinigung alle 60.000 km empfohlen.
Symptome: Fehlerspeicher AGR, Ruckeln, Leistungsabfall bei Teillast
Fahrzeug-Schwachstellen
| Schwachstelle | Kosten | |
|---|---|---|
| Kupplung: Frühzeitiger Verschleiß bei JTD-Motoren Die Kupplung des 2,4 JTD ist an ihrer Drehmomentgrenze (330 Nm) ausgelegt und versagt bei schonender Fahrweise bereits ab 100.000 km. Kupplungssatz inkl. Arbeit ca. 700–1.200 €. Symptome: Kupplung schleift oder greift nicht mehr sauber; Schlupf beim Beschleunigen; Kupplungspedal weich. ab 100.000 km | Mittel |
Alternativen
Audi S4 B6
Mittelklasse (2003–2006)
Honda Accord VII
Mittelklasse (2003–2007)
Opel Signum Signum
Mittelklasse (2003–2008)
Toyota Avensis T250
Mittelklasse (2003–2008)
Honda Accord CL
Mittelklasse (2002–2007)
Mazda 6 GG
Mittelklasse (2002–2008)
Weiter stöbern
Bekannte Probleme und Mängel +
Für den Lancia Lybra 839 (1999–2005) sind insgesamt 37 Schwachstellen dokumentiert — davon 28 motorbezogen und 9 am Fahrzeug. Typische Mängel betreffen Getriebe, Klimaanlage, Elektronik, Fahrwerk. Als zuverlässig gilt: 839A9000 (1.8L 16V), 185A8000 (2.0L 20V), AR37101 (1.9L JTD).
Lybra (AR32302, 1999–2000) — Aufpassen: Zahnriemen Pflichtintervall 60.000 km, Phasensteller-Verschleiß und Klopfen, Zündkerzen verkleben im Gewinde. Leistung: 105–110 PS.
Lybra (839A5000, 1999–2002) — Aufpassen: Zahnriemen Pflichtintervall, Phasensteller-Klopfen und Verschleiß, Injektoren — interne Leckage und Druckverlust. Leistung: 135–140 PS.
Lybra (839A6000, 2000–2006) — Aufpassen: Zahnriemen Pflichtintervall, Phasensteller-Verschleiß, AGR-Ventil verrußt — schlechte Gasannahme. Leistung: 135–140 PS.
Lybra (841C000, 2002–2004) — Aufpassen: Zahnriemenabriss — Interferenzmotor, Saugrohrklappen brechen ab — Motorschaden, Interne Injektorleckage. Leistung: 150 PS.
Lybra (182A4000, 1999–2003) — Aufpassen: Zahnriemen Pflichtintervall, Phasensteller-Verschleiß, Zündkerzen und Zündkerzenstecker verkleben. Leistung: 103 PS.
Worauf beim Lancia Lybra achten? Die detaillierte Auflistung aller Motor- und Fahrzeug-Schwachstellen findest du in den Abschnitten oben.
Häufige Fragen
Welche Probleme und Schwachstellen hat der Lancia Lybra 839? +
Worauf muss ich beim Lancia Lybra 839 Gebrauchtwagen achten? +
Welcher Motor ist empfehlenswert? +
Welcher Lancia Lybra 839 Motor ist am haltbarsten? +
Welcher Lancia Lybra 839 Motor macht am meisten Spaß? +
Lohnt sich der Lancia Lybra 839 als Gebrauchtwagen? +
Welche PS-Varianten gibt es beim Lancia Lybra 839? +
Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr