Land Rover Evoque Si4
Der 2.0L Ingenium Turbo-Vierzylinder Benziner teilt die Steuerketten-Architektur mit dem Diesel. Thermostatgehäuse-Leck ist häufig und begünstigt sekundäre Schäden am Kolbenkühlventil. Kein DPF-Ölverdünnungsproblem, dafür erhöhter Ölverbrauch bei hohen Laufleistungen.
Evoque Si4: Lebhafter Stadtbegleiter
Der Turbobenziner dreht freudiger als alle Evoque-Diesel. Im Stadtverkehr spielt er seine Stärken aus: direktes Ansprechverhalten, kein DPF-Stress, kultivierter Klang. Für Langstreckenpendler ist die Reichweite einzukalkulieren.
Motor-Schwachstellen 5
Der 204PT-Benziner teilt die Steuerketten-Architektur mit dem Diesel-Pendant. Ketten vor 2019 besonders anfällig. Reparatur erfordert Getriebeausbau (20-30h Arbeit).
Symptome: Metallisches Rasseln beim Kaltstart, Motorwarnleuchte, unruhiger Leerlauf, Fehlzündungen
Das Thermostatgehäuse des Ingenium Benziners ist bekannt für Kühlmittellecks. Austretendes Kühlmittel kann auf heiße Motorteile tropfen und sekundäre Bauteile beschädigen.
Symptome: Kühlmittelverlust ohne sichtbares Leck, Motortemperatur schwankt, Dampf aus dem Motorraum, süßlicher Geruch
Turboladerausfall durch Ölmangel und Lagerschäden. Beim 204PT ist die Turbobeölung eng verknüpft mit der Steuerketten-Schmiersituation.
Symptome: Pfeifendes oder heulendes Geräusch, Leistungsverlust beim Beschleunigen, Ölwarnleuchte
Der Turbo-Vierzylinder neigt bei höheren Laufleistungen zu erhöhtem Ölverbrauch. Ölabbrand an Kolbenringen und Turbolader-Wellendichtung häufigste Ursachen.
Symptome: Regelmäßiges Ölnachfüllen nötig, bläulicher Rauch beim Beschleunigen
Fehlfunktion der Kühlmittelpumpe führt zu erhöhtem Kühlgebläselärm und Leistungsreduzierung. JLR hat Service-Aktion N451 herausgegeben.
Symptome: Ungewöhnlich lautes Kühlgebläse im Innenraum, Leistungsreduzierung, Motorwarnleuchte
Fahrzeug-Schwachstellen 8
Das ZF 9-Gang-Getriebe der Frühmodelle (2011–2014) ruckelt bei niedrigen Geschwindigkeiten und beim Anfahren. Häufig Getriebeöl-Reset und Adaptive-Learning-Reset nötig, teils Getriebeersatz.
Dieselbe Haldex Gen-4-Einheit wie im Freelander 2 versagt an gleicher Stelle: Vorladepumpe (Fehlercodes P1889-14), Akkumulator oder Steuergerät-Korrosion nach 60.000–100.000 km.
Das serienmäßige oder optionale Panoramadach des L538 dichtet an der Verbindung zur Karosserie im Bereich Dachreling/Heckbereich nicht dauerhaft ab. Wasser tropft in Kofferraum oder Fußraum.
Durch Bremssystem-Charakteristik bremst der Evoque hinten stärker. Hintere Scheiben rosten stark und erreichen Verschleißgrenze bereits nach 50.000–60.000 km, teils unter Garantie.
Die elektrischen Türschlossmotoren geben nach — besonders Hintertüren. Türen lassen sich nicht per Zentralverriegelung öffnen. Ersatzteile günstig erhältlich, Einbau erfordert Demontage.
Das schlüssellose Zugangssystem reagiert unzuverlässig oder versagt komplett. Fahrzeug lässt sich nicht verriegeln oder entriegeln, obwohl Schlüssel in der Nähe ist.
Klimaanlage kühlt nicht ausreichend oder Heizung regelt nicht zuverlässig. Teils Kondenswasser-Abfluss verstopft, teils defekte Steuergeräte oder Gebläsemotoren.
Die Motorhaube liegt nicht exakt am Rahmen an und schleift beim Öffnen oder bei Fahrbewegungen an der Karosserie. Lack wird beschädigt, Steinschlag-ähnliche Spuren entstehen.
Berichte & Tests
Der Evoque I zeigt sich als erfreulich zuverlässiger britischer SUV mit wenigen Schwachstellen.