Lexus RC F
Der 2UR-GSE ist ein Yamaha-mitentwickelter 5,0-Liter-V8-Sauger, der seit über 15 Jahren in Produktion ist. Extrem robuster Motor — Wartungsintervalle einhalten, Kühlmittel nicht sauer werden lassen, dann sind 300.000 km realistisch.
V8-Sauger trifft Lexus-Zuverlässigkeit — gegen 300 kg Ballast
Der 2UR-GSE ist einer der letzten großen Sauger-V8 in einem bezahlbaren Sportcoupé. 352 kW, 7.100 Umdrehungen Drehzahllimit und ein Sound der ab 4.000 U/min jede Diskussion beendet. Problem: 1.770 kg. Der RC F ist kein chirurgisch präzises Werkzeug wie ein M4 — er ist der Hammer der garantiert nicht bricht. Wer Rundstrecke will braucht bessere Bremsen. Wer einen emotionalen GT mit Null-Wartungs-Sorgen sucht hat sein Auto gefunden.
Motor-Schwachstellen 3
Wasserpumpen-Austausch um 130.000 km ist ein geplanter Wartungsposten. Die Pumpe wird von der Steuerkette angetrieben, daher ist der Arbeitsaufwand erheblich. Als Teil der Betriebskosten einplanen.
Symptome: Kühlmittel-Schwitzen am Pumpengehäuse, allmählicher Kühlmittelverlust, leichte Temperaturschwankung
Leichter Ölverbrauch ist beim 2UR-GSE normal, besonders bei sportlicher Fahrweise. Ölstand bei jedem Tanken prüfen. 1 Liter auf 5.000-8.000 km liegt im akzeptablen Bereich. Kein Defekt, sondern Eigenschaft des hochdrehenden V8.
Symptome: Ölstand sinkt zwischen Wechseln, keine sichtbaren Lecks, etwas mehr Verbrauch bei sportlicher Fahrt
Direkteinspritzung verursacht allmähliche Kohlenstoffansammlung an Einlassventilen. Weniger aggressiv als bei Vierzylindern aufgrund der höheren Abgastemperaturen des V8. Walnussstrahlreinigung um 160.000 km empfohlen.
Symptome: Leichte Laufunruhe, geringer Leistungsverlust, marginal höherer Verbrauch
Fahrzeug-Schwachstellen 16
Pulsationsdämpfer der beiden Hochdruckpumpen können ermüden und Risse verursachen. Kraftstoffaustritt mit Brandgefahr. NHTSA 18V107.
Stellmotoren der Klimaanlage können ausfallen. Luft kommt aus falschen Düsen oder mit falscher Temperatur. Lexus TSB L-SB-0001-21 mit kostenloser Reparatur.
Mit 1.770 kg ist der RC F rund 250-300 kg schwerer als ein BMW M4 oder Mercedes C 63. Ergebnis dreier kombinierter Plattformen. Das 2020-Facelift brachte ca. 25 kg Erleichterung.
Serienbremsen zeigen bei intensiver Rennstreckennutzung Fading. Carbon-Keramik-Bremsen der Track Edition lösen das Problem.
Adaptive Dämpfer können im Alter undicht werden oder Sensorprobleme zeigen. Fahrwerks-Warnleuchte geht sporadisch an.
Remote-Touch-Trackpad lenkt erheblich vom Fahren ab. Eingabe umständlich und unpräzise, besonders bei Routeneingabe. Ab 2024 durch Touchscreen ersetzt.
Entspiegelungsbeschichtung des Infotainment-Displays kann sich ablösen. Lexus TSB L-SB-0002-16 deckt den Austausch der Displaylinse ab.
Der RC basiert auf drei verschiedenen Plattformen (IS, GS, IS Cabriolet), was zu hohem Gewicht führt. RC 350 RWD wiegt 1.700 kg — für ein Sportcoupé deutlich zu viel.
Niederdruckpumpe erzeugt hörbares Summen, besonders bei 2015-2016. ECU-Update behebt das Problem, gedeckt durch Emissionsgarantie.
Stellmotor des aktiven Heckspoilers kann ausfallen. Spoiler fährt nicht mehr aus oder zeigt Fehlermeldung. Neuer Motor ca. 280 €.
Elektrische Servolenkung hat Gewicht, liefert aber wenig Rückmeldung von der Fahrbahn. In Normal-Modus schwämmig, in Sport+ besser.
In Sport und Sport+ können Gangwechsel ruckartig ausfallen. Software-Update beim Händler kann die Schaltlogik verbessern.
Wie bei anderen Lexus-Modellen ist der Klarlack dünn und anfällig für Steinschläge, besonders an Front und Motorhaube.
Mittelkonsole und Armauflage können auf unebener Fahrbahn klappern. Abhilfe durch Filzstreifen an den Kontaktpunkten.
Die Rücksitze sind ab ca. 1,70 m Körpergröße unbrauchbar. Kopf stößt an den Dachhimmel, Knieraum minimal. Eher Ablage als Sitzplatz.
Der Kofferraum fasst nur 283 Liter. Beim RC F lässt sich die Rücksitzlehne gar nicht umklappen — nur eine schmale Durchreiche.