Mazda 5
1.8-Liter MZR-Vierzylinder der L-Serie. Einstiegsmotorisierung für Mittelklasse und Van, ausreichend für den Alltag.
Solider Familientransporter
Ausreichend motorisiert für den Familienalltag. Handlicher als die Konkurrenz, aber letztlich ein praktisches Transportmittel.
Motor-Schwachstellen 5
Der L8 MZR ist kein Freiläufer. Bei Zahnriemenriss treffen Kolben auf die Ventile — teurer Motorschaden droht. Wechselintervall laut Mazda ca. 120.000 km, besser alle 80.000–100.000 km.
Symptome: Nach Zahnriemenriss springt Motor nicht mehr an, kein Kompressionsdruck, metallische Geräusche beim Startversuch
Bei hohen Laufleistungen (ab ca. 150.000 km) werden die Ventilschaftdichtungen undicht. Öl gelangt in die Brennräume, was zu erhöhtem Ölverbrauch und blauem Rauch führt.
Symptome: Blauer Rauch beim Kaltstart oder nach längerer Standzeit, sinkender Ölstand ohne äußere Undichtigkeiten
Koksablagerungen am Drosselklappengehäuse führen zu klemmendem Gaspedal und ruckhaftem Anfahren. Nach Reinigung muss die Drosselklappe im Steuergerät neu angelernt werden.
Symptome: Klemmendes Gaspedal, ruckeliges Anfahren, unruhiger Leerlauf, gelegentliches Abwürgen
Die Lambdasonde des L8-Motors altert ab ca. 100.000 km und reagiert zunehmend träge. Typisch ist Fehlercode P0131 oder P2251 (Bank 1), erhöhter Kraftstoffverbrauch und eine leuchtende Motorwarnleuchte.
Symptome: Motorwarnleuchte leuchtet; leicht erhöhter Kraftstoffverbrauch; Fehlercode Lambdasonde Bank 1.
Der Nockenwellensensor des L8-Motors kann sich mit einer weißlich-grauen Ablagerung zusetzen oder durch Kontaktprobleme Fehlfunktionen erzeugen. Typisch sind sporadische Startprobleme und Stottern bei hoher Drehzahl.
Symptome: Motor stottert oder ruckelt bei hoher Drehzahl; sporadische Startprobleme; Motorwarnleuchte mit Nockenwellen-Fehlercode.
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Mazda rief über 211.000 Fahrzeuge in Deutschland zurück, weil Endkappen der Gasdruckdämpfer der Heckklappe korrosionsbedingt brechen können und die Heckklappe unkontrolliert zufallen kann.
Wie beim Vorgänger CR fallen die Stellmotoren der Schiebetüren-Zentralverriegelung aus. Links- und Rechtsmotoren sind nicht identisch. Aftermarket-Ersatz günstig erhältlich.
Der Klimakompressor oder die Magnetkupplung des Kompressors versagt, die Klimaanlage kühlt nicht mehr. Häufiger bei Fahrzeugen mit vernachlässigter Kältemittelbefüllung oder Schäden am Kondensator.
Partikel im Hydrauliksystem schädigen die Servolenkungspumpe. Die Lenkkraftunterstützung fällt aus, das Fahrzeug lässt sich nur noch schwergängig lenken. Betrifft Benziner-Modelle.
Die hinteren Bremssättel fressen fest, Bremsbeläge schleifen dauerhaft an der Scheibe. Ursache ist Korrosion an den Kolbenführungen, besonders nach Standzeiten. Bremsscheiben werden dabei oval und müssen getauscht werden.
Originalbatterien entladen sich frühzeitig und verursachen Startprobleme, besonders im Winter. Häufiger Kurzstreckenbetrieb beschleunigt den Verschleiß der Batterie.
Hintere Radlager verschleißen vorzeitig und erzeugen typische Fahrgeräusche. Qualitätsersatz günstig erhältlich, Austausch im Vergleich zu anderen Fahrzeugen unkompliziert.
Auch der CW ist rostanfällig: Unterboden, Schrauben und Halterungen der Schiebetüren korrodieren innerhalb weniger Jahre. Zusätzlicher Unterbodenrostschutz empfohlen.
Die Sitzbezüge, besonders des Fahrersitzes, zeigen bei Fahrzeugen ab ca. 100.000 km deutlichen Verschleiß und Durchsitzen. Der Familien-Van mit Schiebetüren lädt zu intensiver Nutzung ein, was die Polster stark beansprucht.