Mazda 5
Ford-basierter 1.6-Liter Common-Rail-Diesel. Solide Leistung für Kompaktfahrzeuge, bekannt aus dem PSA/Ford-Verbund.
Solider Familientransporter
Ausreichend motorisiert für den Familienalltag. Handlicher als die Konkurrenz, aber letztlich ein praktisches Transportmittel.
Motor-Schwachstellen 5
Rußablagerungen blockieren die Ölversorgung des Turboradialagers. Die konstruktiv knapp bemessene Ölmenge (380 statt 500 ml/min) beschleunigt Verschleiß. Kurze Nachlaufphase nach Vollgas beugt vor.
Symptome: Pfeifendes Geräusch vom Turbo, Leistungsabfall, Notlauf, Rauch aus Auspuff
Mengenregelventil der Hochdruckpumpe versagt, Pumpe frisst sich fest. Metallspäne gelangen in alle Injektoren — Totalschaden am Einspritzsystem. Gesamtes System muss getauscht werden.
Symptome: Motor springt nicht an, alle Injektoren gleichzeitig defekt, Leistungsverlust auf null
DPF regeneriert bei Kurzstreckenbetrieb nicht vollständig. Eolys-Additiv muss alle 60.000 km nachgefüllt werden. Verstopfter DPF schädigt durch Abgasgegendruck zusätzlich den Turbolader.
Symptome: DPF-Warnleuchte, Leistungsverlust, erhöhter Verbrauch, Notlaufprogramm
Injektoren des PSA-Diesels und Kupferdichtringe werden undicht. Einzelreparatur meist nicht möglich, Austausch aller Injektoren teuer. Saubere Montage entscheidend.
Symptome: Rußansammlungen um Injektoren, Abgasgeruch im Innenraum, unruhiger Lauf, Startschwierigkeiten
AGR-Ventil des 1.6 CD setzt sich durch hohe Rußmengen zu und klemmt. Besonders bei Kurzstreckenfahrern. Software-Update der Motorsteuerung kann helfen.
Symptome: Leistungsabfall ab 2000 U/min, Leerlaufschwankungen, Notlauf, ESP-Warnleuchte
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Mazda rief über 211.000 Fahrzeuge in Deutschland zurück, weil Endkappen der Gasdruckdämpfer der Heckklappe korrosionsbedingt brechen können und die Heckklappe unkontrolliert zufallen kann.
Wie beim Vorgänger CR fallen die Stellmotoren der Schiebetüren-Zentralverriegelung aus. Links- und Rechtsmotoren sind nicht identisch. Aftermarket-Ersatz günstig erhältlich.
Der Klimakompressor oder die Magnetkupplung des Kompressors versagt, die Klimaanlage kühlt nicht mehr. Häufiger bei Fahrzeugen mit vernachlässigter Kältemittelbefüllung oder Schäden am Kondensator.
Partikel im Hydrauliksystem schädigen die Servolenkungspumpe. Die Lenkkraftunterstützung fällt aus, das Fahrzeug lässt sich nur noch schwergängig lenken. Betrifft Benziner-Modelle.
Die hinteren Bremssättel fressen fest, Bremsbeläge schleifen dauerhaft an der Scheibe. Ursache ist Korrosion an den Kolbenführungen, besonders nach Standzeiten. Bremsscheiben werden dabei oval und müssen getauscht werden.
Originalbatterien entladen sich frühzeitig und verursachen Startprobleme, besonders im Winter. Häufiger Kurzstreckenbetrieb beschleunigt den Verschleiß der Batterie.
Hintere Radlager verschleißen vorzeitig und erzeugen typische Fahrgeräusche. Qualitätsersatz günstig erhältlich, Austausch im Vergleich zu anderen Fahrzeugen unkompliziert.
Auch der CW ist rostanfällig: Unterboden, Schrauben und Halterungen der Schiebetüren korrodieren innerhalb weniger Jahre. Zusätzlicher Unterbodenrostschutz empfohlen.
Die Sitzbezüge, besonders des Fahrersitzes, zeigen bei Fahrzeugen ab ca. 100.000 km deutlichen Verschleiß und Durchsitzen. Der Familien-Van mit Schiebetüren lädt zu intensiver Nutzung ein, was die Polster stark beansprucht.