Mercedes-Benz A 160 d
Renault-basierter Kleindiesel (K9K). Sparsam aber wenig Leistungsreserven. Anfällig für AGR-Verschmutzung und DPF-Probleme bei reinem Kurzstreckenbetrieb.
Diesel-Minimum
66 kW Renault-Diesel im W176 — genug für die Stadt, aber kein Schub für die Landstraße. Sparsam, aber spaßfrei.
Motor-Schwachstellen 6
Der Renault-K9K-basierte OM607 verwendet einen Zahnriemen, der alle 120.000 km oder 6 Jahre getauscht werden muss. Unterlassener Wechsel führt zu Riss und schwerem Motorschaden.
Symptome: Kein spürbares Warnsignal vor Riss — Ausfall bei überfälligem Wechsel ohne Vorwarnung
Der OM607 ist ein Interferenzmotor mit Zahnriemenantrieb (Renault K9K). Mercedes gibt 200.000 km vor, Renault empfiehlt 120.000 km. Bei Riss treffen Kolben auf Ventile — sofortiger Motorschaden.
Symptome: Vor dem Riss meist keine Warnsymptome; manchmal leises Quietschen oder Rasseln beim Kaltstart
Der Renault-basierte K9K-Diesel zeigt bekannte Injektor-Schwächen. Defekte Injektoren führen zu schlechter Verbrennung, erhöhter Rußproduktion und verkürzen DPF-Regenerationsintervalle drastisch.
Symptome: Ruckeln im Leerlauf, Leistungsverlust, schwarzer Qualm, häufige DPF-Regeneration, Fehlercodes für einzelne Zylinder
Bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb verkoken die Injektoren des OM607 vorzeitig. Reinigungsadditive können verzögern; Austausch kostet 800–1.500 €.
Symptome: Rauer Motorlauf, Leistungsabfall, erhöhter Verbrauch, schwarzer Rauch beim Beschleunigen
Das AGR-Ventil des OM607 neigt bei typischer Stadtfahrweise zu Koksablagerungen. Beim A/B 180d mit häufigem Kurzstreckeneinsatz ist dies eine der meistgenannten Schwachstellen.
Symptome: Motorwarnleuchte, Leistungsabfall bei mittleren Drehzahlen, Notlaufprogramm, Fehlercode P0400/P0401
Der 1,5-Liter-Diesel OM607 ist primär für Langstrecken ausgelegt. Bei überwiegendem Stadtbetrieb und Kurzstrecken unter 10 km kann der DPF die Betriebstemperatur für eine vollständige Regeneration nicht erreichen.
Symptome: DPF-Warnsymbol, häufige Aufforderung zur Autobahnfahrt für Regeneration, steigender Ölstand durch Kraftstoffverdünnung
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Rückruf wegen fehlerhafter Windschutzscheiben-Verklebung. Bei Unfall kann Scheibe sich lösen und Insassenschutz nicht gewährleisten. Betrifft Fahrzeuge bis Juli 2013.
Xenon-Scheinwerfer der frühen Baujahre beschlagen innen dauerhaft. Ein kompletter Xenon-Scheinwerfer kostet über 1.000 Euro. LED-Scheinwerfer der Facelift-Modelle (ab Herbst 2015) deutlich robuster.
Bestimmte Kondensatoren-Charge hat fehlerhafte Schweißnähte und verliert Kältemittel. Austausch kostet 1.200 Euro mit Arbeitslohn. Rückruf wegen Klimaanlage als Brandgefahr bekannt.
Frühes Infotainment-System (COMAND) der Vor-Facelift-Version friert ein, startet langsam oder stürzt ab. Kollisionswarner PRE-SAFE löst fälschlicherweise Vollbremsungen aus. Software-Updates nötig.
Laut TÜV-Berichten fallen Blinker und Warnblinkanlage beim W176 überdurchschnittlich häufig aus. Defekte Relais oder Steuergeräte sind meist die Ursache.
Kunststoffverkleidungen im Innenraum, Panoramadach und Kofferraumabdeckung erzeugen störende Knarz- und Klappergeräusche. Günstiger Innenraum für Markenniveau bemängelt.
Berichte & Tests
Der W176 gehört in seiner Altersklasse zu den besten Kompaktwagen bei der Hauptuntersuchung und überzeugt mit stabiler Fahrwerkstechnik.
Der W176 zählt in seiner Altersgruppe zu den pannenunauffälligen Kompaktwagen und landet konsistent im grünen Bereich.