Mercedes-Benz A 180 d
Renault-basierter Kleindiesel der neuen Generation. Sparsam mit SCR-Kat, aber weiterhin wenig Leistungsreserven. Nur Automatik verfügbar.
Diesel-Alltag ohne Stress
85 kW und DCT im W177: komfortabel und ökonomisch — für pragmatische Vielfahrer eine sinnvolle Wahl.
Motor-Schwachstellen 5
Wie sein Renault-Pendant nutzt der OM608 einen Zahnriemen. Vorgeschriebener Wechsel alle 120.000 km oder 6 Jahre — wird häufig vergessen, da Mercedes-Käufer Steuerketten gewöhnt sind.
Symptome: Keine Vorwarnung bei Riss — schlagartiger Motorausfall und schwerer Motorschaden
Der OM608 (Renault K9K-Basis) verwendet einen Zahnriemen. Mercedes nennt 200.000 km Wechselintervall, Renault schreibt für denselben Motor 120.000 km vor. Ein Riss führt bei diesem Interferenzmotor zu sofortigem Totalschaden.
Symptome: Kein spürbares Vorzeichen vor Riss; vorher: leises Quietschen, seltener Startschwierigkeiten
Der Renault-basierte OM608 1.5 CDI zeigt teils schon früh erhöhten Ölverbrauch durch undichte Turboladerwellendichtung. Ölnebel im Ansaugtrakt hinter dem Turbo.
Symptome: Sinkender Ölstand, Ölnebel oder bläulicher Rauch aus Auspuff, Öl im Luftfilterkasten hinter Turbo
Der OM608 teilt als Renault-K9K-Derivat die bekannte Schwäche des AGR-Ventils. Bei häufigem Kurzstreckenbetrieb lagern sich Rußpartikel ab, das Ventil verklemmt und löst Notlaufprogramme aus.
Symptome: Motorwarnleuchte, Leistungsverlust, Notlauf bei ca. 3000 U/min, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb neigt der OM608 zur DPF-Verstopfung. Regenerationsintervalle verkürzen sich, bis die aktive Regeneration nicht mehr ausreicht und der Filter manuell freigebrannt oder getauscht werden muss.
Symptome: DPF-Warnleuchte, häufige aktive Regeneration, Kraftstoffverdünnung im Öl, Leistungsverlust
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Bei 135.454 Fahrzeugen der A-Klasse W177 (Produktion Sept. 2017 – Feb. 2019) war der Kondensatablaufschlauch der Klimaanlage nicht korrekt verlegt. Kondenswasser konnte in den Fußraum eindringen und Kurzschlüsse verursachen.
Bei A-Klasse W177 mit DCT-Getriebe aus dem Produktionszeitraum Januar 2018 bis März 2020 war möglicherweise zu wenig Getriebeöl eingefüllt. Folge: Antriebsausfall möglich und erhöhte Brandgefahr.
Defekte Klimaanlagen-Verbindungen können zu Brandgefahr führen. Rückrufaktion wurde eingeleitet. Betroffene Fahrzeuge sollten auf Durchführung des Rückrufs geprüft werden.
Das Doppelkupplungsgetriebe im W177 zeigt bei 1.500–2.000 U/min Ruckeln und unsanftes Anfahren. Bei hohen Laufleistungen und Stadtbetrieb verschleißen Kupplungslamellen frühzeitig. Software-Updates lindern das Problem, beheben es aber nicht dauerhaft.
Das MBUX-Infotainmentsystem friert ein oder startet ungewollt neu. Navigation, Bluetooth und Sprachsteuerung fallen aus. Software-Updates lösen das Problem meist nur vorübergehend.
Das MBUX-System im W177 zeigt in der Praxis sporadische Probleme: eingefrorener Bildschirm, fehlerhafte Verkehrszeichenerkennung und Bluetooth-Verbindungsabbrüche. Software-Updates sind nötig, bei älteren Fahrzeugen dauerhaft problematisch.
Durch den hohen Ruhestrom der zahlreichen Steuergeräte und Assistenzsysteme des W177 ist die Starterbatterie bei Kurzstreckenbetrieb und saisonal genutzten Fahrzeugen besonders gefährdet.
Berichte & Tests
Der aktuelle A-Klasse-Jahrgang zeigt bei den ersten Hauptuntersuchungen sehr geringe Mängelquoten und gehört zu den besten Kompaktwagen.
Die aktuelle A-Klasse erzielt in der Pannenhäufigkeit sehr gute Ergebnisse und gehört zu den zuverlässigsten Kompaktwagen ihrer Erstzulassungsjahre.