Mercedes-Benz E 200d
Renault-basierter Kleindiesel der neuen Generation. Sparsam mit SCR-Kat, aber weiterhin wenig Leistungsreserven. Nur Automatik verfügbar.
Diesel-Standard
118 kW Diesel. Funktional und sparsam, emotionslos.
Motor-Schwachstellen 5
Wie sein Renault-Pendant nutzt der OM608 einen Zahnriemen. Vorgeschriebener Wechsel alle 120.000 km oder 6 Jahre — wird häufig vergessen, da Mercedes-Käufer Steuerketten gewöhnt sind.
Symptome: Keine Vorwarnung bei Riss — schlagartiger Motorausfall und schwerer Motorschaden
Der OM608 (Renault K9K-Basis) verwendet einen Zahnriemen. Mercedes nennt 200.000 km Wechselintervall, Renault schreibt für denselben Motor 120.000 km vor. Ein Riss führt bei diesem Interferenzmotor zu sofortigem Totalschaden.
Symptome: Kein spürbares Vorzeichen vor Riss; vorher: leises Quietschen, seltener Startschwierigkeiten
Der Renault-basierte OM608 1.5 CDI zeigt teils schon früh erhöhten Ölverbrauch durch undichte Turboladerwellendichtung. Ölnebel im Ansaugtrakt hinter dem Turbo.
Symptome: Sinkender Ölstand, Ölnebel oder bläulicher Rauch aus Auspuff, Öl im Luftfilterkasten hinter Turbo
Der OM608 teilt als Renault-K9K-Derivat die bekannte Schwäche des AGR-Ventils. Bei häufigem Kurzstreckenbetrieb lagern sich Rußpartikel ab, das Ventil verklemmt und löst Notlaufprogramme aus.
Symptome: Motorwarnleuchte, Leistungsverlust, Notlauf bei ca. 3000 U/min, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb neigt der OM608 zur DPF-Verstopfung. Regenerationsintervalle verkürzen sich, bis die aktive Regeneration nicht mehr ausreicht und der Filter manuell freigebrannt oder getauscht werden muss.
Symptome: DPF-Warnleuchte, häufige aktive Regeneration, Kraftstoffverdünnung im Öl, Leistungsverlust
Fahrzeug-Schwachstellen 14
Nicht korrekt verlegter Getriebeleitungssatz ermöglicht Wassereintritt mit erhöhter Brandgefahr. Rückruf durch Mercedes.
Nach Software-Updates wurde bei einzelnen C238 das Motorsteuergerät dauerhaft beschädigt. Ein Besitzer berichtete von 7 Monaten Werkstattaufenthalt.
Serienmäßiger Konstruktionsfehler: Die Spannseile des Innenhimmels dröseln sich auf und reißen nach ca. 200–300 Verdeckbewegungen. Mercedes änderte die Konstruktion ab Mai 2020.
Die elektrische Feststellbremse erzeugt Fehlermeldungen und klemmt sich fest, besonders bei Kälte. Schleifgeräusche beim Betätigen deuten auf verschlissene Bauteile hin.
Die Spannschnüre des Stoffverdecks fransen bereits nach wenigen hundert Öffnungszyklen auf. Konstruktiver Mangel, der Mercedes zur Kulanzreparatur veranlasste.
Bei höherer Laufleistung können Elektromotoren der Verdeckkinematik oder die Hydraulikeinheit ausfallen. Das Verdeck lässt sich dann nicht mehr vollständig öffnen oder schließen.
Bremsscheiben am W213 zeigen Rubbeln bereits nach wenigen Tausend Kilometern. Einzelne Fälle berichten von erneutem Rubbeln nach Garantietausch.
Erhöhte TÜV-Beanstandungen an Achsaufhängungen. Doppelquerlenker-Vorderachse zeigt Verschleiß an Lagern und Gelenken.
Infotainment und Fahrerassistenzsysteme neigen zu Störungen. Fehlermeldungen zu Bremsassistent und Tempomat ohne Ursache. Oft per Software-Update behebbar.
Elektrische Feststellbremse neigt zur Korrosion und klemmt. Mehrere Rückrufaktionen für das Bremssystem dokumentiert.
Die elektrische Feststellbremse erzeugt Fehlermeldungen und blockiert besonders bei Kälte. Schleif- und Knarzgeräusche beim Lösen sind häufig.
Die optionale Airmatic-Luftfederung neigt zu Kompressor- und Balgausfällen. Austausch erfordert Hinterachsausbau und ist teuer.
Der Dreh-Drücksteller auf der Mittelkonsole ist mechanisch wenig robust und zeigt nach intensiver Nutzung Ausfallerscheinungen.
MBUX-System friert ein oder startet neu. Bluetooth-Verbindungen brechen ab, Sprachsteuerung reagiert nicht. Software-Updates beheben nur manche Probleme.
Berichte & Tests
Sehr geringe Mängelquoten, besonders bei Beleuchtung und Bremsen — die Baureihe zählt zu den Besten ihres Segments.
Im oberen Mittelklasse-Vergleich zeigt die Baureihe eine der niedrigsten Pannenhäufigkeiten.