Mercedes-Benz EQC N293
Schwachstellen, Motorenbewertung und Kaufberatung
Der EQC war Mercedes' erstes vollelektrisches SUV — ein Pionierprojekt auf Basis des GLC X253, das den Weg für die EQ-Familie ebnete. Von 2019 bis 2023 gebaut, dann ohne direkten Nachfolger eingestellt (der EQE SUV übernimmt eine andere Nische).
Der EQC-EM Elektromotor leistet 300 kW (Systemleistung aus zwei Motoren) und treibt alle vier Räder an — EQC 400 4MATIC als einzige Variante. Die 80-kWh-Batterie schafft 370–414 km WLTP, real sind 280–340 km. DC-Laden mit bis zu 110 kW — für 2019 ordentlich, 2026 nicht mehr konkurrenzfähig.
Der EQC fährt sich komfortabel und leise, aber das Mehrgewicht gegenüber dem GLC (ca. 500 kg) ist spürbar — vor allem in Kurven und beim Bremsen. Die Luftfederung fehlt, stattdessen konventionelle Stahlfeder mit adaptiver Dämpfung. MBUX der ersten Generation hat gelegentlich Software-Bugs.
Bekannte Themen: 12V-Batterie-Drain (wie bei EQA/EQB), Kühlsystem-Geräusche bei hohen Ladetemperaturen, und die Antriebswellen können bei hoher Laufleistung Geräusche entwickeln. Die HV-Batterie hat sich in den ersten Baujahren als haltbar erwiesen — Degradation unter 10% nach 100.000 km.
Probefahrt: Ladekurve am Schnelllader testen. Auf Antriebsgeräusche bei niedriger Geschwindigkeit achten. Kühlsystem-Geräusche beim Laden. SOH der HV-Batterie auslesen lassen (über Mercedes-Diagnose).
Marktstand 2026: Zwischen 22.000 und 38.000 Euro — massiver Wertverlust. Als Pionierprojekt technisch überholt, aber als solides Alltagsauto immer noch brauchbar.
Insider-Pick: EQC 400 4MATIC unter 25.000 Euro mit bestätigtem SOH >90% — viel E-Auto für wenig Geld.
Motoren-Übersicht
Der Mercedes-Benz EQC N293 ist in einer Motorisierung mit 408 PS erhältlich.
Erstes vollelektrisches Mercedes-SUV auf modifizierter Kompakt-SUV-Plattform. Zwei ZF-Asynchronmotoren (Vorder- und Hinterachse), 80 kWh Batterie, max. 110 kW DC-Laden. Bekannte Schwachstelle: SiC-Gleitringdichtung im Elektromotor versagt ab ca. 20.000–120.000 km, Kühlmitteleintritt zerstört Lager und Statorwicklungen — Motoraustausch 2.500–5.200 €. Mehrere Rückrufe wegen undichter Batteriegehäuse und Kühlmittelproblemen. Kein Wärmepumpen-Option: Winterverbrauch spürbar höher. Produktion 2023 eingestellt, Ersatzteil-Versorgung über Händler bisher gesichert.
- !! ZF-Elektromotor: SiC-Dichtung versagt — Kühlmitteleintritt ab 60.000 km
Die SiC-Gleitringdichtung des ZF-Asynchronmotors (Vorder- oder Hinterachse) dichtet ab ca. 20.000–120.000 km nicht mehr zuverlässig. Kühlmittel dringt in den Motor, zerstört Lager und Statorwicklungen. Austausch kostet 2.500–5.200 €.
Symptome: Kühlmittelverlust ohne sichtbare Leckage, Warnmeldung Hochvoltsystem, Brumm- oder Schleifgeräusch aus Vorder-/Hinterachse, Antriebssystem fällt aus - !! Rückruf — HV-Batteriegehäuse nicht dicht, Brandgefahr
KBA-Rückruf für EQC Modelljahr 2019: Hochvoltbatteriegehäuse nicht ausreichend gedichtet. Feuchtigkeit kann eindringen, Korrosion verursachen und im schlimmsten Fall einen Fahrzeugbrand auslösen.
Symptome: Fahrzeug startet nicht mehr, Warnmeldungen zu Hochvoltsystem, im schlimmsten Fall Rauchentwicklung aus Unterboden - !! Kühlmittelpumpe der Batterie undicht ab 50.000 km
Die elektrische Kühlmittelpumpe des Batterietemperiersystems kann undicht werden. Führt zu verminderter Ladeleistung und Warnmeldung.
Symptome: Reduzierte Ladeleistung, Kühlmittelverlust, Warnmeldung Hochvoltbatterie
+ 2 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Fahrzeug-Schwachstellen
| Schwachstelle | Kosten | |
|---|---|---|
| Batterie-Kühlkreislauf undicht Kühlmittelverlust im separaten Batterie-Kühlkreislauf durch poröse Schläuche oder undichte Verbindungen. Werkstattbesuch erforderlich. Symptome: Kühlmittelverlust, Warnmeldung Batterietemperierung, reduzierte Ladeleistung ab 50.000 km | Mittel | |
| Kühlmitteleintritt in E-Motor — Antriebsverlust Kühlmittel kann in den Elektromotor eindringen und diesen schlagartig immobilisieren. Rückruf in China für 10.104 Fahrzeuge. Symptome: Plötzlicher Antriebsverlust, Kühlmittel-Warnleuchte | Günstig | |
| Keine Wärmepumpe: Hoher Winterverbrauch Der EQC verfügt über keine Wärmepumpe. Heizung läuft vollständig auf Kosten der HV-Batterie. Im Winter steigt der Verbrauch auf 28–32 kWh/100 km. Symptome: Deutlich geringere Reichweite im Winter. Verbrauchsanzeige deutlich höher als im Sommer. |
Prüfberichte
TÜV Report 2024
Das erste vollelektrische SUV von Mercedes zeigt gemischte TÜV-Ergebnisse.
2023-11Alternativen
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Weiter stöbern
Bekannte Probleme und Mängel +
Für den Mercedes-Benz EQC N293 (2019–2023) sind insgesamt 13 Schwachstellen dokumentiert — davon 5 motorbezogen und 8 am Fahrzeug. Typische Mängel betreffen Kühlung, Elektronik, Sonstiges.
EQC (EQC-EM, 2019–2023) — Aufpassen: ZF-Elektromotor: SiC-Dichtung versagt — Kühlmitteleintritt, Rückruf — HV-Batteriegehäuse nicht dicht, Brandgefahr, Kühlmittelpumpe der Batterie undicht. Leistung: 408 PS.
Worauf beim Mercedes-Benz EQC achten? Die detaillierte Auflistung aller Motor- und Fahrzeug-Schwachstellen findest du in den Abschnitten oben.
Häufige Fragen
Welche Probleme und Schwachstellen hat der Mercedes-Benz EQC N293? +
Worauf muss ich beim Mercedes-Benz EQC N293 Gebrauchtwagen achten? +
Welcher Motor ist empfehlenswert? +
Welcher Mercedes-Benz EQC N293 Motor macht am meisten Spaß? +
Lohnt sich der Mercedes-Benz EQC N293 als Gebrauchtwagen? +
Welche PS-Varianten gibt es beim Mercedes-Benz EQC N293? +
Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr