Mercedes-Benz AMG GLA 45
Der M139 ist die konsequente Weiterentwicklung des M133 und übertrifft diesen in jeder Hinsicht: mehr Leistung, bessere Thermik durch verbessertes Kühlkonzept, kombinierte Direkt- und Saugstrahleinspritzung gegen Ventilverkohlung. Als junger Motor mit wenig Langzeiterfahrung gilt er laut Community bislang als robust. Vereinzelte Berichte über Kühlmittelsensorik und Wasserpumpe bei hohen Geschwindigkeiten. Tuning-Potenzial ist enorm, aber die Kraftstoffversorgung muss bei höheren Leistungsstufen aufgerüstet werden.
GLA 45 AMG — SUV-Spitze
285 kW im kompakten GLA H247: trotz SUV-Format extremer Vortrieb und AMG-Schärfe. Knapp unter epic, aber sehr überzeugend.
Motor-Schwachstellen 6
Der mit 421 PS stärkste Vierzylinder-Seriensportwagen der Welt beansprucht seinen Turbolader extrem. Ohne ausreichende Abkühlphasen nach Volllastbetrieb droht vorzeitiger Lagerverschleiß.
Symptome: Pfeifgeräusch bei hoher Last, Ölnebel im Ansaugtrakt, Leistungsabfall bei Hitze
Der Hochleistungsturbolader des M139 kann durch übermäßiges Wellenspiel Öl in den Ansaugtrakt drücken. Frühe Fahrzeuge waren von einem Rückruf wegen Turbolagerdefekten betroffen.
Symptome: Ölverbrauch ohne sichtbare Undichtigkeiten, Rauchwolke beim Kaltstart, Leistungseinbruch bei hoher Last
Das Kühlsystem des M139 ist auf dem Limit ausgelegt. Nach längeren Hochlastphasen kann die Kühlmitteltemperatur kritische Werte erreichen, besonders bei warmer Witterung.
Symptome: Kühlmitteltemperatur-Warnanzeige nach sportlicher Fahrt, eingeschränkte Motorleistung durch Thermomanagement
Vereinzelt berichten Besitzer von Kühlmitteltemperatur-Fehlermeldungen bei Hochgeschwindigkeitsfahrt. Diagnose: defekte Kühlmittelpumpe oder Sensor. Isolierte Fälle, kein systematisches Problem bekannt.
Symptome: Kühlmitteltemperatur-Warnung im Display, besonders bei hoher Geschwindigkeit (170+ km/h)
Trotz kombinierter Direkt- und Saugrohreinspritzung können beim M139 bei intensiver Nutzung Ablagerungen an Einlassventilen entstehen. Deutlich geringer als reine DI-Motoren.
Symptome: Leichtes Ruckeln im Teillastbereich, minimaler Leistungsverlust, selten merklich
Der M139 zeigt unter Hochlastbetrieb erhöhten Ölverbrauch. Als Hochleistungsmotor mit 7,0 Liter Ölinhalt ist regelmäßige Ölstandskontrolle Pflicht.
Symptome: Sinkender Ölstand zwischen den Serviceterminen, leichter Ölgeruch bei heißem Motor
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Das 8-Gang-DCT-Getriebe im GLA H247 zeigt bei GLA 180 und GLA 200 gelegentlich ruckelnde Gangwechsel und verzögertes Ansprechen beim Anfahren, besonders im Kaltstart. Probleme treten verstärkt ab 50.000–100.000 km auf.
Die Rückfahrkamera fällt beim GLA H247 ab ca. 30.000 km durch Software-Fehler oder defekte Kabelverbindungen aus. Bild erscheint verzögert, flimmert oder bleibt schwarz.
Bei GLA H247 mit automatischer Heckklappe fallen Sensoren oder Aktuatoren ab ca. 50.000 km aus. Heckklappe öffnet oder schließt nicht mehr automatisch.
Besitzer des GLA H247 berichten von Ausfällen der Rückfahrkamera nach 2–3 Jahren oder 25.000–40.000 km. Ursache sind häufig Softwarefehler oder defekte Kabelverbindungen.
Bei GLA H247 mit automatischer Heckklappensteuerung treten Ausfälle der Sensoren oder Antriebsmotoren ab ca. 50.000 km auf. Die Heckklappe lässt sich dann nicht mehr elektrisch öffnen oder bleibt offen stehen.
Im GLA H247 startet das MBUX-System nach Fahrtbeginn gelegentlich zwei Mal neu. Außerdem können der Bremsassistent und der Fernlichtassistent sich selbsttätig deaktivieren.
Ähnlich wie beim Vorgänger X156 berichten H247-Besitzer über störende Windgeräusche bei Autobahngeschwindigkeiten. Dichtungen an A-Säule oder Türen sind meist die Ursache.
Berichte & Tests
Der aktuelle GLA H247 gehört bei frühen Hauptuntersuchungen zu den besser abschneidenden Kompakt-SUVs im Premium-Segment.