Mercedes-Benz GLA 220
Stärkere 2.0L-Variante des M270. Solider Turbo-Vierzylinder mit ausreichend Leistung. Bei hoher Laufleistung Ölverbrauch möglich.
GLA 250 — SUV-Kompromiss
135 kW im GLA sind spürbar, aber das SUV-Format und das Gewicht nehmen dem Motor den Biss. Flott für ein SUV, aber kein Sportwagen.
Motor-Schwachstellen 7
Undichter Nockenwellenversteller-Magnet lässt Öl in den Kabelbaum wandern. Lambdasonden sterben zuerst, dann das Motorsteuergerät. Bekanntes Schadensbild an allen M270-Varianten.
Symptome: Lambda-Fehlercodes, unrunder Lauf, MKL. Ölgeruch im Motorraum. Im Spätstadium multiple elektrische Fehler
M270DE20-Motoren mit Herstellungsdatum Juli-September 2015: fehlerhafte Schweißnaht am Nockenwellen-Nocken führt zum Bruch und Motorschaden. Rückruf mit kostenlosem Tausch.
Symptome: Metallische Geräusche aus dem Motorraum, Leistungsverlust, im schlimmsten Fall Motorstillstand
Identisches Problem wie beim M270DE16: Elektrisch geregelter Thermostat hinten am Motor fällt vorzeitig aus. Aufwendiger Ausbau treibt Werkstattkosten auf 700–1.300 €.
Symptome: Motor läuft dauerhaft unter Betriebstemperatur, Kühlmitteltemperaturschwankungen, Fehlercode P0128
Nockenwellensteller des M270 2.0 neigen ab ca. 100.000 km zu Verschleiß mit Rasselgeräuschen bei Kaltstart. Überarbeitete Steller ab Modelljahr 2014.
Symptome: Metallisches Klackern oder Rasseln direkt nach dem Kaltstart, Leerlaufruckeln, verschwindet nach Warmlauf
Wie beim M270DE16 versagt auch beim M270DE20 der elektronisch geregelte Thermostat frühzeitig. Fehlercode P0128, unregelmäßige Kühlmitteltemperatur.
Symptome: Temperaturzeiger bleibt im unteren Bereich oder schwankt, MKL, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Code P0128
Das variable Ölpumpensteuerventil des M270 kann ausfallen und Fehlercode P06DA auslösen. Kabelbaum zum Steuerventil reißt häufig.
Symptome: Fehlercode P06DA00, Motorkontrollleuchte leuchtet, möglicherweise reduzierte Motorleistung
Bei Direkteinspritzmotoren lagert sich Ölkohle aus der Kurbelgehäuseentlüftung an den Einlassventilen ab. Ab ca. 80.000-120.000 km merklicher Leistungsverlust.
Symptome: Ruckeln im unteren Drehzahlbereich, Leistungsverlust, erhöhter Verbrauch, Kaltstartprobleme, Motorunruhe bei Teillast
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Bei GLA X156 Baujahre 2016–2018 konnte das eCall-Notrufsystem bei aktivierten Mercedes-me-Diensten im Transportmodus fehlerhaft arbeiten. Automatische und manuelle Notrufe wurden nicht korrekt übermittelt. Behebung per Software-Update über Mobilfunkverbindung.
TÜV-Berichte nennen Bremsleitungen und Feststellbremse als typische Schwachstellen des GLA X156. Bremsleitungen neigen zur Korrosion.
Das 7G-DCT-Getriebe im GLA X156 zeigt bei intensivem Stadtbetrieb ab ca. 60.000 km ruckelnde Gangwechsel, besonders beim Hochschalten von 2. auf 3. Gang. Verschlissene Kupplungslamellen (unter 1,8 mm) sind häufige Ursache, ein Getriebeölwechsel kann Symptome lindern.
Bei Kälte lassen sich die elektrischen Außenspiegel des GLA X156 häufig nicht mehr einfalten. Das optionale Schiebedach öffnet oder schließt bei niedrigen Temperaturen nicht vollständig. Ursache sind Kälteempfindlichkeit der Antriebsmotoren und Steuergeräte.
Ab Autobahngeschwindigkeit von 120 km/h berichten GLA-X156-Besitzer von deutlichen Windgeräuschen im Bereich der Türdichtungen und der Motorhaube. Die Motorhaube flattert messbar, was auf unzureichende Abdichtung der Karosserie hinweist.
Viele GLA X156-Besitzer berichten über störende Windgeräusche bei höheren Geschwindigkeiten ab etwa 120 km/h. Zusätzlich vibriert die Motorhaube bei höherem Tempo.
Besitzer klagen über knarzende und scheppernde Geräusche aus dem Innenraum. Gurtumlenkungen und Sitze klappern häufig. Typisch bei höherer Laufleistung.
Berichte & Tests
Der GLA X156 schneidet bei der Hauptuntersuchung in seiner Altersklasse solide ab und hält die Mängelquote unter dem Kompakt-SUV-Durchschnitt.
Der GLA X156 zeigt in der Pannenhäufigkeit mit zunehmendem Alter ein leicht verschlechtertes Bild und bewegt sich im Mittelfeld seiner Klasse.