MINI MINI Countryman
Der PHEV-Antriebsstrang des F60 Countryman kombiniert den B38-Dreizylinder mit einem Hinterachs-Elektromotor; bekannte Hochvolt-Batterieprobleme (fehlerhafte Zellen) führten zu mehreren Rückrufen. Elektrische Reichweite degradiert bei älteren Akkus merklich; Kühlsystem und Ölstand regelmäßig prüfen, da der Motor selten unter Volllast läuft und Kondensatbildung im Öl begünstigt.
Hybrid mit E-Kick
220 PS Systemleistung — E-Motor an der Hinterachse gibt echtes AWD-Feeling. Spontane Kraftentfaltung, im Sport-Modus echter Schiebebetrieb.
Motor-Schwachstellen 5
BMW rief ca. 26.700 PHEV-Fahrzeuge inkl. MINI Countryman SE Hybrid F60 wegen Brandgefahr durch Verunreinigungen in der Hochvolt-Batterieproduktion zurück. Kurzschluss und Fahrzeugbrand möglich. Rückruf sollte kostenlos durchgeführt worden sein.
Symptome: Keine Frühwarnsymptome; Brandgefahr beim Laden
Die elektrische Wasserpumpe des B38A15M1 kann ohne Vorwarnung ausfallen. Sofortige Überhitzung droht, da kein Keilriemen-Antrieb als Backup existiert.
Symptome: Plötzliche Überhitzungswarnung, Kühlmitteltemperatur steigt schnell, Motor geht in Notlauf
Der Verbrenner-Anteil des PHEV-Systems (B38-Basis) teilt die Kühlsystem-Schwächen des Serienmotors. Thermostatgehäuse und elektrische Wasserpumpe können undicht werden oder ausfallen.
Symptome: Kühlmittelverlust, Überhitzungswarnung, Kühlmittelgeruch
Im rein elektrischen Betrieb des F60 Countryman SE startet der B38-Dreizylinder selten und erreicht kaum Betriebstemperatur. Kraftstoff kondensiert im Motoröl. Bei häufigem E-Betrieb müssen die Ölwechselintervalle deutlich verkürzt werden — empfohlen alle 10.000–15.000 km statt 30.000 km.
Symptome: Ölstand steigt an ohne nachzufüllen, Öl riecht nach Benzin, erhöhter Kraftstoffverbrauch bei Verbrennerbetrieb, trübes Öl
Das Kunststoff-Ladeluftrohr des B38A15M1 kann an der Verbindungsstelle zum Ladeluftkühler Risse entwickeln. Druckverlust führt zu Leistungseinbrüchen.
Symptome: Zischen bei Volllast, Leistungsverlust, Motorsteuerleuchte, Ladedruck-Fehlercode
Fahrzeug-Schwachstellen 17
Mangelhafte äußere Spurstangen aus dem Produktionszeitraum 2016–2019 können frühzeitig verschleißen oder brechen. Fahrzeuge wurden im Rahmen eines Rückrufs nachgebessert.
Bei einem Unfall kann die ungeschützte Hochdruckpumpe beschädigt werden, was zu Kraftstoffaustritt und erhöhter Brandgefahr führt. Betroffen sind Fahrzeuge von Dezember 2016 bis August 2018.
Fehlerhafte Mikrogasgeneratoren im Gurtrückhalter können bei einem Unfall versagen. Betroffen sind Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum Januar bis März 2022.
Bei PHEV-Modellen besteht durch Verunreinigungen im Produktionsprozess Kurzschluss- und Brandgefahr in den Batteriezellen. Betroffene Fahrzeuge wurden mit maximal 30% Ladung begrenzt.
Die Zündeinheit des Kopfairbags kann sich vom Gasgenerator lösen, was die Schutzwirkung bei einem Unfall beeinträchtigt. Betroffen sind Fahrzeuge bestimmter Produktionszeiträume.
Fahrzeuge mit höherer Laufleistung fallen bei der Hauptuntersuchung überdurchschnittlich häufig durch Ölverlust auf. Dichtungen und Wellendichtringe sollten regelmäßig geprüft werden.
B38 und B48 Benziner mit Direkteinspritzung neigen zu Koksablagerungen an Einlassventilen und Ansaugtrakt. Führt zu Leistungsverlust und erhöhtem Verbrauch.
Der Dieselpartikelfilter des B47-Motors kann bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb verstopfen, da keine vollständige Regeneration möglich ist. Regelmäßige Autobahnfahrten erforderlich.
Das Abgasrückführungsventil des B47-Dieselmotors verstopft durch Rußablagerungen. Tritt typisch ab 100.000–130.000 km auf. Reinigung oder Tausch nötig.
Die vorderen Querlenker mit integrierten Traggelenken verschleißen im Alter vorzeitig. Traggelenk ist nicht separat tauschbar, der komplette Querlenker muss ersetzt werden.
Das 8-Gang-Wandlerautomatikgetriebe zeigt Ruckeln, verzögerte Schaltvorgänge und teils lange Verzögerung beim 3. und 5. Gang. Verstopfter Ansaugfilter der Ölpumpe kann Pumpen-Überhitzung verursachen.
Vor allem JCW- und ALL4-Varianten verschleißen die vorderen Bremsbeläge ungewöhnlich früh. Im Gebirge oder bei sportlicher Fahrweise berichten Fahrer über vollständigen Belagverschleiß unter 20.000 km.
Das Traggelenk des vorderen Querlenkers verschleißt vorzeitig. Da es nicht separat getauscht werden kann, muss der komplette Querlenker ersetzt werden. Nach dem Tausch ist eine Achsvermessung zwingend erforderlich.
Die elektrische Heckklappe des Countryman F60 kann sich spontan öffnen, besonders bei Erschütterungen oder Temperaturwechseln. Ursache sind defekte Taster oder Steuergeräte.
Die Frontbeleuchtung wird bei Hauptuntersuchungen signifikant häufiger beanstandet als der Klassendurchschnitt. Auch die Heckleuchten neigen zum Beschlagen durch eindringende Feuchtigkeit.
Die Querlenker-Buchsen des Countryman F60 verschleißen besonders auf schlechten Straßen schneller als bei anderen MINI-Modellen, bedingt durch das höhere Gewicht.
Die Bluetooth-Verbindung bricht häufig ab oder lässt sich nicht aufbauen. Das Problem betrifft vor allem frühe Modelle und wurde durch Software-Updates beim Händler größtenteils behoben.
Berichte & Tests
Der Countryman F60 zeigt laut TÜV-Report bei der Frontbeleuchtung erhöhte Mängelquoten, ansonsten liegt er im grünen Bereich. Plug-in-Versionen hatten Rückrufe wegen Batteriemoduldefekten. Die Verarbeitungsqualität ist gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert.