MINI MINI
Der 1,5-Liter-Dreizylinder-Diesel war in frühen Serien durch EGR-Ventil-Verstopfung auffällig — ein Rückruf behob das Problem. Nach dem Facelift 2018 gilt der B37 als deutlich zuverlässiger. EGR-Ventil und Ansaugkrümmer bei höheren Laufleistungen auf Rußablagerungen prüfen; Partikelfilter-Zustand bei kurzen Stadtfahrten beachten.
Cooper D überrascht
116 PS Diesel mit 270 Nm — überraschend lebendig im MINI-Chassis. Enorm direktes Einlenken, auf Landstraßen echter Fahrspaß trotz Selbstzünder.
Motor-Schwachstellen 5
BMW rief 145.000 Diesel-Fahrzeuge (inkl. MINI Cooper D/One D) wegen Brandgefahr durch undichten AGR-Kühler zurück. Kühlmittel kann auf heiße Bauteile gelangen. Rückruf sollte kostenlos in der Werkstatt durchgeführt worden sein.
Symptome: Kein direktes Symptom vor Brandausbruch; gelegentlich Kühlmittelverlust erkennbar
Die dreiteilige Steuerkette des B37 ist auf der Motorgetriebeseite eingebaut. Für einen Wechsel muss der Motor komplett ausgebaut werden — rund 16 Stunden Arbeit. Gesamtkosten können 4.000–5.000 € erreichen.
Symptome: Rasseln beim Kaltstart, Kettengeräusche, Steuerkettenfehler im Fehlerspeicher
Der Turbolader des B37 kann Ladedruckverluste durch undichte Schläuche oder Verbindungsstücke entwickeln. In schwereren Fällen kommt es zu Lagerschäden mit Ölverlust.
Symptome: Pfeifendes Geräusch, Leistungsverlust, Turbo-Lag, blauer Rauch
Der Dieselpartikelfilter des Cooper D regeneriert aktiv durch Nacheinspritzung. Bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb kann die Regeneration nicht abgeschlossen werden und der DPF verstopft vorzeitig.
Symptome: DPF-Warnung im Cockpit, Leistungsreduzierung, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Im reinen Kurzstreckenbetrieb kann der DPF des B37 nicht ausreichend regenerieren. Die Warnleuchte erscheint, und im schlimmsten Fall muss der Filter getauscht werden.
Symptome: DPF-Warnleuchte, erhöhter Kraftstoffverbrauch, reduzierte Motorleistung, Öldünnung durch fehlgeschlagene Regeneration
Fahrzeug-Schwachstellen 15
Die äußeren Spurstangen zeigen übermäßigen Verschleiß und können vorzeitig brechen. Ein Rückruf betraf Fahrzeuge aus bestimmten Produktionszeiträumen; Austausch erfolgte oft auf Kulanz.
Beim Vierzylinder-Diesel (B47) bestand Brandgefahr durch austretende Kühlflüssigkeit am AGR-Kühler. Betroffen sind Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum April 2015 bis September 2016.
Die Domlager der Vorderachse verschleißen vorzeitig und verursachen Geräusche beim Einlenken. Der Austausch beider Domlager ist die dauerhaft wirksame Lösung.
Der Antrieb des Scheibenwischers neigt zur Korrosion und erzeugt dadurch Geräusche. Bei fortgeschrittenem Rost kann der Wischerantrieb vollständig ausfallen.
B38 und B48 Benzindirekteinspritzer bilden Koksablagerungen an den Einlassventilen und im Ansaugtrakt. Führt zu Leistungsverlust und erhöhtem Verbrauch. Walnut-Blasting als Reinigungsmethode.
Der B47-Diesel neigt bei viel Kurzstreckenbetrieb zu DPF-Verstopfungen, da die Temperatur für die Regeneration nicht erreicht wird. Regelmäßige Autobahnfahrten erforderlich.
Das Zweimassenschwungrad und die Kupplung des F56 können bei sportlicher Fahrweise vorzeitig verschleißen. Ruckeln beim Anfahren und Klappergeräusche im Leerlauf weisen auf das Problem hin.
Die Ölfiltergehäuse-Dichtung des B38/B48 wird ab ca. 80.000 km spröde. Öl tropft auf den Abgaskrümmer und verursacht Brandgeruch. Bei interner Leckage droht Öl-Kühlmittel-Vermischung.
Die adaptiven LED-Scheinwerfer des F56 können durch defekte Steuergeräte oder LED-Module ausfallen. Ein Einzeltausch ist oft nicht möglich, da das gesamte Scheinwerfermodul getauscht werden muss.
Wasser dringt durch defekte Heckklappe-Dichtungen, die dritte Bremsleuchte oder Lüftungsöffnungen in den Kofferraum ein. Problem ist dem Hersteller bekannt und betrifft frühe Modelle besonders häufig.
Beim Lenken im Stand oder bei niedriger Geschwindigkeit treten Knack- und Schleifgeräusche auf. Ursache sind häufig die Domlager oder die Wickelfederkassette, die getauscht werden müssen.
Die Frontbeleuchtung wird bei Hauptuntersuchungen überdurchschnittlich häufig beanstandet. Auch Heckleuchten beschlagen gelegentlich durch eindringende Feuchtigkeit.
Das schlüssellose Startsystem reagiert empfindlich auf Störsignale durch Smartphones oder andere Elektronikgeräte. Türen öffnen einwandfrei, aber der Motorstart verweigert gelegentlich.
Das optionale Panorama-Schiebedach erzeugt im geschlossenen Zustand bei höheren Geschwindigkeiten Windgeräusche. Gerissene oder verhärtete Dichtungen sind die häufigste Ursache.
Einige Fahrzeuge wurden ab Werk mit zu wenig Kältemittel befüllt, was die Kühlleistung spürbar mindert. Eine Nachfüllung bei der Inspektion behebt das Problem dauerhaft.
Berichte & Tests
Die dritte MINI-Generation fällt beim TÜV vor allem durch Beleuchtungsmängel auf. Die frühen Dreizylindermotoren (B38, bis April 2015) haben ein bekanntes Problem mit dem Kurbelwellen-Axiallager. EGR-Ventile der Diesel-Varianten neigen zum Verkoken.