Mitsubishi Outlander
Bewährter 2,4-Liter-MIVEC-Sauger mit Steuerkette und DOHC. Gilt grundsätzlich als zuverlässig, doch Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum 2007–2011 zeigen einen konstruktionsbedingten Schwachpunkt am Kurbelwellendichtring. Die Steuerkette hält bei regelmäßigem Ölwechsel bis etwa 150.000 km; danach steigt das Risiko von Kettenlängung und Überspringen deutlich.
Gereifter Familien-SUV
Der 2.4 MIVEC im großen Outlander bietet souveränen Vortrieb. Deutlich komfortabler als der Vorgänger.
Motor-Schwachstellen 3
Die Steuerkette des 4B12 neigt bei Laufleistungen über 150.000 km zur Längung. Ein gerissener oder übergesprungener Kettentrieb kann zu schwerem Motorschaden führen. Regelmäßige Ölwechsel sind entscheidend für die Kettenlebensdauer.
Symptome: Metallisches Rasseln oder Klackern aus dem Motorraum besonders beim Kaltstart, unruhiger Motorlauf, Kontrollleuchte für Motorsteuerung leuchtet auf
Fahrzeuge aus den Baujahren 2007–2011 zeigen eine bekannte Schwachstelle am Kurbelwellendichtring, der durch Fremdkörper beschädigt werden kann und zu Ölverlust führt. Ab Ende 2010 wurde das Design überarbeitet.
Symptome: Ölflecken unter dem Fahrzeug im Bereich des Motors, sinkender Ölstand ohne sichtbare Leckage im oberen Motorbereich, Ölgeruch nach dem Fahren
Bei höheren Laufleistungen kann der 4B12 durch Verschleiß an Kolbenringen oder Ventilschaftdichtungen erhöhten Ölverbrauch zeigen. Normaler Verbrauch liegt unter 0,25 Liter pro 1.000 km.
Symptome: Sinkender Ölstand zwischen den Wechselintervallen, leichter Blaurauch beim Kaltstart oder unter Last, Ölgeruch aus dem Auspuff
Fahrzeug-Schwachstellen 9
16.616 Outlander zurückgerufen wegen fehlerhaft gelöteter Kraftstoffpumpen. Kommutator und Kohlebürsten können verschweißen und die Pumpe ausfallen lassen.
Die automatische Gurtstraffung (ALR) an drei Sitzplätzen kann vorzeitig deaktivieren, bevor der Gurt vollständig aufgerollt ist. Kindersitze werden nicht korrekt fixiert.
Der rechte vordere Querlenker kann ohne Unfalleinwirkung brechen. Mehrere Fälle bei NHTSA dokumentiert, teils wiederholt nach Werkstatt-Reparatur.
Software-Fehler führen zu Problemen beim Laden der Starterbatterie und sporadischen Fehlermeldungen im Elektroantrieb. Das Fahrzeug wechselt eigenständig aus dem Eco- in den Normalmodus. Infotainment startet spontan neu.
Bei ca. 90.000 Fahrzeugen kann der Infotainment-Bildschirm schwarz werden, wenn innerhalb von 40 Sekunden nach Systemstart in den Rückwärtsgang geschaltet wird.
Die hinteren Stoßdämpfer können bereits ab 15.000 km Öl verlieren. Mehrere NHTSA-Beschwerden dokumentieren undichte Dämpfer bei Fahrzeugen unter einem Jahr Alter.
Das Abblendlicht ist werksseitig zu hoch eingestellt und blendet den Gegenverkehr. Das Fernlicht strahlt dagegen nicht weit genug. Werkstattbesuch zur Nachjustierung erforderlich.
Lack ist anfällig für Steinschläge und Absplitterungen. Zierleisten und Tankklappenabdeckung sitzen teils schlecht und lösen sich.
Hartnäckige Quietsch- und Klappergeräusche aus dem hinteren Innenraum. Werkstätten können die Ursache oft nicht lokalisieren. Bei nasser Straße verstummt das Geräusch teils.