Mitsubishi Pajero
Legendärer 2,5-Liter-Turbodiesel mit Zahnriemen — Wechselintervall 90.000 km unbedingt einhalten. Zwei Zahnriemen vorhanden (Steuer- und Ausgleichswelle). Robust bei guter Wartung, aber empfindlich gegen Kurzstrecke und schlechte Kraftstoffqualität.
Unverwüstlicher Diesel
Der 2.5 Turbodiesel ist der klassische Pajero-Motor — nicht schnell, aber unzerstörbar. Charakter eines Arbeitstiers.
Motor-Schwachstellen 4
Der 4D56 hat zwei Zahnriemen (Steuer- und Ausgleichswelle), die alle 90.000 km gewechselt werden müssen. Bei Versäumnis droht als Interferenzmotor schwerer Ventilschaden. Kosten für den Wechsel ca. 600 € inkl. Spannrollen.
Symptome: Motor springt nicht mehr an, metallisches Schlaggeräusch, Kompressionsverlust
Die Zylinderkopfdichtung ist eine bekannte Schwachstelle des 4D56. In vielen Fällen ist nicht nur die Dichtung betroffen, sondern der Zylinderkopf selbst muss geplant oder ersetzt werden.
Symptome: Kühlwasserverlust, Mayonnaise am Öldeckel, weiße Abgaswolken, Überhitzung bei Bergfahrten
Der Turbolader verschleißt bei hoher Laufleistung oder mangelhafter Ölversorgung. Die VGT-Variante (Variable Geometry Turbo) ist zusätzlich anfällig für festsitzende Leitschaufeln durch Rußablagerungen.
Symptome: Pfeifgeräusch vom Turbo, Leistungsverlust, schwarzer Rauch, Notlaufprogramm
Das AGR-Ventil und die zugehörigen Leitungen verstopfen durch Rußablagerungen. Die originale AGR-Leitung hat nur 2 mm Durchmesser — eine bekannte Konstruktionsschwäche, die Mitsubishi später auf 6 mm vergrößerte.
Symptome: Leistungsverlust, unruhiger Leerlauf, Motorwarnleuchte, schwarzer Rauch beim Beschleunigen
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Massiver Rostbefall an Unterboden, Schwellern und Radläufen, besonders bei Baujahren vor 2003. Hohlräume rosten von innen, Brems- und Klimarohre am Unterboden stark korrodiert. Nachträglicher Schutz dringend empfohlen.
Radlager vorne und hinten verschleißen frühzeitig, teils schon ab 80.000 km. Mehrfach dokumentierte Fälle mit Schäden an Antriebswelle und Radnabe infolge defekter Lager. Offroad-Betrieb beschleunigt den Verschleiß erheblich.
Gummilager an vorderen und hinteren Längslenkern sowie Querlenkern verschleißen deutlich ab 150.000 km. Hinzu kommen verrottete Gummipuffer an der Hinterachsdifferenzial-Aufhängung, was zu Fahrwerksgeräuschen führt.
Synchronringe im Schaltgetriebe nutzen sich vorzeitig ab, besonders im 3. und 4. Gang. Schaltgabeln können ausleieren. Typisches Symptom ist das Herausspringen des 4. Gangs, was eine Getriebezerlegung erfordert.
ABS-Kontrollleuchte und Bremswarnanzeige aktivieren sich intermittierend ohne echten Defekt. Ursache sind häufig oxidierte Radsensorkontakte oder defekte Geschwindigkeitssensoren. Allrad-Sperren-Elektronik zeigt ebenfalls Ausfälle.
Die Rohrleitungen zur hinteren Klimaanlage verlaufen am Unterboden und rosten stark durch. Besonders bei älteren Fahrzeugen mit Fondklimaanlage sind diese Leitungen häufig nahezu durchgerostet, was zu Kältemittelverlust führt.