Mitsubishi Pajero
Langlebiger 3,0-Liter-V6-Saugmotor mit Zahnriemenantrieb. Solide Konstruktion, bei hohen Laufleistungen auf Zylinderkopfrisse prüfen. Zahnriemen und Wasserpumpe alle 90.000 km oder 6 Jahre tauschen — Pflichtintervall, da Interferenzmotor.
V6-Benziner mit Charakter
Der 3.0 V6 klingt gut und läuft seidig. Nicht der sparsamste, aber ein kultivierter Begleiter für Offroad-Abenteuer.
Motor-Schwachstellen 3
Bei hohen Laufleistungen können die Aluminiumzylinderköpfe zwischen den Ventilen reißen. Wasser gelangt ins Öl, Kompression fällt ab. Neuer Originalkopf kostet ca. 1.600 € pro Stück.
Symptome: Weißlicher Ölschlamm im Ventildeckel, feiner Wassersprühnebel beim Anlassen, Kompressionsabfall
Interferenzmotor: Bei Zahnriemenriss schlagen Ventile an Kolben — Totalschaden droht. Wechselintervall 90.000 km oder 6 Jahre zwingend einhalten, Wasserpumpe immer mittauschen.
Symptome: Motor springt nicht mehr an oder läuft unrund nach Riemenriss; vorher kein Vorwarnzeichen
Feuchtigkeit an Verteilerkappe, Zündkabel und Zündspule führt zu Kriechströmen und Kaltstartproblemen. Tritt besonders bei nassem Wetter auf. Durch regelmäßige Pflege vermeidbar.
Symptome: Schlechtes Kaltstartvermögen, Motor orgelt beim Anspringen, nach dem Start normaler Lauf
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Ab Werk völlig unzureichende Hohlraum- und Unterbodenversiegelung. Bodenbleche mit Kastenversteifungen, Türen und Kotflügel rosten schnell. Reserveradträger scheuert und rostet. Nachträglicher Schutz im ersten Jahr dringend empfohlen.
Bei der 200-PS-Version drosselt die Elektronik das Drehmoment zum Schutz des Automatikgetriebes. Das Getriebe gilt als Schwachstelle und reagiert bei hoher Belastung träge. Regelmäßiger Getriebeölwechsel ist essenziell.
Bei tieferen Wasserdurchfahrten dringt Wasser in den Innenraum ein. Die Türdichtungen und Kabeldurchführungen sind nicht ausreichend abgedichtet. Elektronikschäden durch Nässe im Fußraum sind die Folge.
ABS-Raddrehzahlsensoren oxidieren und liefern Fehlsignale. Die Allradelektronik (Super Select II) zeigt sporadische Ausfälle. Flugrost an den Radaufhängungen beschleunigt die Korrosion der Sensorkabel und Steckverbindungen.
Das Fahrwerk ist ab Werk sehr hart abgestimmt, jede Bodenwelle wird deutlich spürbar. Im Gegensatz zum Vorgänger fehlt eine verstellbare Dämpfung. Stoßdämpfer und Buchsen verschleißen bei häufigem Offroad-Einsatz schneller.
Die Kunststoffstoßstangen sind für den Geländeeinsatz zu empfindlich und brechen bei Kontakt mit Steinen oder Ästen schnell. Viele Besitzer rüsten auf Stahlstoßstangen um, was jedoch die Zulassung beeinflussen kann.