Mitsubishi Pajero
Ausgereifter 3,8-Liter-V6 mit MIVEC-Ventilhubverstellung. Keine GDI-Direkteinspritzung — damit deutlich unproblematischer als der 6G74. Zahnriemen und Wasserpumpe alle 100.000 km oder 5 Jahre tauschen.
V6-Urgewalt
3.8 Liter V6 mit 250 PS im Pajero — ein Anachronismus, aber ein liebenswerter. Satter Sound, müheloser Durchzug und echtes Offroad-Erlebnis mit Super Select II.
Motor-Schwachstellen 2
Interferenzmotor mit Zahnriemen. Wechselintervall von 100.000 km oder 5 Jahren — Nichteinhaltung bedeutet Totalschadenrisiko. Kosten 675–985 € inkl. Wasserpumpe.
Symptome: Kein Vorwarnzeichen vor Riss; bei beginnender Dehnung gelegentliches Knattern beim Kaltstart
Bei höheren Laufleistungen neigen die Ventilschaftdichtungen des 6G75 zum Verhärten, was zu erhöhtem Ölverbrauch führt. Über 300 ml/1.000 km gilt als reparaturbedürftig.
Symptome: Blaurauch beim Kaltstart oder beim Gasgeben, erhöhter Ölverbrauch über 0,3 l/1.000 km
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Ab Werk völlig unzureichende Hohlraum- und Unterbodenversiegelung. Bodenbleche mit Kastenversteifungen, Türen und Kotflügel rosten schnell. Reserveradträger scheuert und rostet. Nachträglicher Schutz im ersten Jahr dringend empfohlen.
Bei der 200-PS-Version drosselt die Elektronik das Drehmoment zum Schutz des Automatikgetriebes. Das Getriebe gilt als Schwachstelle und reagiert bei hoher Belastung träge. Regelmäßiger Getriebeölwechsel ist essenziell.
Bei tieferen Wasserdurchfahrten dringt Wasser in den Innenraum ein. Die Türdichtungen und Kabeldurchführungen sind nicht ausreichend abgedichtet. Elektronikschäden durch Nässe im Fußraum sind die Folge.
ABS-Raddrehzahlsensoren oxidieren und liefern Fehlsignale. Die Allradelektronik (Super Select II) zeigt sporadische Ausfälle. Flugrost an den Radaufhängungen beschleunigt die Korrosion der Sensorkabel und Steckverbindungen.
Das Fahrwerk ist ab Werk sehr hart abgestimmt, jede Bodenwelle wird deutlich spürbar. Im Gegensatz zum Vorgänger fehlt eine verstellbare Dämpfung. Stoßdämpfer und Buchsen verschleißen bei häufigem Offroad-Einsatz schneller.
Die Kunststoffstoßstangen sind für den Geländeeinsatz zu empfindlich und brechen bei Kontakt mit Steinen oder Ästen schnell. Viele Besitzer rüsten auf Stahlstoßstangen um, was jedoch die Zulassung beeinflussen kann.