Nissan Leaf
Nissan-eigener Elektromotor, verbaut im Leaf und e-NV200. Bewährt, aber frühe 24-kWh-Batterien mit schneller Degradation.
E-Pionier mit sanftem Schub
109 PS Elektroantrieb — sofortiges Drehmoment macht ihn im Stadtverkehr erstaunlich flott.
Motor-Schwachstellen 2
Der Nissan Leaf verwendet eine passive Luftkühlung für die Batterie. Besonders die 24-kWh-Variante (ZE0) verliert bei heißem Klima oder häufigem Schnellladen deutlich an Kapazität. Restkapazitäten unter 70 % nach 80.000 km sind dokumentiert.
Symptome: Sinkende Reichweite, weniger Kapazitätsbalken in der Anzeige, kürzere Fahrstrecken pro Ladung
Der Leaf ZE1 (40 kWh) drosselt die Schnellladeleistung nach mehrfachem CHAdeMO-Laden auf einer Langstrecke drastisch. Ursache ist die fehlende aktive Batterie-Temperaturkontrolle. Nissan verbesserte die Software, löste das Problem aber nicht vollständig.
Symptome: Ladegeschwindigkeit sinkt bei der zweiten oder dritten Schnellladung drastisch, Ladezeiten verdoppeln sich
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Der Leaf ZE0 hat keine aktive Flüssigkeitskühlung der Batterie. Bei warmem Klima und häufigem Schnellladen verliert die 24-kWh-Batterie schnell Kapazität: ADAC-Test zeigte 11% Verlust bei 80.000 km.
Häufiges DC-Schnellladen über CHAdeMO beschleunigt die Batteriealterung des ZE0 erheblich, da keine Flüssigkeitskühlung vorhanden ist. Die Batterie erhitzt sich und altert schneller.
Nissan gewährleistete für den ZE0 nur 5 Jahre oder 100.000 km Batterie-Garantie. Nach Ablauf trägt der Käufer das volle Risiko eines Batterietauschs. Gebrauchtwagenkäufer müssen den SOH prüfen.
Die Bremssättel des Leaf ZE0 fressen fest, weil die mechanischen Bremsen durch Rekuperation selten genutzt werden. Korrosion an Führungsbolzen und Kolben ist die Folge.
Die 12V-Bordnetzbatterie des Leaf ZE0 entlädt sich bei längerer Standzeit. Fahrzeug ist dann nicht mehr startbar, obwohl die Traktionsbatterie voll ist.
Durch das hohe Gewicht der Batterie verschleißen Fahrwerksteile der Vorderachse beim ZE0 schneller als bei vergleichbaren Verbrennern. Spurstangen und Querlenker sind häufiger betroffen.