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Nissan · Kompaktklasse · 2014–2018 Eigene Suche

Nissan Pulsar C13

Schwachstellen, Motorenbewertung und Kaufberatung

1.0 / 5.0 · Basierend auf 3 Motorvarianten · So bewerten wir

Der Pulsar C13 (2014–2018) war Nissans Versuch, in der hart umkämpften Golf-Klasse mitzuspielen — ein konventioneller Kompakt-Schrägheck gegen Golf, Astra und Focus. Auf der Renault-Nissan-CMF-Plattform gebaut, punktete er vor allem mit großzügigem Innenraum (üppige Beinfreiheit im Fond) und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, blieb optisch und im Fahrverhalten aber betont unauffällig. Genau diese Unauffälligkeit wurde ihm zum Verhängnis: Er verkaufte sich schlecht, fand kaum Fans und verschwand früh wieder vom Markt, was ihn heute zu einem seltenen, oft günstigen Gebrauchten macht. Motorseitig gab es den Renault-Diesel K9K (1.5 dCi), den kleinen Turbobenziner HRA2DDT (1.2 DIG-T) und den stärkeren MR16DDT (1.6 DIG-T) mit bis zu rund 190 PS — die Spanne von 110 bis 190 PS deckte vom sparsamen Pendler bis zum überraschend flotten Kompakten alles ab.

Schwachstellen: Für den Pulsar liegen in unserer Datenbank noch keine modellspezifischen Schwachstellen-Einträge vor, was angesichts der geringen Stückzahlen und des kurzen Marktlebens nicht überrascht. Belastbare Aussagen lassen sich aber aus der bekannten Motorentechnik ableiten. Die kleinen DIG-T-Turbobenziner (1.2 und 1.6) sind für ihre Steuerketten-Thematik bekannt — Kettenlängung mit Rasseln beim Kaltstart ist bei dieser Motorengeneration gattungstypisch und sollte gezielt geprüft werden, denn ein übersprungener Zahn bedeutet Motorschaden. Turbolader und Direkteinspritzung erfordern zudem eine saubere Öl- und Wartungshistorie; verkokte Einlassventile sind bei Direkteinspritzern grundsätzlich ein Thema und können auf Dauer Leistung und Laufkultur mindern. Der K9K-Diesel ist robust und sparsam, mag aber keine reine Kurzstrecke, weil sonst DPF und AGR zusetzen.

Kaufberatung: Bei den Benzinern auf Kettenrasseln beim Kaltstart hören und die Ölwechsel-Intervalle prüfen — knappe Ölmengen oder verlängerte Intervalle sind Gift für Kette und Turbo. Lückenlose Wartung verlangen und auf Turbo-Pfeifen oder blauen Qualm achten. Den Diesel nur bei überwiegender Langstrecke und gepflegtem DPF wählen und die AGR-Funktion bewerten. Da der Pulsar selten ist, lohnt etwas Geduld bei der Suche nach einem wirklich gepflegten Exemplar mit Historie.

Als Kaufargument bleibt der Pulsar vor allem ein Preis-Raum-Wunder: Für wenig Geld bekommt man einen vollwertigen Kompakten mit Klassenbestwerten beim Knieraum im Fond — ideal für Familien, die einen Golf-Konkurrenten zum kleinen Kurs suchen. Im Gegenzug muss man mit dem nüchternen Auftritt, dem braven Fahrwerk und der geringen Verbreitung leben. Letztere kann bei seltenen Karosserie-Ersatzteilen oder Unfallschäden zum Geduldsspiel werden, während Motor- und Verschleißteile dank der Plattform-Verwandtschaft mit Mégane und Qashqai gut verfügbar sind.

Fazit: Ein unterschätzter, geräumiger und vernünftiger Kompakter, der wegen seiner Seltenheit oft preiswert zu haben ist. Wer die typischen DIG-T-Steuerketten-Risiken im Blick behält und auf konsequente Wartung achtet, bekommt viel Auto fürs Geld. Die schwache Ersatzteil- und Marktverbreitung ist der größte praktische Nachteil — dafür gibt es beim Kauf kaum einen Image-Aufschlag zu zahlen, und ein gesundes Exemplar fährt unauffällig zuverlässig.

Spaßigster Motor

190 PS

Pulsar · Benzin

190 PS DIG-T: Bester Pulsar-Motor

Ganz okay
Problemmotor

65–116 PS

1.5L Diesel

8 Schwachstellen

Finger weg!
Versicherungseinstufung: Mittel
Haftpflicht TK 17 Teilkasko TK 20 Vollkasko TK 18
Median der Baureihe — einzelne Motorisierungen können abweichen

Diese Daten direkt auf mobile.de

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Motorbewertung

Gute Wahl, Aufpassen oder Finger weg!

Warnhinweise

Motorschaden, fehlende HU, Bastlerfahrzeug — sofort erkannt.

Versicherung

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Motoren-Übersicht

Der Nissan Pulsar C13 ist mit 3 Motorisierungen erhältlich — von 65 PS bis 218 PS.

1.5L · Diesel· 110 PS
2014 2018
Versicherungseinstufung: Mittel

Kompakter Common-Rail-Turbodiesel der Renault-Nissan-Allianz, millionenfach gebaut und über Jahrzehnte verfeinert. Von rund 65 bis 115 PS — kein Sprinter, aber durchzugsstark im mittleren Drehzahlbereich und sehr sparsam. Grundsolide Mechanik, doch die Hochdruckpumpe kann bei Verschleiß Metallspäne ins Kraftstoffsystem spülen und einen Totalschaden auslösen — beim Kauf auf saubere Wartungshistorie achten. AGR-Ventil und Partikelfilter verkoken im Kurzstreckenbetrieb, der Zahnriemen ist strikt nach Intervall zu wechseln. Ladeluftschlauch und Nockenwellensensor sind günstige, aber wiederkehrende Reparaturen.

  • !! Hochdruckpumpe Metallspäne – Totalschaden Kraftstoffsystem ab 150.000 km

    Die Hochdruckpumpe des K9K kann Metallspäne erzeugen, die das gesamte Kraftstoffsystem kontaminieren. Pumpe, alle vier Injektoren, Kraftstoffleitungen und Tank müssen ersetzt werden.

    Symptome: Motorausfall, Startschwierigkeiten, schwarzer Rauch, Metallpartikel im Kraftstofffilter sichtbar.
    2.000–5.000 €
  • !! Zahnriemen reißt vorzeitig — Einspritzpumpe ab 160.000 km

    Der Zahnriemen des K9K kann vorzeitig reißen, wenn die Einspritzpumpe nicht korrekt ausgerichtet ist. Bei Fehlausrichtung frisst der Riemen an der Kante und reißt weit vor dem Wechselintervall. Motorschaden als Interferenzmotor.

    Symptome: Riemengeräusche, sichtbarer Kantenverschleiß am Zahnriemen, plötzlicher Motorstillstand
    400–600 €
  • !! Pleuellagerschaden — Motortotalschaden ab 150.000 km

    Berüchtigte K9K-Schwäche: Die Pleuellager (oft Zylinder 3) drehen sich bei rund 100.000–180.000 km durch, häufig begünstigt durch Ölverdünnung oder zu lange Ölwechselintervalle. Im Forum dokumentiert: Schaden bei 92.000 km für 4.300 €, bei 180.000 km für 6.100 €.

    Symptome: Rhythmisches metallisches Nageln/Klopfen aus dem unteren Motorblock, lauter unter Last und im Leerlauf, oft mit aufleuchtender Öldruckkontrolle. Bei Weiterfahrt droht binnen Minuten der Pleuelbruch durch den Block.
    3.000–6.500 €

+ 5 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

1.2L · Benziner· 116 PS
2014 2018
Versicherungseinstufung: Mittel

Aufgeladener 1.2L-Vierzylinder mit Direkteinspritzung aus der Allianz-Entwicklung, rund 115 PS. Aus dem kleinen Hubraum kommt dank Turbo ordentlich Drehmoment im unteren Bereich, der Motor wirkt im Alltag lebendiger als ein Sauger gleicher Größe. Schwachstellen sind die längende Steuerkette, erhöhter Ölverbrauch durch verschlissene Kolbenringe und ein druckschwacher Turbolader. Vor dem Kauf Kettenrasseln im Kaltstart prüfen, Ölstand im Blick behalten und auf saubere Wartungsintervalle achten.

  • !! Steuerkette dehnt sich vorzeitig ab 70.000 km

    Die Steuerkette des 1.2 DIG-T dehnt sich durch mangelnde Schmierung des Kettenspanners vorzeitig. Ursache sind defekte Kolbenringe, die Ölverlust fördern. Im schlimmsten Fall springt die Kette über und verursacht Motorschaden.

    Symptome: Lautes Rasseln der Steuerkette beim Kaltstart, metallisches Klackern bei Lastwechseln, Motorwarnleuchte
    1.250–2.200 €
  • !! Hoher Ölverbrauch durch defekte Kolbenringe ab 50.000 km

    Defekte Kolbenringe lassen Öl in den Brennraum eintreten. Der Verbrauch übersteigt 0,5 l/1000 km deutlich. Der sinkende Ölstand beschleunigt zusätzlich den Steuerkettenverschleiß durch Spannerversagen.

    Symptome: Blaurauch aus dem Auspuff, Ölstand sinkt spürbar zwischen Inspektionen, Ölgeruch im Motorraum
    1.500–7.000 €
  • !! CVT-Getriebe ruckelt und überhitzt ab 70.000 km

    Das optionale CVT-Getriebe zeigt nach 60.000–80.000 km Rucken bei Beschleunigung und Überhitzungsneigung bei sportlicher Fahrweise oder hoher Last. Häufige Ölwechsel (alle 50.000 km) sind unerlässlich.

    Symptome: Rucken beim Anfahren und Beschleunigen, unruhiger Drehmomenteintrag, Überhitzungswarnung bei Anhängerbetrieb
    2.000–5.000 €

+ 1 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

1.6L · Benziner· 190 PS
2015 2018
Versicherungseinstufung: Mittel

Aufgeladener 1.6L Direkteinspritzer mit ordentlich Punch von rund 163 bis 218 PS, je nach Ausbaustufe. Drehfreudig und spritzig, hängt gut am Gas. Die Steuerkette ist der bekannte Schwachpunkt und sollte bei Geräuschen sofort geprüft werden. Der Turbolader quittiert mangelhafte Wartung und kurze Ölwechselintervalle schnell mit Lagerschaden. Hochdruckpumpe und Einspritzdüsen sind anfällig, dazu kommt Ölverbrauch durch verschlissene Kolbenringe. Nur mit lückenloser Wartung und gutem Öl ein dankbares Aggregat.

  • !! Steuerkette – bekannter Schwachpunkt ab 77.000 km

    Die Steuerkette gilt als der kritischste Schwachpunkt des MR16DDT. Nissan hat mehrere Überarbeitungen durchgeführt (5. Generation robuster). Kettenbruch bei ca. 77.000 km führte zu Rückrufen in USA/Kanada.

    Symptome: Metallisches Rasseln beim Kaltstart und unter Last, Motorschwankungen bei Lastwechsel, Motorsteuerleuchte.
    1.200–5.000 €
  • !! Turbolader anfällig bei mangelnder Wartung ab 130.000 km

    Der MHI TF035HL-Turbolader des MR16DDT reagiert empfindlich auf Ablagerungen im Abgaskrümmer, defekte Kurbelgehäuseentlüftung und fehlerhafte Magnetventile. Vorzeitiger Lagerverschleiß möglich.

    Symptome: Pfeifende oder jaulende Geräusche aus dem Turbolader, Leistungsverlust, Blaurauch, Notlaufmodus.
    800–2.500 €
  • !! Hochdruckpumpe und Einspritzdüsen anfällig ab 100.000 km

    Das Direkteinspritzsystem des MR16DDT arbeitet mit bis zu 270 MPa. Kraftstoffpumpe kann in der Garantiezeit ausfallen. Einspritzdüsen neigen zur Verkokung und Verstopfung.

    Symptome: Leistungsverlust und Notlaufmodus bei Pumpenfehler. Ruckeln und erhöhter Verbrauch bei Düsenverkokung. Motorsteuerleuchte.
    500–1.800 €

+ 2 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

Alternativen

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Weiter stöbern

Bekannte Probleme und Mängel +

Für den Nissan Pulsar C13 (2014–2018) sind insgesamt 17 Schwachstellen dokumentiert. 3 Problemmotoren: K9K (1.5L), HRA2DDT (1.2L), MR16DDT (1.6L).

Pulsar (K9K, 2014–2018) — Finger weg!: Hochdruckpumpe Metallspäne – Totalschaden Kraftstoffsystem, Zahnriemen reißt vorzeitig — Einspritzpumpe, Pleuellagerschaden — Motortotalschaden. Leistung: 110 PS.

Pulsar (HRA2DDT, 2014–2018) — Finger weg!: Steuerkette dehnt sich vorzeitig, Hoher Ölverbrauch durch defekte Kolbenringe, CVT-Getriebe ruckelt und überhitzt. Leistung: 116 PS.

Pulsar (MR16DDT, 2015–2018) — Finger weg!: Steuerkette – bekannter Schwachpunkt, Turbolader anfällig bei mangelnder Wartung, Hochdruckpumpe und Einspritzdüsen anfällig. Leistung: 190 PS.

Worauf beim Nissan Pulsar achten? Die detaillierte Auflistung aller Motor- und Fahrzeug-Schwachstellen findest du in den Abschnitten oben.

Häufige Fragen

Welche Probleme und Schwachstellen hat der Nissan Pulsar C13? +
Der Nissan Pulsar C13 hat 17 bekannte Motor-Schwachstellen.
Worauf muss ich beim Nissan Pulsar C13 Gebrauchtwagen achten? +
faq.watch_a_avoid
Welcher Motor ist empfehlenswert? +
Keiner der verfügbaren Motoren wird als 'Gute Wahl' bewertet. Finger weg! Am meisten Fahrspaß bietet der MR16DDT (1.6L). Problemmotor: K9K (1.5L) — Finger weg!
Welcher Nissan Pulsar C13 Motor macht am meisten Spaß? +
Der {code} ({displacement}) bietet den meisten Fahrspaß im Nissan Pulsar C13 — Bewertung: „Ganz okay". {description} Mit dem Turbobenziner wird der Pulsar endlich zu einem Kompakten mit Biss — Spaß im Golf-Revier.
Lohnt sich der Nissan Pulsar C13 als Gebrauchtwagen? +
Beim Nissan Pulsar C13 ist Vorsicht geboten — 3 von 3 Motorvarianten erhalten die Bewertung 'Finger weg!'. Die Motorwahl ist entscheidend.
Welche PS-Varianten gibt es beim Nissan Pulsar C13? +
Der Nissan Pulsar C13 ist mit Motorvarianten von 65 bis 218 PS erhältlich. Benziner: HRA2DDT (1.2L), MR16DDT (1.6L). Diesel: K9K (1.5L).

Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr