Nissan X-Trail
Renault-Nissan 2.0 dCi mit Common-Rail. Kräftig, aber anfällig für Injektorschäden und DPF-Probleme bei Kurzstrecke.
177 PS Diesel — Zweck, nicht Freude
Autobahn-Diesel für weite Wege — souverän, aber nie aufregend.
Motor-Schwachstellen 6
Frühe M9R-Versionen mit Automatikgetriebe zeigen Pleuellagerversagen bei sehr niedrigen Laufleistungen (14.000–57.000 km). Nissan verlängerte die Gewährleistung auf 150.000 km und gab interne Bulletins heraus.
Symptome: Metallisches Klopfen aus dem Motor, plötzlicher Motorausfall, Öldruck-Warnleuchte, kein Motoranlauf möglich.
Vorserienüberarbeitete M9R-Motoren (vor 2011) zeigen häufige Turboladerschäden, die in Verbindung mit den Pleuellagerschäden auftreten. Ab 2011 überarbeitete Version deutlich zuverlässiger.
Symptome: Pfeifendes oder rasselndes Turbogeräusch, Blaurauch, starker Leistungsverlust, Notlaufmodus.
Wie alle Common-Rail-Diesel ist die Hochdruckpumpe des M9R kritisch. Injektoren verkoken bei Kurzstrecke. Dual-Mass-Schwungrad zusätzlicher Kostenpunkt bei höherer Laufleistung.
Symptome: Harte Verbrennung (Nageln), Leistungsverlust, Startschwierigkeiten, Motorsteuerleuchte bei Injektorfehler.
Der Dieselpartikelfilter des M9R verstopft bei häufigem Kurzstreckenbetrieb. Aktive DPF-Regeneration benötigt ausreichend lange Autobahnfahrten. Bei Verstopfung drohen Motorölverdünnung und Folgeschäden.
Symptome: DPF-Warnleuchte, deutlicher Leistungsverlust, Notlaufmodus, Regenerierungszyklen länger und häufiger.
Der Seilzug der AGR-Kühler-Druckdose reißt beim M9R ab ca. 160.000 km. Das AGR-Ventil bleibt dann in einer Position stehen, was zu erhöhten Abgaswerten und schlechtem Ansprechverhalten führt.
Symptome: Schlechtes Ansprechverhalten, erhöhte Abgaswerte, Motorkontrollleuchte
Die Ölrücklaufleitung des Turboladers wird beim M9R ab ca. 150.000 km undicht. Ölverlust am Turbo sichtbar, bei Nichtbeachtung droht Turboschaden durch Ölmangel.
Symptome: Ölflecken am Turbolader, sinkender Ölstand, leichter Blaurauch bei Volllast
Fahrzeug-Schwachstellen 11
Das CVT-Getriebe des T32 kann bei ca. 73.000–120.000 km versagen. Metallspäne kontaminieren das Getriebe und den Verteilerkasten, was einen Gesamtaustausch für ca. 12.700 € erfordert. Kein Rückruf bekannt.
Der T32 zeigt bereits ab 14.000 km Rostansatz am Unterboden und Fahrwerksteilen. Der Unterbodenkorrosionsschutz ist laut Besitzern vollständig unzureichend. Für ein ~40.000 € teures Fahrzeug inakzeptabel.
TÜV-Prüfer bemängeln beim T32 regelmäßig ausgeschlagene Buchsen und verschlissene Gelenke an Fahrwerk und Lenkung. Bremsscheibenverschleiß ist ebenfalls erhöht.
Der Klimakondensator des X-Trail T32 ist anfällig für Steinschlag und kann platzen. Totalausfall der Klimaanlage, teurer Tausch.
Die hinteren Bremssättel des X-Trail T32 frieren nach Standzeiten im Winter fest. Einseitiger Verschleiß und erhöhter Kraftstoffverbrauch sind die Folge.
Beim X-Trail T32 dringt Wasser durch defekte Schiebedach-Abläufe oder poröse Dichtungen in Kofferraum und Fußraum ein.
Die hinteren Parksensoren des T32 fallen aus oder geben Fehlalarme. Warnmeldungen 'Warnung Fehlfunktion hintere Sensoren' sind häufig gemeldet. Rückrufaktionen für Sensoren der Baujahre 2015–2016.
Das Infotainmentsystem des T32 friert ein oder reagiert nicht. Ursache ist oft eine gelöste Verbindung hinter dem System oder ein Softwarefehler. Software-Updates beheben viele Probleme.
Der Gebläsemotor des X-Trail T32 fällt nach 30–40 Minuten Fahrt bei Hitze aus und springt erst nach Abkühlung wieder an. Thermischer Defekt im Motor.
Die elektrische Servolenkung des X-Trail T32 entwickelt Brumm- oder Quietschgeräusche. Händler schmieren temporär, das Geräusch kehrt zurück.
Das Cockpit des X-Trail T32 entwickelt Knarr- und Klappergeräusche, besonders bei Kälte. Fahrersitz und Armaturenbrett sind häufige Quellen.
Berichte & Tests
Der X-Trail fällt schon früh durch starken Ölverlust, schwache Bremsscheiben und Beleuchtungsmängel auf.
Der X-Trail liegt in der Pannenstatistik unter dem Segment-Durchschnitt.