Opel Agila
Twinport-Weiterentwicklung des Z12XE mit variablem Ansaugsystem. Steuerkette statt Zahnriemen, aber mit bekannter Kettenlängung ab ~120.000 km. Öldruckschalter kann Kriechöl ins Steuergerät treiben.
Aufgefrischter Kleiner
Der XEP ist etwas kultivierter als der XE — im Agila A eine solide Wahl.
Motor-Schwachstellen 4
Steuerkette streckt sich ab ca. 120.000 km, besonders bei Kurzstrecken und seltenem Ölwechsel. Werkstattkosten ca. 1.150 €, GM-Kettensatz 93191271.
Symptome: Lautes Rasseln direkt nach dem Kaltstart, rhythmisches Tackern aus dem Steuerkettenbereich.
Öldruckschalter wird undicht, Öl kriecht per Kapillareffekt durch den Kabelbaum bis zur Lambdasonde und zum Motorsteuergerät. Im schlimmsten Fall MSG-Defekt.
Symptome: Lambdasonde-Fehlercode, Motorkontrollleuchte, unrunder Lauf, Öl in Steckverbindern sichtbar.
Zündspulenblock ist bekannte Schwachstelle. Wassereintritt verursacht Korrosion an den Kontakten, Fehlzündungen bis Motornotlauf.
Symptome: Blinkendes MKL, Ruckeln und Leistungseinbruch, Motor läuft im Notlauf.
Drallklappen des Twinport-Systems verursachen Ruckelanfälle um ca. 2.200 U/min. Verschleiß oder Verschmutzung der Drallklappensteuerung.
Symptome: Ruckeln und Schütteln beim Beschleunigen um 2.000–2.500 U/min.
Fahrzeug-Schwachstellen 13
Die elektrische Servolenkung des Agila A fällt aus oder wird schwergängig. Typische Ursache sind Defekte im Lenksteuergerät oder Lenkgetriebeversagen. Besonders Fahrzeuge mit höherer Laufleistung sind betroffen.
Bei frühen Agila A (Baujahr 2000–2003) fällt das Kraftstoffpumpenrelais vorzeitig aus. Betroffen sind auch die Wegfahrsperre und das Motorsteuergerät, die in diesen Baujahren störanfällig sind.
Bei frühen Agila A (2000–2001) bricht der Kupplungsausrückhebel und die Schaltgestänge-Aufnahme löst sich. Ein bekanntes Frühproblem, das bei Fahrzeugen dieser Baujahre bereits durchgeführt worden sein sollte.
Der Luftmassenmesser ist bei den 1.0- und 1.2-16V-Motoren des Agila A eine bekannte Schwachstelle. Ausfall führt zu Leerlaufschwanken und schlechtem Startverhalten. Reinigung mit MAF-Spray verlängert die Lebensdauer.
Thermostatgehäuse und Kühlmittel-Ausgleichsbehälter sind bekannte Leckagestellen am Agila A. Kühlmittelverlust führt ohne rechtzeitigen Eingriff zu Überhitzung.
Die vorderen Bremsscheiben des Agila A verschleißen überdurchschnittlich schnell und werden regelmäßig beim TÜV beanstandet. Kombiniert mit dem geringen Fahrzeuggewicht sind sie dennoch grundsätzlich ausreichend dimensioniert.
Die Türschlösser des Agila A klemmen und sind bekannt dafür, Schlüssel zum Brechen zu bringen. Das Problem betrifft vor allem ältere Fahrzeuge mit abgenutzten Schlösserzylindern.
Die Kraftstoffanzeige im Agila A zeigt den tatsächlichen Tankinhalt ungenau an. Der Geber im Tank verschleißt und gibt inkonsistente Werte aus, was zu unerwartetem Liegenbleiben führen kann.
Die Diagnosesonde hinter dem Katalysator fällt beim Agila A (1.0 und 1.2 16V) wiederholt aus, teils mehrfach innerhalb weniger Monate. Fehlercode P0141 (Lambdasondenheizkreis) ist typisch. Ersatz günstiger möglich als OEM.
Hintere Radlager des Agila A verschleißen nach 70.000–100.000 km. Suzuki-Basis teilt dieses Problem mit dem Wagon R+.
Schweller und hintere Radläufe rosten an der Unterseite der Türprofile. Mangelhafte Hohlraumversiegelung ab Werk. Ältere Agila A (2000–2002) stärker betroffen.
Türschlösser des Agila A sind konstruktiv anfällig. Schlüssel brechen im Schließzylinder ab, besonders bei klemmenden Schlössern im Winter.
Der Gebläse-Vorwiderstand brennt durch. Innengebläse funktioniert dann nur noch auf der höchsten Stufe (4). Bekanntes Serienproblem. Neu bei Opel ca. 53 €.