Opel Agila
Suzuki-Dreizylinder im Agila B. Robust und sparsam, aber mit nur 48 kW eher schwachbrüstig. Steuerkette wartungsfrei, kaum bekannte Schwachstellen außer gelegentlichen Zündspulenproblemen.
Spritzig in der Stadt
Der 1.0 fährt sich flott durch den Stadtverkehr, wirkt aber müde bei der Gasannahme und verliert auf Steigungen. Genug für den Alltag, aber kein Fahrspaß.
Motor-Schwachstellen 6
Bei höheren Laufleistungen können Ventilschaftdichtungen porös werden und Öl in den Brennraum einlassen. Typisches Symptom ist blauer Qualm aus dem Auspuff, besonders beim Kaltstart und Gaswegnehmen.
Symptome: Blauer Auspuffrauch beim Kaltstart oder Gaswegnehmen, sinkender Ölstand ohne sichtbare Leckage, süßlicher Geruch im Abgas
Der Thermostat kann bei höheren Laufleistungen versagen — entweder klemmend geöffnet (Motor wird nicht warm) oder geschlossen (Überhitzungsgefahr). Kühlmittelverlust durch poröse Schläuche ebenfalls dokumentiert.
Symptome: Motor wird nicht auf Betriebstemperatur warm, Heizung bleibt kalt, Temperaturanzeige steigt ungewöhnlich stark an, Kühlmittelstand sinkt
Die Einspritzventile des K10B können bei schlechter Kraftstoffqualität oder langen Standzeiten verharzen. Folge sind Laufunruhe, erhöhter Verbrauch und Kaltstartschwierigkeiten — vor allem bei Kurzstreckenbetrieb.
Symptome: Ruckeln und Laufunruhe im Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, schwieriger Kaltstart, Motoraussetzer bei niedriger Last
Der K10B gilt als robuster Kettenmotor für über 200.000 km. Bei zu langen Ölwechselintervallen kann der Kettenspanner jedoch rasseln. Grundsätzlich unproblematischer als Opels eigene Z-Motoren.
Symptome: Metallisches Rasseln oder Klappern beim Kaltstart, das nach dem Warmlaufen nachlässt
Der Öldruckschalter sitzt exponiert und kann undicht werden, wobei Öl in den Kabelbaum kriecht. Folge können Fehlermeldungen der Motorsteuerung und in seltenen Fällen Schäden am Steuergerät sein.
Symptome: Öldruckwarnleuchte leuchtet trotz korrektem Ölstand, Motorsteuerungslampe geht an, öliger Kabelbaum in Motornähe
Suzuki gibt 105.000 km Wechselintervall für die NGK-Iridium-Zündkerzen vor. Werden die Kerzen nicht fristgerecht getauscht, entstehen Zündaussetzer und erhöhter Verbrauch. Wechselhistorie bei Gebrauchtkäufen selten bekannt.
Symptome: Ruckeln im Leerlauf, Zündaussetzer bei Kaltstart, leichter Leistungsverlust, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Fahrzeug-Schwachstellen 20
Bei Agila B Baujahr 2011–2012 ist das untere Gelenk der Lenkzwischenwelle möglicherweise nicht korrekt mit dem Lenkgetriebe verbunden. Im Extremfall kann die Lenkfähigkeit verloren gehen. Rückruf-Aktion von Opel.
Ab der dritten HU werden korrodierte Bremsleitungen beanstandet. Ältere Exemplare fallen durch mangelhafte Funktion von Betriebs- und Feststellbremse auf. Typischer TÜV-Abweiser ab ca. 7–10 Jahren.
Rückruf für 2008er Agila B: Möglicherweise fehlende Sollbruchstelle an der Beifahrerairbag-Abdeckung. Der Airbag konnte im Aktivierungsfall nicht korrekt aufgehen.
Rückruf 2011–2012: Das untere Gelenk der Lenkzwischenwelle war möglicherweise nicht ordnungsgemäß mit dem Lenkgetriebe verbunden. Im Extremfall konnte die Lenkfähigkeit verloren gehen.
Die hinteren Bremssättel des Agila B zeigen bereits ab 30.000–40.000 km massive Verschleißerscheinungen. Korrosion an den Führungsbolzen lässt die Sättel klemmen, Scheiben laufen heiß und Beläge verschleißen einseitig.
Am Agila B brechen Federn und Gelenke/Buchsen im Fahrwerk verschleißen frühzeitig. TÜV-Statistiken weisen diese als häufige Mängel aus. Günstige Ersatzteile dank Suzuki-Plattform.
Das Schaltgetriebe des Agila B verlangt alle 3 Jahre oder 45.000 km nach einem Ölwechsel. Wird dieser Wechsel versäumt, hakelt das Getriebe beim Schalten und langfristig drohen teure Schäden.
Beim Agila B zeigt der Unterbodenschutz im Alter Risse, woraufhin besonders Bremsleitungen und Karosserieboden rosten. Der TÜV bemängelt regelmäßig korrodierte Bremsleitungen älterer Exemplare.
Die hinteren Trommelbremsen des Agila B zeigen bereits nach 30.000–40.000 km massiven Verschleiß. Die Bremsbeläge müssen deutlich häufiger gewechselt werden als bei vergleichbaren Fahrzeugen.
Die Trommelbremsen an der Hinterachse zeigen bereits nach 30.000–40.000 km massive Verschleißerscheinungen. Häufigster Beanstandungspunkt bei HU. Bremsbacken und Trommel müssen frühzeitig erneuert werden.
Mit zunehmendem Alter treten gehäuft Federbrüche sowie verschlissene Stoßdämpfer auf. Querlenker-Buchsen verschleißen vorzeitig. TÜV beanstandet Achsaufhängung regelmäßig.
Frühe Agila-B-Modelle zeigen Flugrost an Kofferraumdeckel und Radläufen bereits nach wenigen Jahren. An Unterbodenschrauben und Auspuffanlage setzt Rost schnell an.
Der Agila B verliert Kühlmittel über undichte Thermostatgehäuse oder gerissene Ausgleichsbehälter. Haarrisse sind häufige Ursache. Ohne Kontrolle droht Überhitzung.
Die ADAC-Pannendaten weisen die Batterie als den häufigsten Ausfall beim Agila B aus. Die originale Batterie ist für Kurzstrecken-Betrieb zu schwach dimensioniert und entlädt sich bei vielen Kaltstart-Kurzstrecken.
Elektrische Fensterheber fallen durch defekte Motoren, gerissene Seilzüge oder verschlissene Führungsschienen aus. Betrifft überwiegend Fahrer- und Beifahrerseite.
Der Vorwiderstand des Innenraumgebläses fällt aus — Gebläse funktioniert dann nur noch auf der höchsten Stufe. Bekanntes Problem bei Agila B und baugleichem Suzuki Splash. Ersatzteil günstig.
Das Einlegen des Rückwärtsgangs gestaltet sich beim Schaltgetriebe häufig schwierig. Konstruktionsbedingte Eigenheit des Suzuki-Getriebes ohne nachhaltige Lösung.
Das Suzuki-Getriebe des Agila B erfordert alle 45.000 km Getriebeölwechsel. Bei Vernachlässigung hakelt die Schaltung zunehmend und kann teure Schäden verursachen.
Gummidichtungen der hinteren Dreiecksfenster sind ab Werk nicht ausreichend abgedichtet. Bei Geschwindigkeiten über 100 km/h entstehen laute Windgeräusche auf der Rücksitzreihe.
Endschalldämpfer und Mitteltopf korrodieren zuverlässig. Für ältere Modelle ab 120.000 km eine Routinereparatur. Preiswerter Tausch mit Nachrüstteilen möglich.