Opel Agila
Suzuki-Vierzylinder mit Steuerkette, Nachfolger des Z12XE-Konzepts. Im Agila B verbaut, baugleich mit Suzuki Splash. Zuverlässig, kaum Schwachstellen bekannt. Ölverbrauch gelegentlich leicht erhöht.
Etwas Pep im Agila
Die stärkere K12B-Variante macht den Agila B alltagstauglich spritzig. Start-Stopp spart Sprit — Fahrspaß bleibt Mittel zum Zweck.
Motor-Schwachstellen 5
Rückruf 2013/2014: Die Wasserpumpen-Riemenscheibe war bei einem Teil der Fahrzeuge unzureichend befestigt. Löst sie sich, droht Überhitzung und Motorschaden.
Symptome: Plötzlicher Temperaturanstieg, Warnleuchte Kühlmitteltemperatur, Quietschen aus dem Motorraum
Das Schaltgetriebe erfordert alle 45.000 km einen Ölwechsel. Wird dieser versäumt, folgen hakelige Schaltung und im weiteren Verlauf Lagerschäden am Differenzial.
Symptome: Zunehmend rauere Schaltung, Geräusche beim Schalten, Surren aus dem Getriebebereich
Ab ca. 120.000 km können verschlissene Ventilschaftdichtungen oder Kolbenringe zu erhöhtem Ölverbrauch führen. Normal sind bis zu 250 ml/1.000 km — darüber liegt ein Defekt vor.
Symptome: Blauer Rauch beim Kaltstart oder nach Volllastfahrten, Ölstand sinkt ohne sichtbare Leckage
Der Rückwärtsgang lässt sich besonders bei kaltem Getriebe schwer einlegen. Ursache ist die unsynchronisierte Rückwärtsgangkonstruktion in Kombination mit vernachlässigtem Getriebeöl-Wechsel.
Symptome: Rückwärtsgang rastet nicht ein oder knirscht, Verbesserung nach kurzem Einlegen eines Vorwärtsgangs
Defekte Luftmassensensoren oder Lambda-Sonden können beim K12B zu schlechter Gemischbildung, Leistungsverlust und erhöhtem Verbrauch führen. Typisches Hochkilometer-Problem nach 100.000 km.
Symptome: Motorwarnleuchte, unrunder Leerlauf, erhöhter Verbrauch, schwaches Ansprechverhalten
Fahrzeug-Schwachstellen 20
Bei Agila B Baujahr 2011–2012 ist das untere Gelenk der Lenkzwischenwelle möglicherweise nicht korrekt mit dem Lenkgetriebe verbunden. Im Extremfall kann die Lenkfähigkeit verloren gehen. Rückruf-Aktion von Opel.
Ab der dritten HU werden korrodierte Bremsleitungen beanstandet. Ältere Exemplare fallen durch mangelhafte Funktion von Betriebs- und Feststellbremse auf. Typischer TÜV-Abweiser ab ca. 7–10 Jahren.
Rückruf für 2008er Agila B: Möglicherweise fehlende Sollbruchstelle an der Beifahrerairbag-Abdeckung. Der Airbag konnte im Aktivierungsfall nicht korrekt aufgehen.
Rückruf 2011–2012: Das untere Gelenk der Lenkzwischenwelle war möglicherweise nicht ordnungsgemäß mit dem Lenkgetriebe verbunden. Im Extremfall konnte die Lenkfähigkeit verloren gehen.
Die hinteren Bremssättel des Agila B zeigen bereits ab 30.000–40.000 km massive Verschleißerscheinungen. Korrosion an den Führungsbolzen lässt die Sättel klemmen, Scheiben laufen heiß und Beläge verschleißen einseitig.
Am Agila B brechen Federn und Gelenke/Buchsen im Fahrwerk verschleißen frühzeitig. TÜV-Statistiken weisen diese als häufige Mängel aus. Günstige Ersatzteile dank Suzuki-Plattform.
Das Schaltgetriebe des Agila B verlangt alle 3 Jahre oder 45.000 km nach einem Ölwechsel. Wird dieser Wechsel versäumt, hakelt das Getriebe beim Schalten und langfristig drohen teure Schäden.
Beim Agila B zeigt der Unterbodenschutz im Alter Risse, woraufhin besonders Bremsleitungen und Karosserieboden rosten. Der TÜV bemängelt regelmäßig korrodierte Bremsleitungen älterer Exemplare.
Die hinteren Trommelbremsen des Agila B zeigen bereits nach 30.000–40.000 km massiven Verschleiß. Die Bremsbeläge müssen deutlich häufiger gewechselt werden als bei vergleichbaren Fahrzeugen.
Die Trommelbremsen an der Hinterachse zeigen bereits nach 30.000–40.000 km massive Verschleißerscheinungen. Häufigster Beanstandungspunkt bei HU. Bremsbacken und Trommel müssen frühzeitig erneuert werden.
Mit zunehmendem Alter treten gehäuft Federbrüche sowie verschlissene Stoßdämpfer auf. Querlenker-Buchsen verschleißen vorzeitig. TÜV beanstandet Achsaufhängung regelmäßig.
Frühe Agila-B-Modelle zeigen Flugrost an Kofferraumdeckel und Radläufen bereits nach wenigen Jahren. An Unterbodenschrauben und Auspuffanlage setzt Rost schnell an.
Der Agila B verliert Kühlmittel über undichte Thermostatgehäuse oder gerissene Ausgleichsbehälter. Haarrisse sind häufige Ursache. Ohne Kontrolle droht Überhitzung.
Die ADAC-Pannendaten weisen die Batterie als den häufigsten Ausfall beim Agila B aus. Die originale Batterie ist für Kurzstrecken-Betrieb zu schwach dimensioniert und entlädt sich bei vielen Kaltstart-Kurzstrecken.
Elektrische Fensterheber fallen durch defekte Motoren, gerissene Seilzüge oder verschlissene Führungsschienen aus. Betrifft überwiegend Fahrer- und Beifahrerseite.
Der Vorwiderstand des Innenraumgebläses fällt aus — Gebläse funktioniert dann nur noch auf der höchsten Stufe. Bekanntes Problem bei Agila B und baugleichem Suzuki Splash. Ersatzteil günstig.
Das Einlegen des Rückwärtsgangs gestaltet sich beim Schaltgetriebe häufig schwierig. Konstruktionsbedingte Eigenheit des Suzuki-Getriebes ohne nachhaltige Lösung.
Das Suzuki-Getriebe des Agila B erfordert alle 45.000 km Getriebeölwechsel. Bei Vernachlässigung hakelt die Schaltung zunehmend und kann teure Schäden verursachen.
Gummidichtungen der hinteren Dreiecksfenster sind ab Werk nicht ausreichend abgedichtet. Bei Geschwindigkeiten über 100 km/h entstehen laute Windgeräusche auf der Rücksitzreihe.
Endschalldämpfer und Mitteltopf korrodieren zuverlässig. Für ältere Modelle ab 120.000 km eine Routinereparatur. Preiswerter Tausch mit Nachrüstteilen möglich.