Opel Astra
Früher 2.0L Common-Rail-Diesel. Solide Grundkonstruktion, aber AGR-Ventil und Injektoren sind Schwachpunkte. Zweimassenschwungrad bei hoher Laufleistung prüfen.
Schwacher Diesel
60 kW reichen im Astra G nicht für entspanntes Fahren — Diesel-Pflichtprogramm.
Motor-Schwachstellen 4
Die Bosch-Injektoren lecken an den Kupferringen oder intern. Dieselgeruch und unrunder Lauf sind die Folge.
Symptome: Dieselgeruch im Motorraum, unrunder Kaltstart, schwarzer Rauch, Nageln.
Das ZMS verschleißt durch die Diesel-typischen Drehschwingungen. Im Extremfall blockiert es die Kupplung.
Symptome: Rasseln im Leerlauf, Vibrationen beim Anfahren, Schlagen beim Einkuppeln.
Die verstellbaren Leitschaufeln im Turbolader verkleben durch Rußablagerungen. Turbo baut keinen Druck auf.
Symptome: Leistungsverlust, Turbo pfeift nicht mehr, Notlauf, Fehlercode Ladedruck.
Das AGR-Ventil setzt sich mit Ruß zu, besonders im Kurzstreckenbetrieb. Motor geht in Notlauf.
Symptome: Leistungsverlust, schwarzer Rauch, Motorkontrollleuchte, ruckelnder Leerlauf.
Fahrzeug-Schwachstellen 14
Notorische Schwachstelle: Die hinteren Radläufe rosten von innen nach außen durch, da die Vollverzinkung vor dem Schweißen aufgebracht wurde. Es gab einen Rückruf.
Die Federaufnahme der Hinterachse und Träger neben der Hinterachsaufnahme sind modellübergreifend von Rost befallen. Bei starkem Befall ist die HU-Abnahme gefährdet.
Die Bremsleitungen liegen teilweise am Blech an und korrodieren von außen durch, was zum HU-Ausfall oder Bremsversagen führt.
Tragende Schweller sind ein bekannter Rostangriffspunkt. Durchrostung macht aufwändige Reparatur mit Ersatzschweller notwendig und ist sicherheitsrelevant.
Spurstangenköpfe und Lenkgestänge verschleißen überdurchschnittlich früh, was zu Spiel in der Lenkung und HU-Mängeln führt.
Das straffe Fahrwerk überträgt Vibrationen auf die Scheinwerfer und löst Kontakte. Ein aufgelöteter Widerstandsdraht an der Fassung behebt das Problem dauerhaft. Typisch ab Bj. 1998–2002.
Das AGR-Ventil des Astra G bleibt durch Rußablagerungen in Offenstellung hängen, was zu Falschlufteintrag bei niedrigen Drehzahlen führt und den Motor zum Abwürgen bringt.
Die Auspuffanlagen des Astra G rosten besonders an Verbindungsstücken und am Endtopf frühzeitig durch. Fahrzeuge ohne regelmäßigen Hohlraumschutz sind fast ausnahmslos betroffen.
Die elektrohydraulische Servolenkung des Astra G kann durch Pumpendefekt oder Leckagen ausfallen und macht das Lenken besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten kraftaufwändig.
An der Vorderachse des Astra G rosten die Querlenker und Querlenker-Gummilager reißen ein. Typisch ab 120.000 km: unruhige Lenkung, Poltern über Unebenheiten, TÜV-Mängel durch ausgeschlagene Lager.
Der Seilzug der elektrischen Fensterheber reißt häufig. System ist als Kompletteinheit ausgelegt, Einzelreparaturen sind schwierig.
Der Vorwiderstand des Heizungsgebläses brennt durch. Das Gebläse funktioniert dann nur noch auf der höchsten Stufe. Häufig ab 80.000–100.000 km, günstiges Ersatzteil aber schwer zugänglich hinter dem Handschuhfach.
Die Schaumstoffdichtung unter dem Windlaufgitter löst sich ab. Regenwasser läuft direkt in den Gebläsemotor und tritt im Beifahrerfußraum aus. Besonders bei älteren Exemplaren weit verbreitet.
Im Astra G lösen sich Kunststoffclips und Schaumstoffdämpfer im Armaturenbrett mit zunehmendem Alter. Knarzen und Klappern besonders bei kalten Temperaturen und schlechter Fahrbahn.