Opel Astra
Leistungsstarker 2.0L Turbo mit 240 PS aus dem OPC. Solider Motor, aber hohe Belastung führt zu Turbo- und Kupplungsverschleiß. Regelmäßige Ölwechsel kritisch.
OPC-Vorbote
118 kW aus dem Turbo-Vierzylinder — schneller als die meisten Astra G, mit echtem Sportcharakter.
Motor-Schwachstellen 4
Der Turbolader verschleißt bei sportlicher Fahrweise und mangelnder Nachlaufzeit. Ölversorgung der Lager kritisch.
Symptome: Pfeifendes Geräusch, blauer Rauch, Leistungsverlust, Ölverbrauch steigt.
Bei hoher Laufleistung und sportlicher Nutzung verschleißen die Kolbenringe. Ölverbrauch über 1L/1000km möglich.
Symptome: Hoher Ölverbrauch, blauer Rauch beim Gasgeben, Zündkerzen verölt.
Das hohe Drehmoment von 320 Nm belastet die Serienkupplung stark. Bei sportlicher Fahrweise bereits ab 60.000 km fällig.
Symptome: Kupplung rutscht bei Volllast, Schaltpunkt wandert, Brandgeruch.
Die Silikon-Ladeluftschläuche werden spröde und platzen unter Volllast. Sofortiger Leistungsverlust.
Symptome: Plötzlicher Leistungsverlust, Zischgeräusch im Motorraum, Notlauf.
Fahrzeug-Schwachstellen 14
Notorische Schwachstelle: Die hinteren Radläufe rosten von innen nach außen durch, da die Vollverzinkung vor dem Schweißen aufgebracht wurde. Es gab einen Rückruf.
Die Federaufnahme der Hinterachse und Träger neben der Hinterachsaufnahme sind modellübergreifend von Rost befallen. Bei starkem Befall ist die HU-Abnahme gefährdet.
Die Bremsleitungen liegen teilweise am Blech an und korrodieren von außen durch, was zum HU-Ausfall oder Bremsversagen führt.
Tragende Schweller sind ein bekannter Rostangriffspunkt. Durchrostung macht aufwändige Reparatur mit Ersatzschweller notwendig und ist sicherheitsrelevant.
Spurstangenköpfe und Lenkgestänge verschleißen überdurchschnittlich früh, was zu Spiel in der Lenkung und HU-Mängeln führt.
Das straffe Fahrwerk überträgt Vibrationen auf die Scheinwerfer und löst Kontakte. Ein aufgelöteter Widerstandsdraht an der Fassung behebt das Problem dauerhaft. Typisch ab Bj. 1998–2002.
Das AGR-Ventil des Astra G bleibt durch Rußablagerungen in Offenstellung hängen, was zu Falschlufteintrag bei niedrigen Drehzahlen führt und den Motor zum Abwürgen bringt.
Die Auspuffanlagen des Astra G rosten besonders an Verbindungsstücken und am Endtopf frühzeitig durch. Fahrzeuge ohne regelmäßigen Hohlraumschutz sind fast ausnahmslos betroffen.
Die elektrohydraulische Servolenkung des Astra G kann durch Pumpendefekt oder Leckagen ausfallen und macht das Lenken besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten kraftaufwändig.
An der Vorderachse des Astra G rosten die Querlenker und Querlenker-Gummilager reißen ein. Typisch ab 120.000 km: unruhige Lenkung, Poltern über Unebenheiten, TÜV-Mängel durch ausgeschlagene Lager.
Der Seilzug der elektrischen Fensterheber reißt häufig. System ist als Kompletteinheit ausgelegt, Einzelreparaturen sind schwierig.
Der Vorwiderstand des Heizungsgebläses brennt durch. Das Gebläse funktioniert dann nur noch auf der höchsten Stufe. Häufig ab 80.000–100.000 km, günstiges Ersatzteil aber schwer zugänglich hinter dem Handschuhfach.
Die Schaumstoffdichtung unter dem Windlaufgitter löst sich ab. Regenwasser läuft direkt in den Gebläsemotor und tritt im Beifahrerfußraum aus. Besonders bei älteren Exemplaren weit verbreitet.
Im Astra G lösen sich Kunststoffclips und Schaumstoffdämpfer im Armaturenbrett mit zunehmendem Alter. Knarzen und Klappern besonders bei kalten Temperaturen und schlechter Fahrbahn.