Opel Astra
Leistungsreduzierte Variante des Z20NET mit 120 kW — technisch weitgehend baugleich. Der Motor gilt ab Baujahr 2006 als zuverlässig. Bypassventil-Probleme und Kettenverschleiß teilt er mit dem Z20NET.
Turbo-Einstieg
125 kW mit Turbo-Charakter — deutlich lebendiger als die Sauger, beim Überholen kommt das typische Turbo-Grinsen.
Motor-Schwachstellen 4
Bei frühen Motoren (Vor-Facelift bis ca. 2006) kann die vordere lange Gleitschiene der Steuerkette brechen, die Schraube abreißen. Bruchstücke fallen in die Ölwanne. Risiko für sekundäre Motorschäden durch Ölkreislaufbeeinträchtigung.
Symptome: Rasseln beim Kaltstart, das nach Erwärmung nachlässt; Motorkontrollleuchte bei schwererem Schaden; im Extremfall abrupter Motorausfall
Identisches Problem wie beim Z20NET: Die Membran des Bypassventils reißt und der Ladedruck fällt ab. Am Z20NEL mit 120 kW ist der Boost niedriger eingestellt, aber das Ventil ist baugleich und genauso anfällig. Günstig zu reparieren.
Symptome: Sporadischer Leistungsverlust, Fehlermeldung Bypassventil-Regelung außerhalb Sollbereich, träges Ansprechen beim Gasgeben
Die Wasserpumpe sitzt wie beim Z20NET hinter Turbolader und Nebensteuerkettenabdeckung. Ein Defekt erfordert den Ausbau von Turbolader und Sekundärkette, was den Arbeitsaufwand erheblich erhöht. Kühlmittelverlust als Primärsymptom.
Symptome: Sinkender Kühlmittelstand ohne sichtbare äußere Lecks, Kühlmittelgeruch, leichter Temperaturanstieg im Stadtverkehr
Bei hoher Laufleistung verhärten die Ventilschaftdichtungen, Motoröl gelangt an den Ventilschäften vorbei in den Brennraum. Typischerweise zuerst nach langen Standzeiten als blauer Rauchstoß beim Anfahren sichtbar.
Symptome: Blauer Rauchstoß aus dem Auspuff direkt nach dem Losfahren nach längerem Stehen, leicht erhöhter Ölverbrauch ohne sonstige Ursache
Fahrzeug-Schwachstellen 10
Das M32 6-Gang-Schaltgetriebe hat konstruktiv unterdimensionierte Lager im Getriebedeckel. Die Lager vertragen werksseitige Toleranzen langfristig nicht, was zu Geräuschen im 5./6. Gang und Schalthebel-Wippen bei Lastwechsel führt.
Der Klimakondensator sitzt tief im Frontbereich und ist stark durch Steinschlag gefährdet. Beschädigte Kühllamellen führen zu Kältemittelverlust.
Die hinteren Bremsscheiben des Astra H neigen zu starker Flächenkorrosion, besonders bei Fahrzeugen die wenig genutzt werden. Die Scheiben müssen oft nicht wegen Verschleiß, sondern wegen Rost gewechselt werden.
Beim 1.8-Liter-Benziner des Astra H versagen die Ölkühler-Dichtungen und führen zu einer ölig-schleimigen Masse im Kühlwasser-Ausgleichsbehälter. Unbehandelt droht Kühlkreislaufverschmutzung.
Die elektrohydraulische Servolenkung des Astra H fällt zeitweise oder dauerhaft aus. Ursache: Massefehler am A-Holm zum CIM-Steuergerät oder defekte Servopumpe. Lenkung wird schwergängig.
Feuchtigkeit dringt über die Chromleiste am Heckklappen-Abschluss ein. Die Abdichtung ist unzureichend, sodass Zinkaufblühungen und Lackunterrostung entstehen.
Die Koppelstangen der Vorderachse verschleißen beim Astra H vergleichsweise früh. Bei defekten Koppelstangen kommt es zu dumpfen Klopfgeräuschen bei Kurvenfahrt oder auf Unebenheiten.
Beim Astra H Kombi tritt Wasser in den Kofferraum ein. Ursache sind poröse Dichtungen an der Heckklappe oder undichte Dachreling-Nahtstellen. Feuchtigkeitsschäden am Teppich und an Elektronik möglich.
Rückrufaktion (Opel): Kontaktschwäche im Lenksäulenmodul (CIM) führt bei Astra H und Zafira B (Bj. 2004–2010) zum Ausfall der Hupe. Betrifft Hunderttausende Fahrzeuge.
Im Astra H lockern sich Kunststoff-Clips und die Verkleidung rund um Innenspiegel, Kombiinstrument und Mittelkonsole. Knarzen und Klappern bei bestimmten Drehzahlen oder Straßenbelägen.