Opel Mokka
Opels eigenentwickelter 1,7-Liter-Common-Rail-Diesel, der den Isuzu-Vorgänger Z17DTH ablöste. Thermisch gut ausgelegt, aber mit bekannten Schwächen beim AGR-System und der Steuerkette. Kurzstrecke ist dieser Maschine Gift.
Mokka-Diesel
96 kW Diesel im Mokka — gutes Drehmoment für den Kompakt-SUV.
Motor-Schwachstellen 5
Der AGR-Kühler kann intern undicht werden und Kühlmittel in den Ansaugtrakt lassen. Folge ist schleichender Kühlmittelverlust und im schlimmsten Fall Motorschaden durch Überhitzung.
Symptome: Schleichender Kühlmittelverlust, weißer Rauch aus dem Auspuff, Blasen im Kühlmittelausgleichsbehälter, Motortemperatur steigt ungewöhnlich an.
Der variable Turbolader kann durch Rußablagerungen an den Leitschaufeln festfressen. Begünstigt durch EGR- und DPF-Probleme sowie Kurzstreckenfahrten. Limp-Mode bei 2.500 U/min ist typisch.
Symptome: Motorwarnleuchte, Leistungsabfall mit Limp-Mode bei ca. 2.500 U/min, Ladedruck-Fehlercode, Pfeifgeräusch aus dem Turbo.
Die Steuerkette kann sich bei ungepflegten Ölwechselintervallen vorzeitig längen. Rasselndes Geräusch beim Kaltstart weist auf Verschleiß hin. Reißt die Kette, ist ein kapitaler Motorschaden die Folge.
Symptome: Rasseln oder Klackern beim Kaltstart aus dem Steuerkettenbereich, Geräusch verschwindet nach Warmlaufen, Motorwarnleuchte bei fortgeschrittenem Verschleiß.
Das AGR-Ventil verkokt durch Rußablagerungen und blockiert in Offen- oder Geschlossenstellung. Typisches Problem bei Kurzstrecke ohne ausreichende Reinigungstemperatur.
Symptome: Leistungsverlust unter Volllast, Ruckeln im unteren Drehzahlbereich, Motorwarnleuchte, erhöhte Abgasrußentwicklung.
Die Zumesseinheit der Hochdruckpumpe reguliert den Kraftstoffdruck im Common-Rail und kann durch Verschleiß ausfallen. Austausch ist günstig, eine defekte Pumpe hingegen kostspielig.
Symptome: Unrunder Leerlauf, Ruckeln zwischen 1.500 und 2.000 U/min, Warmstartprobleme, Motor stirbt nach kurzem Betrieb ab.
Fahrzeug-Schwachstellen 15
Die Haldex-Kupplung der Allrad-Varianten des Mokka A verschlammt durch selten gewechseltes Kupplungsöl. Die Vordruckpumpe versagt und die Hinterräder werden nicht mehr angetrieben.
Opel rief Mokka A Modelle wegen defekter Airbag-Zündmodule zurück. Zündchemie kann sich zersetzen und Splitter abgeben. Betrifft bestimmte Baujahre und Produktionschargen.
Die hinteren Bremssättel des Mokka A neigen zum Klemmen durch Korrosionsaufbau. Besonders bei überwiegend Autobahnfahrten, bei denen die Bremsen selten stark beansprucht werden, setzt Korrosion die Kolben fest.
Die Klimaanlage des Mokka A fällt durch einen defekten Kompressor aus. Auch Kühlmittelverlust durch undichte Leitungsverbindungen ist bekannt. Laut Besitzerberichten trat dies teilweise schon innerhalb der ersten zwei Jahre auf.
Die Klimaanlage des Mokka A versagt durch Kompressordefekte oder Kältemittelverlust. Steinschlag am Kondensator und Alterungslecks an Schläuchen sind häufige Ursachen.
Die hinteren Bremssättel des Mokka A neigen zum Festfressen durch korrodierte Führungsbolzen. Bremsbeläge werden ungleichmäßig belastet und zerstören die Bremsscheiben vorzeitig.
Zündschloss und Anlasser des Mokka A versagen vorzeitig. Der Anlasser dreht zwar durch, springt aber nicht mehr sicher an – besonders bei älteren Exemplaren mit hoher Laufleistung.
Das EPS-Steuergerät des Mokka A schaltet bei Spannungseinbrüchen ab. Kondensator im Steuergerät defekt oder schwache Lichtmaschine als Ursache. Plötzlicher Ausfall während der Fahrt möglich.
Das M32-6-Gang-Schaltgetriebe hat ab Werk überdimensionierte Lagervorspannung. Lager im Getriebedeckel verschleißen frühzeitig. Betrifft besonders die Gänge 1, 5 und 6.
Das Navi 950 IntelliLink des Mokka A stürzt im Navigationsmodus regelmäßig ab oder friert ein – ein Fehler, den Opel offiziell anerkannt hat. Software-Updates halfen nur begrenzt, die Kartenaktualisierungen wurden 2018 eingestellt.
Wasser tritt an allen vier Türen und der Heckklappe ein und läuft beim Öffnen über die Türschwelle – ein bekannter Konstruktionsfehler. Die Türentwässerungsbohrungen sind suboptimal positioniert, sodass sich Wasser in den Hohlräumen sammelt.
Auspuffhalter, Hinterachsträger-Kanten und Federtellerbleche des Mokka A rosten vergleichsweise früh. Die betroffenen Bereiche haben nur Lackierung ohne Wachskonservierung, was bei Winterfahrzeugen schnell zu sichtbarem Rost führt.
Die Gummibuchsen der Vorderachsquerlenker verschleißen beim Mokka A und verursachen Poltergeräusche. Bei fehlendem Anzugsmoment kann es zu plötzlichem Fahrstabilitätsverlust kommen.
Beim Mokka A (1.4 Turbo) bricht der vordere Kühlmittelflansch aus Kunststoff oder der Ausgleichsbehälter reißt. Verlust von ca. 0,2 l/1.000 km möglich. Auch Zuleitung zum Turbolader undicht.
Im Bereich über dem Tacho klappert oder tickert das Armaturenbrett des Mokka A, besonders bei Kälte und beim Start. Kunststoff-Chromzierleisten und lose Verkleidungsclips sind häufige Ursache.
Berichte & Tests
Ölverlust ist die dominante Schwachstelle mit aufwendigen Reparaturen. Auspuffanlage (insbesondere Flexrohre) zeigt ab vier bis neun Jahren erhöhten Verschleiß. Das Fahrwerk verschlechtert sich ab der zweiten HU merklich.