Opel Signum
Robust aufgebauter Fiat-Diesel (GM-Lizenz), der bei regelmäßigen Ölwechseln und Autobahnbetrieb zuverlässig hohe Laufleistungen erreicht. Kritische Schwachstellen sind das AGR-Ventil, der DPF bei Kurzstreckenbetrieb sowie das Zweimassenschwungrad.
Signum-Diesel
88 kW im Signum — sparsam, aber untermotorisiert für das Format.
Motor-Schwachstellen 4
Das Zweimassenschwungrad zeigt typische Verschleißerscheinungen ab ca. 80.000–150.000 km, besonders im Stadtbetrieb. Austausch erfordert Getriebeausbau und wird meist mit Kupplungsersatz kombiniert.
Symptome: Rasseln oder Klappern im unteren Drehzahlbereich unter 1200 U/min, Vibrieren oder Ruckeln bei Anfahrt, Geräusch beim Gangeinlegen das beim Eindrücken der Kupplung verschwindet.
Der Z19DT verwendet einen Zahnriemen mit Wechselintervall 120.000–150.000 km oder 10 Jahre. Wird es überschritten, droht Riemenriss mit sofortigem Motorschaden durch Ventilkontakt. Gleichzeitiger Wasserpumpentausch ist Pflicht.
Symptome: Im Vorfeld eventuell Quietschen oder leises Klappern aus dem Steuergehäuse. Bei Riss: Motor stirbt sofort ab, lässt sich nicht mehr starten.
Das AGR-Ventil verkokt durch Rußablagerungen aus dem Abgas, besonders bei Kurzstreckenbetrieb. Das Ventil klemmt offen oder geschlossen, löst Motorkontrollleuchte und Leistungsverlust aus.
Symptome: Motorkontrollleuchte nach Kaltstart, rauer Leerlauf, verzögerte Gasannahme, Leistungsverlust bei niedrigen Drehzahlen, gelegentliches Abwürgen im Stand.
Der Dieselpartikelfilter regeneriert sich nur bei längerer Autobahnfahrt vollständig. Kurzstreckenbetrieb verhindert die Selbstreinigung, häufige Regenerationen verkürzen das Ölwechselintervall durch Kraftstoffeintrag.
Symptome: Glühspirale blinkt nach fehlgeschlagener Regeneration, erhöhter Kraftstoffverbrauch, starker Geruch beim Abstellen, Warnmeldung 'Partikelfilter voll' im Kombiinstrument.
Fahrzeug-Schwachstellen 12
Elektronisch geregelte ZF-Sachs-Dämpfer versagen um 90.000–130.000 km. Originalteile über 1.600 €, Nachbau ab 150 € pro Stück.
An der Dachreling-Abschlusskappe hinten bildet sich durch eingetretene Feuchtigkeit Korrosion zwischen zwei Blechlagen.
Kaltlötstellen im CIM verursachen sporadische Warnleuchten ohne echten Defekt. Diagnose erfordert Spezialequipment (Tech2).
Beim Signum 1.9 CDTI setzen sich AGR-Ventil und Drallklappen mit Rußablagerungen zu, was Leistungsverlust und Rauch verursacht. Ausbau und Reinigung kostet ca. 100–200 €, Erneuerung ist teurer.
Der Hauptkühler des Signum rostet und wird undicht ab ca. 150.000 km. Kühlerwechsel erfordert vollständige Frontdemontage inkl. Klimakondensator.
KBA-Rückruf für Vectra C und Signum (Baujahre 2002–2007): Unzureichende Federkraft in Sperrklinke des Handbremshebels.
Spurstangen und Spurstangenköpfe zeigen ab ca. 100.000 km Spiel. Teile günstig, aber Spur muss danach eingestellt werden.
Drehknopf-Potentiometer entwickelt Kontaktschwächen durch kalte Lötstellen. Gebläse fällt gelegentlich komplett aus.
Auch ohne IDS verschleißen Stoßdämpfer ab ca. 100.000–130.000 km. Kurzstreckenbetrieb beschleunigt Verschleiß.
Das elektrohydraulische Lenkgetriebe (EHPS) des Signum verliert Öl ab ca. 140.000 km. Warnmeldung im Bordcomputer, bei leerem Ölstand plötzlicher Lenkassistenz-Ausfall möglich.
Beim Signum dringt Wasser durch undichte Heckklappendichtungen oder Rückleuchtendichtungen in den Kofferraum ein. Reserveradmulde läuft voll.
Im Signum zersetzt sich der Kleber zwischen Dachhimmelträgern und Bezugsstoff nach 15–20 Jahren durch Hitze. Schaum bröselt aus, Stoff hängt herunter.