Opel Signum
Direkteinspritzer-Variante des 2.2L Ecotec mit erhöhtem Innendruck in der Einspritzanlage. Die Hochdruckpumpe ist die häufigste und teuerste Einzelschwachstelle. Das AGR-Ventil verkokst schnell. Der Motor ist nicht E10-kompatibel.
Signum-Standard
114 kW im Signum — akzeptable Motorisierung für die große Limousine.
Motor-Schwachstellen 4
Die Hochdruckpumpe fördert bei Defekt zu wenig Kraftstoff in die Common-Rail. Ursache ist häufig Ölschlammablagerung oder ein hängendes Druckregelventil. E10-Kraftstoff beschleunigt den Verschleiß erheblich. Rail-Druck unter 600 kPa im Leerlauf als Indiz.
Symptome: Ruckeln und Aussetzer besonders bei hohen Drehzahlen und auf der Autobahn; Absterbenlassen beim Beschleunigen aus dem Stand; Notlaufprogramm
Beim Z22YH treibt die Steuerkette zusätzlich die Hochdruckpumpe an, was die Kette stärker belastet als beim Z22SE. Die Kettenlängung setzt typischerweise zwischen 100.000 und 140.000 km ein. Verbesserte Kettenspanner-Ausführung erhältlich.
Symptome: Rasseln beim Kaltstart im Steuerkettenbereich; Motorwarnleuchte mit Fehlercode Nockenwellenposition implausibel; Phasenfehler im Fehlerspeicher
Das elektrische AGR-Ventil verkokst durch die Direkteinspritzung besonders schnell. Bereits nach 10.000 km kann starker Rußbelag die Zahnräder des Stellmotors beschädigen. Opel bot eine Feldabhilfe an (AGR deaktivieren + Software-Update, ca. 300 €).
Symptome: Spürbarer Leistungsabfall besonders im unteren Drehzahlbereich; erhöhter Kraftstoffverbrauch; schwarze Ablagerungen im Ansaugkrümmer
Das Druckregelventil in der Hochdruckpumpe neigt zum Hängen und verursacht zu hohen Raildruck. Ventile vor KW 26/2009 sind besonders anfällig. Tausch des Regelventils löst das Problem oft nur temporär — oft muss auch die Pumpe getauscht werden.
Symptome: Unruhiger Motorlauf, Zündaussetzer; Fehlermeldung P1191; Motor läuft im Notlauf
Fahrzeug-Schwachstellen 12
Elektronisch geregelte ZF-Sachs-Dämpfer versagen um 90.000–130.000 km. Originalteile über 1.600 €, Nachbau ab 150 € pro Stück.
An der Dachreling-Abschlusskappe hinten bildet sich durch eingetretene Feuchtigkeit Korrosion zwischen zwei Blechlagen.
Kaltlötstellen im CIM verursachen sporadische Warnleuchten ohne echten Defekt. Diagnose erfordert Spezialequipment (Tech2).
Beim Signum 1.9 CDTI setzen sich AGR-Ventil und Drallklappen mit Rußablagerungen zu, was Leistungsverlust und Rauch verursacht. Ausbau und Reinigung kostet ca. 100–200 €, Erneuerung ist teurer.
Der Hauptkühler des Signum rostet und wird undicht ab ca. 150.000 km. Kühlerwechsel erfordert vollständige Frontdemontage inkl. Klimakondensator.
KBA-Rückruf für Vectra C und Signum (Baujahre 2002–2007): Unzureichende Federkraft in Sperrklinke des Handbremshebels.
Spurstangen und Spurstangenköpfe zeigen ab ca. 100.000 km Spiel. Teile günstig, aber Spur muss danach eingestellt werden.
Drehknopf-Potentiometer entwickelt Kontaktschwächen durch kalte Lötstellen. Gebläse fällt gelegentlich komplett aus.
Auch ohne IDS verschleißen Stoßdämpfer ab ca. 100.000–130.000 km. Kurzstreckenbetrieb beschleunigt Verschleiß.
Das elektrohydraulische Lenkgetriebe (EHPS) des Signum verliert Öl ab ca. 140.000 km. Warnmeldung im Bordcomputer, bei leerem Ölstand plötzlicher Lenkassistenz-Ausfall möglich.
Beim Signum dringt Wasser durch undichte Heckklappendichtungen oder Rückleuchtendichtungen in den Kofferraum ein. Reserveradmulde läuft voll.
Im Signum zersetzt sich der Kleber zwischen Dachhimmelträgern und Bezugsstoff nach 15–20 Jahren durch Hitze. Schaum bröselt aus, Stoff hängt herunter.