Peugeot 206
Bewährter 16V-Sauger mit ordentlicher Leistung. Zahnriemen alle 120.000 km wechseln, sonst anspruchslos.
Solider Sauger im Kleinwagen
Der TU5 mit 109 PS ist ein bewaeherter Motor, der im leichten 206 ordentlich Vortrieb liefert. Kein Sportwagen, aber ein zuverlaessiger Alltagsbegleiter mit genuegend Reserven fuer Landstrasse und gelegentliche Autobahnetappen. Das Zahnriemen-Intervall im Blick behalten.
Motor-Schwachstellen 6
Der TU5 ist ein Interferenzmotor — bei Zahnriemenriss schlagen Kolben auf Ventile. Wechselintervall 120.000 km oder 10 Jahre, wird aber häufig versäumt. Gebrauchtkauf immer Wechselnachweis verlangen.
Symptome: Motor stirbt plötzlich ab und lässt sich nicht mehr starten, metallisches Schlaggeräusch beim Versuch
Ab ca. 130.000 km neigen die Ventilschaftdichtungen zum Verhärten. Öl gelangt in den Brennraum, besonders beim Kaltstart sichtbar als blauer Rauch. Ölverbrauch steigt auf 0,5–1 L/1000 km.
Symptome: Bläulicher Rauch beim Kaltstart, erhöhter Ölverbrauch, Ölfilm an den Zündkerzen
Das Kunststoff-Thermostatgehäuse versprödet mit der Zeit. Kühlmittelschläuche nahe der Wasserpumpe neigen zu Rissbildung. Motor wird nicht richtig warm oder überhitzt bei defektem Thermostat.
Symptome: Motor erreicht Betriebstemperatur nicht (bleibt bei ~75°C), Kühlmittelverlust, Heizung wird nicht warm
Der TU5 reagiert empfindlich auf falsche Zündkerzen und neigt zu Zündspulendefekten. Fehlzündungen besonders bei kaltem Motor am Morgen. Leerlauf wird unrund.
Symptome: Unrunder Leerlauf, Motorruckeln bei Kaltstart, Motorkontrollleuchte, gelegentliche Fehlzündungen
Kupplungszug mit Automatik-Tensioner neigt zum Verschleiß: Pedal klemmt bei ca. 130.000–155.000 km unten. Neues Kabel mit korrektem Anschlusstyp (geharkt/verschraubt) löst Problem dauerhaft. Reparatur ca. 80–250 €.
Symptome: Kupplungspedal bleibt ca. einmal in fünf Betätigungen unten hängen, Knacken beim Treten
Elektrisch gesteuerter Drosselklappensensor oder Leerlaufregler verursacht unruhigen Leerlauf und Aussetzer im Warmbetrieb. Reinigung oder Austausch des Aktors und Sensors behebt das Problem.
Symptome: Unruhiger Leerlauf im Warmbetrieb, Motor ruckelt bei Anfahrt, sporadische Aussetzer
Fahrzeug-Schwachstellen 10
Schweller und Radläufe rosten bei älteren 206ern häufig durch. Besonders Fahrzeuge bis Baujahr 2002 sind betroffen. Durchgerostete Schweller führen zum Durchfallen bei der HU und erfordern aufwendige Schweißarbeiten.
Die Wasserpumpe der Benzinmotoren im 206 wird nach 80.000–120.000 km undicht und verursacht schleichenden Kühlmittelverlust. Bei Nichtbeachten droht Überhitzung mit Folgeschäden am Zylinderkopf. Regelmäßige Kontrolle des Kühlmittelstands empfohlen.
Die Nadellager der Verbundlenker-Hinterachse verschleißen typischerweise zwischen 100.000 und 150.000 km. Feuchtigkeit und Schmutz dringen durch defekte Dichtungen ein und zerstören die Lager. Rechte Seite oft zuerst betroffen.
Die Querlenkerbuchsen der Vorderachse verschleißen bei frühen Baujahren (bis 2002) teils schon nach 20.000 km. Spätere Modelle halten länger, aber Querlenker gehören zu den häufigsten TÜV-Mängeln beim 206.
Das Schaltgetriebe neigt zu schwergängigem Schalten und Herausspringen aus dem Gang. Verschlissene Synchronringe und defekte Kupplungen sind die häufigsten Ursachen. In schweren Fällen kann das Getriebe komplett ausfallen.
Der Klimakompressor des 206 zeigt nach 60.000–100.000 km nachlassende Kühlleistung durch Kältemittelverlust oder internen Verschleiß. Besonders Fahrzeuge ohne regelmäßige Klimawartung sind früher betroffen.
Die Auspuffanlage des 206 ist besonders rostanfällig. Endschalldämpfer und Flexrohre können schon nach wenigen Jahren durchrosten. Kurzstreckenbetrieb verschlechtert das Problem, da kondensiertes Wasser die Korrosion von innen beschleunigt.
Defekte Scheinwerfer, Ausfälle der Zentralverriegelung und Fehlfunktionen des Bordcomputers treten häufig auf. ADAC meldet besonders beim Baujahr 1999 permanente Fehlermeldungen im Motorsteuergerät und Wegfahrsperrenprobleme.
Den vorderen Bremsen fehlt eine Schutzplatte, was aus Kosten- und Kühlungsgründen weggelassen wurde. Dadurch sammeln sich Schmutz und Feuchtigkeit verstärkt an, was zu erhöhtem Verschleiß und Rostbildung an den Bremsscheiben führt.
Die elektrischen Fensterheber versagen häufig, besonders an den vorderen Türen. Ursache sind meist defekte Motoren oder verschlissene Seilzüge. Das Problem tritt verstärkt bei Fahrzeugen bis Baujahr 2001 auf.