Peugeot 208
Überarbeiteter THP mit 156 PS — leicht höhere Leistung als EP6DT (150 PS). Gleiche Schwachstellen wie EP6DT (Steuerkette, Verkokung), aber minimal höhere Turbo-Belastung.
Leichtfüßig und springlebendig
Im leichteren 208-Kleid entfaltet der THP 156 sein volles Potenzial. Das kurze Getriebe, die direkte Lenkung und das geringe Fahrzeuggewicht machen den 208 THP zu einem echten Spaßauto für Landstraßen. Deutlich lebendiger als der schwerere 308.
Motor-Schwachstellen 6
Der hydraulische Kettenspanner verklemmt oder versagt, die Kette längt sich ab ca. 70.000–90.000 km. Rasselgeräusche beim Kaltstart, die nach dem Warmlaufen kurz abnehmen. Bei weiterem Betrieb droht kapitaler Motorschaden durch falsche Steuerzeiten.
Symptome: Rasseln beim Kaltstart bei ca. 2.000–3.000 U/min, verschwindet nach Aufwärmen. Im fortgeschrittenen Stadium Ratteln bei jedem Kaltstart, Motorkontrollleuchte.
Konstruktionsschwäche der HD-Pumpe: Überdruck gegen die Wellendichtung führt zu vorzeitigem Verschleiß. Fehlercode P0087 (Raildruck zu niedrig) typisches Ergebnis. PSA erkannte das Problem und bot Kulanzabdeckung bis 150.000 km / 7 Jahre an.
Symptome: Ruckeln beim Kaltstart, Fehler P0087 (Raildruck zu niedrig), Raildruck 6–7 bar statt 50 bar, Motor läuft nach Neustart wieder normal.
Ölzuführungsleitungen zum Turbolader verkoken besonders bei unregelmäßigen Ölwechseln. Risse im Auspuffkrümmer und Turbinengehäuse nach ca. 60.000–80.000 km möglich. Turboschaden folgt oft auf Ölverbrauchsprobleme oder verspätete Serviceintervalle.
Symptome: Pfeifendes Geräusch aus dem Motorraum, blaue Abgaswolke, starker Leistungsverlust, Öl im Ladeluftkühler.
Kolbenringe verkoken durch Ablagerungen und verlieren ihre Abdichtwirkung. Ölverbrauch von 1 l/5.000 km gilt laut PSA noch als normal; Verbrauch über 1 l/1.000 km deutet auf Verdichtungsprobleme hin. Ursache oft schlechte Ölqualität oder lange Ölwechselintervalle.
Symptome: Blaue Abgaswolke beim Kaltstart oder unter Last, fallender Ölstand zwischen Wechselintervallen, Rauchentwicklung beim Gasgeben.
Benzin-Direkteinspritzung verhindert Ventilreinigung durch Kraftstoff. Ablagerungen entstehen besonders bei Kurzstrecken ab ca. 50.000–60.000 km. Motor kann bis zu 20 % Leistung verlieren. Einlasskanäle und Ventilsitzflächen zusätzlich betroffen.
Symptome: Leistungsverlust, unrunder Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, gelegentliches Zucken unter Last.
Thermostat und Wasserpumpe (Aluminiumgehäuse) sind beim EP6CDT Verschleißteile mit begrenzter Lebensdauer. Empfohlenes Wechselintervall Thermostat ~50.000 km, Wasserpumpe ~70.000 km. Ausfall führt zu Überhitzung und Folgeschäden.
Symptome: Schwankende Betriebstemperatur, Heizung bläst mal kalt, Kühlmittelverlust ohne sichtbare äußere Leckage, Überhitzungsanzeige.
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Peugeot rief 208-Modelle der Baujahre 2013 bis 2017 wegen möglicher Zahnriemenprobleme zurück. Es wurden jedoch oft nur Sichtprüfungen und Software-Updates durchgeführt. Vor dem Kauf unbedingt prüfen, ob der Zahnriemen bereits getauscht wurde.
Der Endschalldämpfer ist schlecht oder gar nicht konserviert und rostet überraschend schnell, besonders bei Kurzstreckenbetrieb. Flexrohre brechen ebenfalls häufig. TÜV-Mängelquote liegt deutlich über dem Durchschnitt.
Der Klimakondensator wird durch Steinschlag beschädigt oder dichtet an den Anschlüssen nicht mehr ab. Klimaanlage verliert Kältemittel und kühlt nicht mehr. Tausch aufwendig.
Die LED-Rückleuchten der ersten Baujahre 2012 und 2013 fallen überdurchschnittlich oft aus. Einzelne LED-Segmente erlöschen, was bei der HU beanstandet wird. Beleuchtung generell ein Schwachpunkt beim 208 I laut TÜV-Report.
Der Touchscreen der Mittelkonsole reagiert nicht mehr oder friert ein. GPS-Navigation fällt komplett aus. Bei Modellen ab 2014 wurde das Problem weitgehend behoben. Softwareupdate kann teilweise helfen.
Bremsscheiben und Beläge verschleißen schneller als bei vergleichbaren Fahrzeugen. Besonders die vorderen Bremsscheiben zeigen früh Verschleißerscheinungen. TÜV-Prüfer bemängeln die Bremsanlage regelmäßig.
Der Gebläsewiderstand (Steuermodul im Beifahrer-Fußraum) fällt häufig aus, sodass die Lüftung nur noch auf Stufe 4 oder gar nicht mehr funktioniert. Ersatz einfach, aber lästig.
Die Federbeinlager vorne verschleißen bei älteren A9-Modellen relativ früh und verursachen Knarzen oder Quietschen beim Lenken. Original-Peugeot-Teile halten deutlich länger als Nachbauteile.
Die Heizmatte ist bei Peugeot vollständig in den PU-Schaum des Sitzes integriert, was Reparaturen aufwendig und teuer macht. Häufig fällt nur eine Zone (Sitzfläche oder Rückenlehne) aus.