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Porsche Turbo

M44.51 2.5L Turbo 220 PS Schaltgetriebe Hinterradantrieb Coupé 1985–1991
✖ Finger weg!
Motor M44.51 ✖ Finger weg! 6.250–24.700 €

Der M44.51 ist der turboaufgeladene 8V-Block — 220 PS aus 2,5 Litern, KKK K26-Turbo. Der Motor teilt alle Zahnriemen-Schwachstellen des Saugmotors, hat aber zusätzlich die Turbo-spezifische Kühlungsproblematik: die Turbo-Nachlaufpumpe muss nach dem Abstellen weiterlaufen, sonst kocht das Öl im Turbolager. Das Wastegate-Ventil verschleißt und kann zu unkontrolliertem Ladedruck führen. Trotzdem: ein gut gewarteter 951 ist mechanisch robust und langlebig. Die 220 PS bei 1.250 kg machen ihn zum schnellsten 944 im Alltag — das Turbo-Loch unter 3.000 U/min gehört zum Charakter.

Spaßfaktor? Legendär!

Der 951 — Porsches vergessener Held

Der 944 Turbo (intern „951") ist der Porsche, den die 911-Fraktion ignoriert — zu Unrecht. 220 PS Turbo-Vierzylinder, Transaxle-Balance, keine Elektronik, die sich einmischt. Unter 3.000 U/min passiert wenig — dann baut der KKK-Turbo Druck auf und 330 Nm treffen schlagartig auf die Hinterräder. Der Turbo-Tritt und die Transaxle-Neutralität machen ihn zu einem der involvierendsten Sportwagen der 80er. Wartungshistorie ist alles.

Motor-Schwachstellen 7

!! Zahnriemenriss — Interferenzmotor

Alle M44-Motoren sind Interferenzmotoren. Reißt der Zahnriemen, biegen sich sofort die Ventile — typisch 8 Auslassventile verbogen. Kein offizielles Porsche-Wechselintervall; Forum-Konsens: alle 30.000–60.000 km. Zahnriemenhistorie ist kaufentscheidend.

Symptome: Motor stirbt schlagartig ab, dreht beim Startversuch ungewöhnlich schnell (kein Kompressionswiderstand), metallisches Schlagen aus dem Kopf

500–4.500 € ab 80.000 km
!! Ausgleichswellenriemen — Sekundärrisiko

Reißt der Ausgleichswellenriemen, kann er sich in den Zahnriemen wickeln und diesen mitreißen — dann Ventilschaden. Immer zusammen mit dem Zahnriemen wechseln. Ölkontaminierte Riemen verschleißen schneller.

Symptome: Schlagendes Geräusch aus dem Riementrieb, Ölspuren am Ausgleichswellenriemen, Motor stirbt plötzlich ab

300–4.500 € ab 70.000 km
!! Wasserpumpe + Thermostat — ungewöhnliche Bauweise

Festlaufende Wasserpumpe kann Zahnriemenabriss auslösen — katastrophale Folge beim Interferenzmotor. Thermostat sitzt nach dem Kühler (nicht davor wie üblich), was Diagnose erschwert. Kühlwasser im Öl deutet auf Kopfdichtung oder den seitlichen Ölkühler/Wärmetauscher am Block.

Symptome: Temperaturanzeige steigt ungewöhnlich, Kühlwasserverlust ohne sichtbares Leck, milchiges Öl auf dem Peilstab, quietschendes Geräusch aus dem Riementrieb

400–1.800 € ab 90.000 km
!! Turbo-Nachlaufpumpe — Überhitzungsrisiko

Die elektrische Kühlwasserpumpe soll nach dem Abstellen ca. 30 Sekunden nachlaufen, um das Turbolager zu kühlen. Fällt sie aus, kocht das Öl im Lager und der Turbo nimmt Schaden. Pumpe und Relais regelmäßig prüfen — Hand auf den Turbo nach dem Abstellen: muss warm sein, nicht heiß.

Symptome: Keine Pumpgeräusche nach dem Abstellen hörbar, Turbo-Pfeifen wird lauter/rauer, Ölrauch beim Gasgeben

200–600 € ab 80.000 km
!! Wastegate-Membran und Ventilsitz verschlissen

Die Wastegate-Membran altert und kann reißen — Folge: kein geregelter Ladedruck mehr. Entweder Boost-Ausfall (Membranriss, Ventil bleibt offen) oder gefährlicher Boost-Creep (Ventilsitz verschlissen, schließt nicht mehr richtig). Beides erfordert sofortige Reparatur.

Symptome: Ladedruck schwankt unkontrolliert, deutlicher Leistungsverlust, Ladedruckanzeige zeigt Überdruck oder keinen Druck

300–800 € ab 100.000 km
!! Vordichtungen — Kurbelwelle, Nockenwelle, Ausgleichswelle

Alle drei Vordichtungen (KW, NW, Ausgleichswelle) altern gemeinsam. Austretendes Öl kontaminiert den Zahnriemen und beschleunigt dessen Verschleiß massiv — das eigentliche Risiko. Bei jedem Riemenwechsel alle Simmerringe erneuern.

Symptome: Öltropfen unter der Riemenabdeckung, Ölspuren am Zahnriemen sichtbar, Ölgeruch bei warmem Motor

300–500 € ab 60.000 km
! Ladeluftkühler verölt — Wirkungsgradverlust

Über die Kurbelgehäuseentlüftung sammelt sich im Ladeluftkühler Öl an. Der Wirkungsgrad sinkt, die Ladelufttemperatur steigt, die Leistung lässt nach. Regelmäßige Reinigung (alle 50.000–80.000 km) hält den Kühler effizient.

Symptome: Schleichender Leistungsverlust, höhere Ansauglufttemperatur, Ölspuren an Ladeluftschläuchen

100–400 € ab 60.000 km

Fahrzeug-Schwachstellen 6

!! Karosserie Drehmomentrohrlager — aufwändige Transaxle-Schwachstelle

Das 944 Transaxle-Konzept verbindet Motor und Getriebe über ein Drehmomentrohr — die Lager darin verschleißen nach 30–40 Jahren. Ausbau extrem arbeitsintensiv, da Motor oder Getriebe raus müssen. Überholung durch Spezialisten günstiger als OEM-Neuteil.

1.500–4.000 € ab 200.000 km
!! Rost Rost an Schwellern und Heckseitenteilen

Der 944 war ab Werk vollverzinkt, rostet aber trotzdem an Schweißnahtkanten. Schweller rosten von innen durch die Belüftungsschlitze im B-Säulenbereich. Heckseitenteile rosten wenn die Rücklichtdichtungen spröde werden und Wasser eintritt.

500–3.000 €
!! Getriebe Gummidämpferkupplung + Transaxle-Lager

Die Gummidämpferkupplung zwischen Motor und Drehmomentrohr altert und beginnt zu klappern. Transaxle-Wellenlager werden nach 30–40 Jahren auffällig. Kupplungswechsel aufwändiger als bei konventionellen Autos — Getriebe sitzt hinten.

800–2.000 € ab 120.000 km
!! Elektronik DME-Steuergerät — kalte Lötstellen

Kalte Lötstellen im DME-Steuergerät, besonders bei frühen Exemplaren. Motor läuft warm einwandfrei, kalt sporadisch unrund oder springt nicht an. Nachlöten durch Elektronik-Spezialisten günstig möglich.

100–400 €
! Innenraum Armaturenbrett-Risse — quasi unvermeidlich

UV-Strahlung und Temperaturschwankungen zersetzen das Armaturenbrett-Material — bei fast jedem 944 gerissen, besonders die eckige 944-I-Variante (1982–1985). Professionelle Neubespannung kostet 1.200–1.800 €. Gebrauchte Ersatzteile praktisch nicht verfügbar.

1.200–1.800 €
! Elektronik Klappscheinwerfer-Motoren — korrodierte Stecker

Häufigstes Problem: korrodierter 4-poliger Stecker am Scheinwerfermotor (Hitze + Vibration im Motorraum). Auch die Relais gehen aus. Manueller Notstellknopf am Motor vorhanden. Vor Motorwechsel immer erst Stecker und Relais prüfen.

50–400 €