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Renault · Kompakt-SUV · 2025–2026 Eigene Suche

Renault 4 E-Tech 1(P01) — Schwachstellen & Probleme

Schwachstellen, Motorenbewertung und Kaufberatung

5.0 / 5.0 · Basierend auf 2 Motorvarianten · So bewerten wir

Der Renault 4 E-Tech Electric ist die praktischere, größere Schwester des Renault 5 E-Tech und teilt mit ihm die AmpR-Small-Plattform samt fremderregtem Synchronmotor ohne Seltene Erden. Angeboten werden zwei Antriebsvarianten: eine Basisversion mit kleinerem Akku für den überwiegenden Stadt- und Pendlereinsatz sowie eine stärkere Version mit größerem Akku für mehr Reichweite und Zuladung. Beide Motoren gelten technisch als robust, da klassische Verschleißteile eines Verbrenners entfallen. Kritisch für den Gebrauchtkauf ist vor allem das junge Baujahr: Die Modellreihe läuft erst seit 2025 vom Band, entsprechend dünn ist die Datenlage zu Langzeitproblemen.

Ein ernstzunehmender Punkt ist der Rückruf wegen einer Anoden-Delamination in Batteriezellen bestimmter Produktionschargen aus Dezember 2025 und Januar 2026 – hier lohnt vor dem Kauf ein Blick in die Rückrufhistorie über die Fahrgestellnummer. Ansonsten zeigen sich beim R4 eher Kinderkrankheiten der frühen Serienproduktion: vereinzelte Warnleuchten-Kaskaden durch ABS- oder ESP-Sensorik, ein kurzzeitiger Systemneustart mit Displayausfall während der Fahrt sowie anfängliche Software-Macken beim Ladestart an der heimischen Wallbox. Die meisten dieser Themen lassen sich per Update oder Werkstatttermin beheben, sollten aber bei der Probefahrt und im Servicebericht abgefragt werden.

Mechanisch fallen zwei Punkte auf, die typisch für leichte Elektroautos mit starker Rekuperation sind: Die hinteren Bremsscheiben kommen durch die Rekuperationsbremse kaum zum Einsatz und können festrosten, was sich durch regelmäßiges bewusstes Bremsen vermeiden lässt. Bei Dauerbelastung, etwa auf langen Gefällestrecken, zeigt die kompakt dimensionierte Bremsanlage zudem leichtes Fading. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt und reagiert auf kurze Bodenwellen hart, was dem Package aus geringem Gewicht und knappem Federweg geschuldet ist.

Bei der Verarbeitung zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Materialauswahl im Innenraum wirkt hochwertiger als der Preis vermuten lässt, einzelne Testwagen hatten aber nicht ganz sauber verarbeitete Kunststoffteile und einen locker sitzenden Teppich. Winterliche Bedingungen setzen dem Auto spürbar zu – der Realverbrauch liegt bei Kälte deutlich über den Werksangaben, die Autobahnreichweite sinkt entsprechend, und ohne aktive Akku-Vorwärmung fällt auch die Schnellladeleistung niedriger aus. Wer viel bei Kälte unterwegs ist, sollte auf eine Ausstattung mit funktionierender navigationsgestützter Vorkonditionierung achten – bei der Basisausstattung ohne festes Navi greift diese Funktion praktisch nicht.

Für den Gebrauchtkauf empfiehlt sich ein Fahrzeug mit möglichst aktuellem Softwarestand, da viele der gemeldeten Aussetzer über Updates behoben wurden. Bei der Probefahrt lohnt ein Blick auf die Bremsscheiben von außen, ein Test der Heckklappen-Fernbedienung sowie eine Kontrolle, ob während der Fahrt ungewöhnliche Warnmeldungen erscheinen. Wer vor allem sparsam und im Stadtverkehr unterwegs ist, kommt mit der Basisversion gut zurecht; wer öfter Autobahn fährt oder auf Reserven bei Reichweite und Zuladung Wert legt, sollte zur stärkeren Version mit größerem Akku greifen. Insgesamt ein sympathisches, aber noch junges Modell, dessen Zuverlässigkeitsbild sich erst über die kommenden Jahre vollständig zeigen wird.

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Motorbewertung

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Motoren-Übersicht

Der Renault 4 E-Tech 1 ist mit 2 Motorisierungen erhältlich — von 122 PS bis 150 PS.

Elektro 40kWh · Elektro· 122 PS
2025 2026

Der fremderregte Synchronmotor der AmpR-Small-Plattform kommt komplett ohne Seltene Erden im Rotor aus, was Rohstoffabhängigkeit und Kosten senkt, ohne dass Renault dafür Nachteile bei Wirkungsgrad oder Haltbarkeit einräumt. In der Basisabstimmung liefert er ausreichend Schub für Stadtverkehr und Landstraße, bleibt spürbar zurückhaltender ausgelegt als die stärkere Version und gilt als das effizientere, aber weniger spurtstarke Aggregat der Baureihe. Bewegliche Verschleißteile im klassischen Sinn fehlen, die Bauweise gilt daher als robust und wartungsarm. Da die Technik erst kurz im Markt ist, sind belastbare Langzeiterfahrungen noch rar; erste Rückmeldungen deuten vor allem auf Software-Kinderkrankheiten hin, die über Updates nachgebessert werden. Bei Kälte zeigt sich wie bei den meisten Elektroantrieben ein spürbarer Effizienzverlust.

  • !! Kurzzeitiger Systemneustart mit Displayausfall während der Fahrt

    Vereinzelt schaltet sich das Display während der Fahrt für wenige Sekunden komplett ab und startet mit veränderten Anzeigewerten neu, während Warnmeldungen aktiv bleiben. Ein manueller Neustart behebt die Situation meist sofort.

    Symptome: Kurzer Displayausfall bei höherer Geschwindigkeit, Blinker reagiert kurzzeitig nicht, Verbrauchsanzeige springt auf einen anderen Wert.
    0–0 €
  • ! Fahrzeug wacht an der Wallbox nicht zuverlässig zum Laden auf

    Vor einem Software-Update schlief das Fahrzeug an der heimischen Wallbox ein und startete den Ladevorgang nicht selbstständig. Ein Update zur Kompatibilität mit Ladestationen sollte das Problem beheben.

    Symptome: Ladevorgang startet an der Wallbox nicht von selbst, Fahrzeug bleibt im Ruhezustand statt zu laden.
    0–0 €
  • ! Realverbrauch und Ladeleistung bei Kälte deutlich unter Herstellerangabe

    Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt liegt der gemessene Verbrauch klar über WLTP, die Autobahnreichweite sinkt entsprechend. Auch die DC-Ladeleistung fällt ohne ausreichende Akku-Vorwärmung spürbar niedriger aus.

    Symptome: Reichweitenanzeige sinkt bei Kälte überproportional, Schnellladevorgänge dauern länger als im Sommer.
    0–0 €
Elektro 52kWh · Elektro· 150 PS
2025 2026

Auch die leistungsstärkere Abstimmung des fremderregten Synchronmotors verzichtet konstruktionsbedingt vollständig auf Seltene Erden im Rotor und setzt stattdessen auf eine fremderregte Wicklung zur Magnetfelderzeugung. Gegenüber der Basisversion liefert das Aggregat spürbar mehr Durchzug und wirkt im Alltag agiler, ohne an der grundsätzlichen Robustheit der Bauart zu verlieren. Klassische Verschleißteile wie bei einem Verbrennungsmotor entfallen weitgehend, wodurch der Wartungsaufwand gering bleibt. Da die Baureihe erst seit kurzer Zeit produziert wird, beschränken sich belastbare Erfahrungswerte bislang auf frühe Produktionschargen, in denen vor allem Software- und Steuergeräte-Themen auffielen. Bei niedrigen Außentemperaturen sinkt die Effizienz merklich, was sich in Verbrauch und Ladeleistung bemerkbar macht.

  • !! Kurzzeitiger Systemneustart mit Displayausfall während der Fahrt

    Vereinzelt schaltet sich das Display während der Fahrt für wenige Sekunden komplett ab und startet mit veränderten Anzeigewerten neu, während Warnmeldungen aktiv bleiben. Ein manueller Neustart behebt die Situation meist sofort.

    Symptome: Kurzer Displayausfall bei höherer Geschwindigkeit, Blinker reagiert kurzzeitig nicht, Verbrauchsanzeige springt auf einen anderen Wert.
    0–0 €
  • ! Fahrzeug wacht an der Wallbox nicht zuverlässig zum Laden auf

    Vor einem Software-Update schlief das Fahrzeug an der heimischen Wallbox ein und startete den Ladevorgang nicht selbstständig. Ein Update zur Kompatibilität mit Ladestationen sollte das Problem beheben.

    Symptome: Ladevorgang startet an der Wallbox nicht von selbst, Fahrzeug bleibt im Ruhezustand statt zu laden.
    0–0 €
  • ! Realverbrauch und Ladeleistung bei Kälte deutlich unter Herstellerangabe

    Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt liegt der gemessene Verbrauch klar über WLTP, die Autobahnreichweite sinkt entsprechend. Auch die DC-Ladeleistung fällt ohne ausreichende Akku-Vorwärmung spürbar niedriger aus.

    Symptome: Reichweitenanzeige sinkt bei Kälte überproportional, Schnellladevorgänge dauern länger als im Sommer.
    0–0 €

Fahrzeug-Schwachstellen

SchwachstelleKosten
Rückruf: Anoden-Delamination in Batteriezellen (Brandgefahr)

Bei Fahrzeugen aus der Produktion vom 12. Dezember 2025 bis 28. Januar 2026 kann sich in einer Batteriezelle die Anode ablösen. Das lose Material kann einen internen Kurzschluss und im Extremfall einen Brand auslösen.

Günstig
Akku-Vorkonditionierung ohne fest eingebautes Navi wirkungslos

Bei der Basis-Ausstattung ohne eingebautes Navigationssystem lässt sich kein Ladestopp als Ziel setzen, wodurch die Akku-Vorkonditionierung nicht greift. Bei Kälte ist die Ladeleistung dadurch spürbar eingeschränkt.

Symptome: Deutlich reduzierte Ladeleistung an Schnellladern bei niedrigen Außentemperaturen, obwohl Vorkonditionierung beworben wird.
Günstig
iDeutliche Windgeräusche ab Landstraßentempo

Ab etwa 100 km/h werden Windgeräusche im Innenraum laut Testfahrten deutlich hörbar. Bei der ohnehin niedrigen Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h fällt das auf Langstrecken besonders auf.

Symptome: Zunehmende Windgeräusche im Innenraum ab etwa 100 km/h, besonders im Bereich der A-Säule.
Günstig

Prüfberichte

vergleichstest

ADAC

Überdurchschnittlich

ADAC-Testnote 2,1 (gut), Platz 3 in der Elektroauto-Rangliste der Klasse. Gelobt werden Ausstattung, Laderaum und kurzer Bremsweg (34,4 m), kritisiert werden mäßige Ladeleistung, fehlender Frunk und die hohe Stufe im umgeklappten Laderaum.

2025
dauertest

AUTO BILD

Durchschnittlich

Testfahrt bemängelt straffes Fahrwerk auf Bodenwellen, Windgeräusche ab 100 km/h, leichtes Bremsenfading und nicht ganz saubere Verarbeitung von Kunststoffteilen und Teppich. Positiv hervorgehoben werden hoher Recyclinganteil und solide Materialanmutung.

2025
Bekannte Probleme und Mängel +

Für den Renault 4 E-Tech 1 (2025–2026) sind insgesamt 16 Schwachstellen dokumentiert — davon 6 motorbezogen und 10 am Fahrzeug. Typische Mängel betreffen Sonstiges, Elektronik, Bremsen, Fahrwerk. Als zuverlässig gilt: R4-EV-90 (Elektro 40kWh), R4-EV-110 (Elektro 52kWh).

Worauf beim Renault 4 E-Tech achten? Die detaillierte Auflistung aller Motor- und Fahrzeug-Schwachstellen findest du in den Abschnitten oben.

Häufige Fragen

Welche Probleme und Schwachstellen hat der Renault 4 E-Tech 1? +
Der Renault 4 E-Tech 1 hat 6 bekannte Motor-Schwachstellen und 10 Fahrzeug-Schwachstellen.
Worauf muss ich beim Renault 4 E-Tech 1 Gebrauchtwagen achten? +
faq.watch_a_solid
Welcher Motor ist empfehlenswert? +
Gute Wahl: R4-EV-90 (Elektro 40kWh), R4-EV-110 (Elektro 52kWh). Der haltbarste Motor ist der R4-EV-90 (Elektro 40kWh) mit dem niedrigsten Risiko-Score. Am meisten Fahrspaß bietet der R4-EV-110 (Elektro 52kWh).
Welcher Renault 4 E-Tech 1 Motor ist am haltbarsten? +
Der {code} ({displacement}) ist der haltbarste Motor im Renault 4 E-Tech 1. Er hat den niedrigsten Risiko-Score aller verfügbaren Motoren und erhält die Bewertung „Gute Wahl". Trotzdem gibt es 3 bekannte Schwachstellen, die man kennen sollte.
Welcher Renault 4 E-Tech 1 Motor macht am meisten Spaß? +
Der {code} ({displacement}) bietet den meisten Fahrspaß im Renault 4 E-Tech 1 — Bewertung: „Macht Spaß!". {description} Giftiger Antritt und verspieltes Design machen ihn im Alltag zum Sympathieträger. Reichweite und Ladeleistung bei Kälte bremsen die Begeisterung aber spürbar.
Lohnt sich der Renault 4 E-Tech 1 als Gebrauchtwagen? +
Der Renault 4 E-Tech 1 ist als Gebrauchtwagen eine gute Wahl — 2 von 2 Motorvarianten erhalten die Bewertung 'Gute Wahl'.
Welche PS-Varianten gibt es beim Renault 4 E-Tech 1? +
Der Renault 4 E-Tech 1 ist mit Motorvarianten von 122 bis 150 PS erhältlich.

Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr