Renault Clio
Renaults meistgebauter Diesel mit über 20 Jahren Produktionshistorie — bei vorbildlicher Pflege (Öl alle 10.000 km, Kraftstofffilter alle 8.000–10.000 km) sind über 300.000 km möglich. Größte Schwachstelle: Pleuellager drehen sich ab ca. 100.000–150.000 km heraus, besonders bei langen Ölwechselintervallen. Common-Rail-Injektoren (Delphi) und EGR-Ventil sind weitere Wartungspunkte.
Nageln ohne Spaß
75 PS dCi im Clio — sparsam, aber laut und träge. Kein Vergnügen.
Motor-Schwachstellen 5
Die Pleuellager des K9K sind konstruktionsbedingt empfindlich. Bei zu langen Ölwechselintervallen oder falschem Öl drehen sich die Lagerschalen bereits ab 100.000–150.000 km, was zu totalem Motorschaden führt.
Symptome: Klopfendes Motorgeräusch, Öldruck-Warnleuchte, plötzlicher Motorstillstand
Die Delphi-Hochdruckpumpe zeigt ab ca. 80.000 km Schwächen. Metallabrieb aus der Pumpe kontaminiert den Kraftstoffkreislauf und beschädigt Injektoren sowie Common-Rail-Leiste — Folgeschäden inklusive.
Symptome: Startschwierigkeiten, plötzlicher Motorausfall, 'Einspritzung defekt'-Meldung
Die K9K-Injektoren reagieren sehr empfindlich auf Kraftstoffqualität. Minderwertiger Diesel oder verstopfte Kraftstofffilter führen zu ungleichmäßigem Lauf, erhöhtem Verbrauch und teuren Injektorwechseln.
Symptome: Motorruckeln, Leistungsverlust, erhöhter Kraftstoffverbrauch, schwarzer Rauch
Bei häufigem Kurzstreckenbetrieb regeneriert der DPF nicht vollständig und verstopft. Zwangsregeneration oder Tausch erforderlich — besonders problematisch bei Stadtfahrzeugen mit dem 90-PS-Aggregat.
Symptome: DPF-Warnleuchte, Leistungsreduktion (Notlauf), erhöhter Verbrauch
Das AGR-Ventil des K9K verschmutzt durch Rußablagerungen, besonders bei häufigem Kurzstreckenbetrieb. Jährliche Reinigung notwendig, da sonst Leistungsverlust und erhöhter Verbrauch entstehen.
Symptome: Leistungsverlust, ruckelnder Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Der 1.2 TCe 120 verbraucht ab ca. 80.000 km deutlich mehr Öl (bis 1 L/2.000 km). Ölmangel begünstigt Steuerkettenlängung. Motorblock muss für Kettenwechsel komplett ausgebaut werden — Kosten bis 2.500 €.
Verschraubungen am vorderen Achsträger können sich im Laufe der Zeit lösen und zu Fahrinstabilität führen. Rückruf betraf mehrere Produktionsjahre. TÜV-Hauptuntersuchung deckt dies oft auf.
Trotz Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger werden Achsaufhängungen und Federn beim Clio IV überdurchschnittlich häufig bei der Hauptuntersuchung bemängelt. Koppelstangen verschleißen regelmäßig.
Defekte Bremsschläuche und lose Bremskolben wurden im Dauertest dokumentiert. Bremsen können bereits nach 50.000 km stark verschlissen sein.
Klappernde Sitze, Lackdefekte bei Auslieferung und scharfe Kunststoffkanten wurden dokumentiert. Navigationssystem und Infotainment fallen gelegentlich aus.
Beleuchtungskomponenten fallen beim Clio IV weiterhin überdurchschnittlich oft aus. TÜV-Berichte bestätigen Scheinwerfer und Rückleuchten als Schwachpunkte der gesamten Clio-Baureihe.
Das R-Link Navigationssystem reagiert langsam, friert ein oder zeigt Displayfehler. GPS-Empfang fällt gelegentlich aus. Software-Updates helfen oft, aber nicht dauerhaft.
Berichte & Tests
Die vierte Generation fällt besonders häufig durch Achsaufhängungsdefekte auf. Falsch eingestelltes Abblendlicht ab der dritten HU ist ein Hauptmangel, dazu kommen Bremsleitungen und Bremsscheibenverschleiß.