Renault Laguna
Solider 1,8-Liter-16-Ventiler — mechanisch wenig spektakulär und bei guter Pflege problemarm. Im Alter häufen sich fahrzeugbedingte Elektronikprobleme (Laguna II), die den Motor beeinflussen können; der Motor selbst gilt als zuverlässig. Zahnriemen nach Herstellervorgabe wechseln, Nockenwellenversteller kontrollieren.
Basisbenziner
120 PS 1.8 16V — zu wenig Leistung für die Mittelklasse. Zäh auf der Autobahn.
Motor-Schwachstellen 4
Der F4P 1.8 16V erfordert beim Zahnriemenwechsel die Demontage von Ansaugkrümmer und Zündspulen. Der Wechsel ist sehr aufwändig und wird von Werkstätten teuer berechnet. Überschreitung des Intervalls führt zu Ventilschaden.
Symptome: Plötzlicher Motorstillstand beim Riemenriss
Die Zündspulen des F4P liegen unter dem Ansaugkrümmer und sind nur nach dessen Demontage erreichbar. Dadurch werden selbst einfache Zündspulendefekte zu teuren Reparaturen.
Symptome: Zylinderausfall, Ruckeln, Motoraussetzer — Reparatur jedoch überdurchschnittlich teuer
Wie alle Renault 16V-Motoren der Epoche neigt der F4P zu Leerlaufproblemen durch verschmutzte Drosselklappen und defekte Potentiometer. Bekannte Diagnose in der Renault-Community.
Symptome: Erhöhte Leerlaufdrehzahl, schwankende Drehzahl, Motorabsterben
Ältere F4P-Motoren verlieren regelmäßig Öl an Ventildeckeldichtungen und Nockenwellensimmerringen. Durch die erschwerte Zugänglichkeit sind Reparaturen arbeitsintensiver als bei kleineren Motoren.
Symptome: Ölflecken unter dem Wagen, Ölgeruch, Ölstand sinkt
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Das berüchtigte Keycard-System fällt regelmäßig aus: Kartenleser, Karte selbst oder Schaltknopf defekt. Auto lässt sich nicht mehr entriegeln oder starten. Reparatur außerhalb der Garantie sehr teuer.
Der Laguna II rostet verhältnismäßig früh, auch an tragenden Karosserieteilen wie Schwellern und Radläufen. Aufwendige Karosseriearbeiten sind die Folge und können die Wirtschaftlichkeit gefährden.
Diverse Steuergeräte und CAN-Bus-Kommunikationsfehler sorgen für sporadische Warnleuchten und Ausfälle verschiedenster Systeme. Ursachensuche ist aufwendig und teuer.
Spurstangen, Traggelenke, Stabilisatorlager und Querlenker verschleißen ungewöhnlich früh. Fast alle Gummilager müssen bei höheren Laufleistungen komplett erneuert werden.
Die hinteren Bremsscheiben rosten wegen fehlender Schutzbleche besonders schnell an. Starke Korrosion führt zu Bremsrubbeln und vorzeitigem Verschleiß der Beläge.
Kupplung und Schaltgetriebe zeigen bei höheren Laufleistungen deutliche Schwächen. Kupplungsnehmerzylinder lecken und beschädigen durch austretende Flüssigkeit die Reibscheibe.
Die Reifendruck-Überwachungsanlage sendet häufig Fehlsignale und löst grundlos Warnmeldungen aus. Defekte Sensoren oder fehlerhafte Signalübertragung sind die häufigsten Ursachen.