Renault Megane RS
Hochgezüchteter 2,0-Liter — als Sauger im Clio RS III bis 7500 U/min, als Twin-Scroll-Turbo im Mégane RS mit 165–201 PS. Der Saugmotor klingt wie ein kleiner Rennmotor und dreht freudig bis zum Begrenzer; die Turboversion tritt früher und druckvoller an. Nockenwellenversteller und Zahnriemen sind die zwei großen Wartungsposten: immer zusammen erneuern, Intervall 120.000 km / 6 Jahre. Das Phasenversteller-Sieb verstopft bei langen Ölwechselintervallen — max. 10.000-km-Intervalle einhalten. Turbolader-Abkühlphase nach Rennstrecke nicht vergessen.
RS mit Druck
220 PS Turbo im Megane RS — Cup-Chassis optional, LSD serienmäßig. Agil und schnell auf Landstraßen.
Motor-Schwachstellen 6
Der hochgezüchtete F4R-RS im Megane RS wird oft sportlich bewegt. Ungenügende Abkühlphasen nach Volllastbetrieb schädigen das Turbolager. Empfohlen: 2–3 Minuten Leerlauf vor Abstellen nach sportlicher Fahrt.
Symptome: Pfeifgeräusche aus Turbobereich, Ölverlust in Ladeluftkühler
Der Zahnriemenwechsel am F4R-RS erfordert vollständige Demontage von Ansaugkrümmer und Zündspulen. Werkstattkosten 530–880 € im unabhängigen Betrieb, bis 1600 € bei Renault-Händlern. Wasserpumpe immer gleichzeitig tauschen. Intervall: 120.000 km oder 6 Jahre.
Symptome: Keine Vorwarnung vor Riss — Serviceheft auf dokumentierten Wechsel prüfen
Bei sportlich gefahrenen Megane RS mit F4R-RS treten Ölverluste an Ventildeckel, Turbo-Ölzuleitungen und Kurbelwellenabdichtungen auf, die durch hohe Lasten und Temperaturen beschleunigt werden.
Symptome: Ölspuren unter Motor, sinkender Ölstand, Ölgeruch im Innenraum
Wie beim Standard-F4Rt treten auch beim RS nach intensiven Fahrten und anschließendem Abstellen Warmstartprobleme durch Kraftstoffdruck-Abfall auf. Der heiße Motorraum verdampft den Kraftstoff in den Leitungen.
Symptome: Schlechtes Warmanspringen, Anlasserorgeln, Motor läuft dann normal
Der Megane RS wird oft auf der Rennstrecke bewegt. Die Serienkupplung verschleißt dabei deutlich schneller als im normalen Straßenbetrieb. Viele Gebrauchtfahrzeuge haben bereits Sportkupplung-Upgrades.
Symptome: Kupplungsslip beim Beschleunigen, schwammiges Kupplungsgefühl, Verbrennungsgeruch
Das Ölsieb des Nockenwellenverstellers der Einlassnockenwelle setzt sich bei zu langen Ölwechselintervallen mit Ablagerungen zu. Folge: schlechte Kaltstarteigenschaften, Rasseln und im schlimmsten Fall Ventilschaden. Reparaturkosten 400–1200 €.
Symptome: Rasseln bei Kaltstart (Diesel-ähnliches Geräusch vorne), schlechte Leistung im Teillastbereich, Startprobleme wenn warm
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Fahrwerksfedern, Stoßdämpfer und Lenkgelenke versagen beim Megane III überdurchschnittlich häufig. TÜV-Berichte bestätigen dies als klare Schwachstelle. EDC zeigt gelegentlich Vibrationen beim Anfahren.
Die Soft-Touch-Oberfläche des Armaturenbretts löst sich ab und hinterlässt klebrige Rückstände. Typisches Problem aller mit dieser Beschichtung ausgestatteten Renault-Modelle dieser Ära.
Heizung wärmt unzureichend, Regensensor arbeitet unzuverlässig. Klimaanlage fällt durch defekte Klimakompressoren oder Steuergeräte aus.
Wie beim Vorgänger fallen Scheinwerfer und Rückleuchten beim Megane III überdurchschnittlich häufig aus. Blinker sind als einzige Beleuchtungskomponente durchschnittlich zuverlässig.
Die manuelle Kupplung neigt gelegentlich zu Rupfen und Quietschen beim Anfahren. Das Getriebe selbst gilt als grundsätzlich zuverlässig. Bei fortschreitendem Quietschen ist ein Kupplungswechsel fällig.
Frontparksensoren lösen häufig grundlos aus, oft verursacht durch Kennzeichenhalterungen. Auch Regensensor und weitere Elektronikkomponenten sind fehleranfällig.
Berichte & Tests
Anfällige Achsaufhängungen, verschlissene Federn, Dämpfer und Lenkgelenke sind typische Schwachstellen. Beleuchtung liegt durchgehend unter dem Klassendurchschnitt. Bremsleitungen und Feststellbremse werden regelmäßig beanstandet.