Renault Megane GT
1,6-Liter-Turbo des Clio RS IV mit Steuerkette und 200–220 PS — mechanisch grundsolide, aber das EDC-Doppelkupplungsgetriebe (Phase 1) gilt als Schwachpunkt und zeigt ruckeliges Verhalten im Stadtverkehr. Motor selbst verträgt hohe Laufleistungen bei gewissenhafter Pflege; kurze Ölwechselintervalle bei sportlicher Nutzung empfehlenswert.
Starker Turbo
205 PS 1.6 TCe im Megane GT — sportliche Abstimmung, genug Leistung für echte Fahrfreude auf Landstraßen.
Motor-Schwachstellen 4
Als Direkteinspritzer ohne Einlassport-Einspritzung baut der M5M 1.6 TCe mit der Zeit Kohlenstoffablagerungen an den Einlassventilen auf. Nach 60.000–80.000 km können Leistungsverluste auftreten.
Symptome: Leistungsverlust, Ruckeln im Teillastbereich, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Der Turbolader des M5M 1.6 TCe verschleißt bei langen Ölwechselintervallen und häufigen Kurzstrecken. Öl im Ladeluftkühler ist ein frühes Zeichen einer verschlissenen Turbolagerdichtung.
Symptome: Öl im Ladeluftkühler-Schlauch, Pfeifgeräusche, Leistungsverlust
Das EDC-Doppelkupplungsgetriebe des Kadjar und Scenic IV mit M5M neigt zu ruckelhaftem Anfahren und Schaltproblemen, besonders im Niederdrehzahl-Teillastbereich. Regelmäßiger Getriebeölwechsel alle 50.000 km ist Pflicht.
Symptome: Ruckeln beim Anfahren, verzögerte Schaltvorgänge, Getriebe-Warnung
Der M5M 1.6 TCe verbraucht im Normalbetrieb bis zu 0,5 Liter Öl pro 1.000 km, was Renault als normal deklariert. Bei Sporteinsatz oder hoher Last kann der Verbrauch steigen.
Symptome: Sinkender Ölstand zwischen Wechseln, gelegentlich blauer Rauch
Fahrzeug-Schwachstellen 8
Mehrere Rückrufe betrafen Rücksitzgurtverankerungen, Fensterairbags und Kraftstoffleitungen (Brandgefahr). Vor Kauf unbedingt prüfen, ob alle Rückrufe am Fahrzeug durchgeführt wurden.
Koppelstangen verschleißen beim Megane IV weiterhin früh. TÜV-Berichte zeigen bei 8–9-jährigen Fahrzeugen 26 % erhebliche Mängel vs. 18 % Klassendurcschnitt. Austausch ist günstig aber nötig.
Die Feststellbremse des Megane IV versagt häufig bei der Hauptuntersuchung. Fußbremse ist im Klassenvergleich die unzuverlässigste. Bremsscheibenschäden nehmen ab der zweiten HU zu.
Das EDC-Doppelkupplungsgetriebe zeigt vereinzelt eine Überhitzungswarnung im Kombiinstrument, besonders im Stadtverkehr bei Hitze. Bei kaltem Getriebeöl schaltet es zudem unsauber mit hochdrehender Motordrehzahl.
Lagerung der Vorderachsquerlenker verschleißt teils bereits ab 40.000 km, erkennbar an Klackgeräuschen bei Lastwechsel. Renault tauscht komplette Querlenker aus, Einzellager als Ersatzteil verfügbar.
Das 7-Gang-EDC-Getriebe kann bei sportlicher Fahrweise oder Stau überhitzen, erkennbar an Warnmeldungen und Kriechverhalten. Renault behob frühe Fälle per Software-Update, ältere Fahrzeuge ohne Update sind anfälliger.
Scheinwerfer und Außenbeleuchtung zeigen beim Megane IV weiterhin signifikant schlechtere Werte als der Klassendurchschnitt. Sowohl Halogen- als auch LED-Varianten betroffen.
Infotainment-System friert ein oder startet nicht. Elektronik-Diagnose erfordert oft einen Händlerbesuch. Scheibenwascher-Sprühdüsen und Batterie-Management zeigen Auffälligkeiten.
Berichte & Tests
Verbessert gegenüber dem Vorgänger, zeigt aber weiterhin Achsaufhängungsdefekte und Außenbeleuchtungsprobleme. Fußbremse liefert bereits ab der ersten HU unterdurchschnittliche Werte. DKG-Getriebe neigt beim Anfahren zu Ruckeln.