Renault Twingo
Turboaufgeladene Variante des D4F mit grundsätzlich solider Basis, aber gemischten Langzeiterfahrungen: Erhöhter Ölverbrauch ab ca. 70.000 km und Zahnriemenrisse vor dem planmäßigen 120.000-km-Intervall sind in Foren gut dokumentiert. Für Gebrauchtwagenkauf nur mit lückenlosem Serviceheft empfehlenswert; präventiver Zahnriemenwechsel bei 80.000 km sinnvoll.
Der Vernünftige
TCe-Turbo mit 100 PS macht den Twingo II spürbar lebhafter. Ordentlicher Durchzug im mittleren Drehzahlbereich.
Motor-Schwachstellen 4
Der D4Ft behält wie sein Sauger-Bruder den Zahnriemen, der durch Turboölnebel und erhöhte Temperaturen stärker belastet wird. Verkürztes Wartungsintervall empfohlen.
Symptome: Plötzlicher Motorstillstand, Kompressionsausfall nach Riemenriss
Der turboaufgeladene D4Ft hat bekannte Probleme mit erhöhtem Ölverbrauch. Das Turbolager ist nie vollständig dicht; bei defekter Wellendichtung gelangt Öl in den Ansaugtrakt. Betroffene Fahrzeuge verbrauchen bis zu 1,5 Liter Öl auf 1.000 km.
Symptome: Blauer Rauch aus dem Auspuff, sinkender Ölstand, Öl auf dem Luftfiltergehäuse
Das Waste-Gate-Ventil des D4Ft-Turboladers verschleißt bei höheren Laufleistungen. Symptome sind Leistungsverlust und ungleichmäßiger Turboaufbau, besonders im Kurzstreckenbetrieb.
Symptome: Leistungsverlust, kein Turbodruckaufbau, Pfeifgeräusche aus Turbobereich
Auch der D4Ft erbt die Schwäche der Sagem-Zündspulen der Renault Ära. Durch die Turboumgebung mit Wärme und Vibrationen fallen Spulen früher aus als beim Sauger.
Symptome: Zylinderaussetzer, Ruckeln, Leistungsverlust, Abgasverfärbung
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Wie beim Vorgänger korrodieren die Bremsleitungen am Unterboden und führen zu Mängeln bei der Hauptuntersuchung. Besonders ältere Exemplare ab ca. 8 Jahren betroffen.
Bei Modellen von 2008–2009 kann der Sitzverstellmechanismus auf der Fahrerseite versagen. Rückruf für betroffene Fahrzeuge; vor Kauf prüfen, ob Rückruf durchgeführt wurde.
Federn, Dämpfer und Bremsleitungen werden bei der Hauptuntersuchung häufig beanstandet. Koppelstangen schlagen aus und erzeugen Klappergeräusche über Unebenheiten.
Elektronische Drosselklappe des 1.2-16V (D4F) verschmutzt oder der Potentiometer verschleißt. Motor geht im Leerlauf unrund, ADAC meldete dieses Problem als bekannte Schwachstelle des Twingo II.
Gummilager der Querlenker und Achslagerbuchsen verschleißen früh. Beim ersten TÜV-Termin (3 Jahre) bereits Mängel an Spurstangenköpfen, Achsbuchsen und Antriebswellenmanschetten festgestellt.
Starter-Batterien entladen sich bei Twingo II Modellen ungewöhnlich schnell. Defekte Steuergeräte oder parasitäre Stromverbraucher sind häufige Ursachen.
Beleuchtungskomponenten fallen frühzeitig aus. Gleichzeitig tritt bei höheren Laufleistungen Öl aus, was die Servicekosten erhöht und im schlimmsten Fall den Motor schädigen kann.
Berichte & Tests
Typische Defekte sind gebrochene Achsfedern, verschlissene Lenkgelenke und defekte Dieselkraftstoffpumpen sowie Turboladerprobleme. Schlechter Wartungszustand vieler Exemplare verschärft das Bild.