Renault Twingo
Robuster, einfach aufgebauter 8-Ventiler ohne Hydrostößel — Ventilspiel muss alle 30.000 km manuell eingestellt werden. Zahnriemen unbedingt alle 60.000 km tauschen, da Ventilkontakt droht; viele Exemplare laufen weit über 250.000 km. Schwachpunkte: Zündspule mit integrierten Hochspannungskabeln und Ölundichtigkeiten am Ventildeckel.
Zu wenig für alles
43 PS fühlen sich im schwereren Twingo II noch zäher an als im Vorgänger. Stadtverkehr geht, alles andere nicht.
Motor-Schwachstellen 4
Der D7F verwendet einen Zahnriemen, der regelmäßig getauscht werden muss. Bei Riss entstehen Ventilschäden. Durch das Alter der meisten D7F-Fahrzeuge ist das Risiko ungewechselter Riemen erhöht.
Symptome: Plötzlicher Motorstillstand, kein Anspringen
Der D7F 1.2 8V ist anfällig für Zylinderkopfdichtungsversagen, insbesondere nach Überhitzungsereignissen. Als Einfachkonstruktion sind Reparaturen preiswert, aber Folgeschäden am Zylinderkopf möglich.
Symptome: Weißer Rauch, Kühlwasserverlust, Öl-Wasser-Gemisch unter dem Deckel
Ältere D7F-Motoren (Twingo I, früher Clio) verlieren durch verhärtete Dichtungen Öl an mehreren Stellen. Charakteristisch für die einfache, aber altgedienten Renault 8V-Konstruktion.
Symptome: Ölflecken unter dem Fahrzeug, Ölgeruch, abnehmender Ölstand
Je nach Ausführung (Vergaser oder MPI) treten Leerlaufprobleme durch verschmutzte Düsen oder defekte Leerlaufregelventile auf. Durch das hohe Alter der Fahrzeuge häufig verkalkte oder korrodierte Bauteile.
Symptome: Schwankender Leerlauf, schlechtes Kaltstart-Verhalten, Motor stirbt ab
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Wie beim Vorgänger korrodieren die Bremsleitungen am Unterboden und führen zu Mängeln bei der Hauptuntersuchung. Besonders ältere Exemplare ab ca. 8 Jahren betroffen.
Bei Modellen von 2008–2009 kann der Sitzverstellmechanismus auf der Fahrerseite versagen. Rückruf für betroffene Fahrzeuge; vor Kauf prüfen, ob Rückruf durchgeführt wurde.
Federn, Dämpfer und Bremsleitungen werden bei der Hauptuntersuchung häufig beanstandet. Koppelstangen schlagen aus und erzeugen Klappergeräusche über Unebenheiten.
Elektronische Drosselklappe des 1.2-16V (D4F) verschmutzt oder der Potentiometer verschleißt. Motor geht im Leerlauf unrund, ADAC meldete dieses Problem als bekannte Schwachstelle des Twingo II.
Gummilager der Querlenker und Achslagerbuchsen verschleißen früh. Beim ersten TÜV-Termin (3 Jahre) bereits Mängel an Spurstangenköpfen, Achsbuchsen und Antriebswellenmanschetten festgestellt.
Starter-Batterien entladen sich bei Twingo II Modellen ungewöhnlich schnell. Defekte Steuergeräte oder parasitäre Stromverbraucher sind häufige Ursachen.
Beleuchtungskomponenten fallen frühzeitig aus. Gleichzeitig tritt bei höheren Laufleistungen Öl aus, was die Servicekosten erhöht und im schlimmsten Fall den Motor schädigen kann.
Berichte & Tests
Typische Defekte sind gebrochene Achsfedern, verschlissene Lenkgelenke und defekte Dieselkraftstoffpumpen sowie Turboladerprobleme. Schlechter Wartungszustand vieler Exemplare verschärft das Bild.